gestern Abend bin ich wegen des schönen klaren Himmels hier wieder an einen dunklen Standort östlich von Bremerhaven bei Köhlen gefahren. Dort konnte ich dann ja auch am nächsten Morgen das kurze Polarlicht ablichten (siehe hier: http://www.meteoros.de/php/viewtopic.php?t=9903).
Schon die ersten Fotos zeigten, dass am Nordhorizont einiger Airglow unterwegs war. Dieser verstärkte sich im Laufe der Zeit und war eine Mischung aus Rot und Grün, wirkt auf den Bildern also im Ergebnis orange. Der Himmel sah nach Mitternacht entsprechend sehr merkwürdig aus, so als ob ganz schlechte Durchsicht wäre. Morgens wurde er merklich weniger und der Himmel hatte sein "normales" Aussehen zurück.
Zeitraffer der Nacht ab 19:30 UTC (=21:30 MESZ) bis 4:19 UTC (=6:19 MESZ), Polarlicht zwischen 2:16 und 2:42 UTC:
http://www.theusner.eu/terra/images/air ... 011-12.avi (38 MB, DivX)
Aufnahmeabstand 35 Sekunden.
Bilddaten: t=30 Sekunden, f=10 mm @ f/3.5, ISO 3200, Canon 60D.
Alle Bilder habe sind entrauscht (NeatImage). Die Farbsättigung habe ich erhöht und die Bilder leicht aufgehellt.
Im Zeitraffer fehlen leider 24 Minuten zwischen 23:54 und 00:18 UTC. Ich vergaß den Akku rechtzeitig zu wechseln während ich mit der anderen Kamera hantierte. So war die 60D ausgerechnet in der intensiven Phase kurzzeitig ohne Strom
So habe ich Airglow hier jedenfalls noch nie gesehen, Wechsel von Grün nach Rot und gemischt. Sonst war es ja fast ausschließlich grüner AG. Bleibt natürlich die Frage nach den Ursachen für den intensiven Airglow???
Viele Grüße,
Michael
Einzelbild von 00:18 UTC (2:18 MESZ) -- ein "zugesiffter" Himmel:
