Hallo in die Runde,
heute am vierten Mondabend konnte ich den goldenen Henkel erwischen. Das Seeing wurde unglaublich gut gegen 21h über dem Wiener Becken und der Mond kam knackscharf durchs Okular an meinem Skywatcher 120/900ed. Am Terminator gestalteten sich die Kontraste unglaublich plastisch und scharf. Der goldene Henkel ragt in die Schwärze des Mondschattens.
LG von Anette
goldenen Henkel erwischt 21.05.26
Moderator: StefanK
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Anette Aslan
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- Jörg Kaufmann
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Re: goldenen Henkel erwischt 21.05.26
Hallo Anette.
Schön eingefangen. Allerdings kenne ich diese Formation am Mare Nectaris nicht als "Goldener Henkel".
Allgemein gilt die Bergkette an der Regenbogenbucht (am Mare Imbrium) als klassischer Goldener Henkel.
Es soll noch einen zweiten am Mare Humorum geben, aber den habe ich selber noch nicht fotografiert.
Ich habe den nächsten Henkel für Wien herausgesucht:
Wien 26. / 27. Mai 2026 von 16.50 bis 02.40 Uhr (Der goldene Henkel)
Alle Zeitangaben in Sommerzeit (utc+2h)
Sichtbarkeit: Im gesamten Beobachtungslauf
Mond (26.05.)
Mondaufgang: 15:54 Uhr
Monduntergang: 02:36 Uhr
Sonne (26.05.)
Sonnenaufgang: 05:06 Uhr
Sonnenuntergang: 20:41 Uhr
Zeitpunkt_____________________Datum__________Uhrzeit_______Höhe des Mondes_____Azimut des Mondes____Richtung des Mondes
Beginn der Beobachtung_________26.05.2026______16.50 Uhr_____8.7°________________112.1°_______________Ost-Süd-Ost
Höhepunkt des goldenen Henkel___26.05.2026______18.45 Uhr_____23.7°_______________136.4°_______________Süd-Ost
Sonnenuntergang_______________26.05.2026______20.41 Uhr_____32.3°_______________166.6°_______________Ost-Süd-Ost
Ende der Beobachtung___________27.05.2026______02.40 Uhr_____1.8°________________252.6°_______________West-Süd-West
Quelle: https://www.der-mond.de
Leider hatte ich dieses Jahr noch gar kein Glück. Entweder schlechtes Wetter oder schlechte Tageszeit.
Das Bild ist vom 03. März 2023

LG Jörg
Schön eingefangen. Allerdings kenne ich diese Formation am Mare Nectaris nicht als "Goldener Henkel".
Allgemein gilt die Bergkette an der Regenbogenbucht (am Mare Imbrium) als klassischer Goldener Henkel.
Es soll noch einen zweiten am Mare Humorum geben, aber den habe ich selber noch nicht fotografiert.
Ich habe den nächsten Henkel für Wien herausgesucht:
Wien 26. / 27. Mai 2026 von 16.50 bis 02.40 Uhr (Der goldene Henkel)
Alle Zeitangaben in Sommerzeit (utc+2h)
Sichtbarkeit: Im gesamten Beobachtungslauf
Mond (26.05.)
Mondaufgang: 15:54 Uhr
Monduntergang: 02:36 Uhr
Sonne (26.05.)
Sonnenaufgang: 05:06 Uhr
Sonnenuntergang: 20:41 Uhr
Zeitpunkt_____________________Datum__________Uhrzeit_______Höhe des Mondes_____Azimut des Mondes____Richtung des Mondes
Beginn der Beobachtung_________26.05.2026______16.50 Uhr_____8.7°________________112.1°_______________Ost-Süd-Ost
Höhepunkt des goldenen Henkel___26.05.2026______18.45 Uhr_____23.7°_______________136.4°_______________Süd-Ost
Sonnenuntergang_______________26.05.2026______20.41 Uhr_____32.3°_______________166.6°_______________Ost-Süd-Ost
Ende der Beobachtung___________27.05.2026______02.40 Uhr_____1.8°________________252.6°_______________West-Süd-West
Quelle: https://www.der-mond.de
Leider hatte ich dieses Jahr noch gar kein Glück. Entweder schlechtes Wetter oder schlechte Tageszeit.
Das Bild ist vom 03. März 2023
LG Jörg
Ich nehm` das Wetter so wie es ist. Es gibt eh im Moment kein anderes.
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Anette Aslan
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Re: goldenen Henkel erwischt 21.05.26
Lieben Dank Jörg,
ja habe es schon vernommen, KI hat mich in die Irre geführt, als ich gestern mein Foto an KI schickte, wurde ich regelrecht gefeiert und geschmeichelt, dass ich ein seltenes Ereignis erwischt hatte: den goldenen Henkel .... dabei habe ich in meinem alten Mondbuch diesen an den Gebirgsketten des Monte Jura markiert, die dann in die dunkle, unbeleuchtete Schattenseite des Mondes wie ein Halbrund ragen, wie ein Henkel eben. Bin da gestern unbedacht total auf KI reingefallen. Aber trotzdem war das Erlebnis gestern an meinem Bino-Ansatz gewaltig, am Terminator wirkte alles wie ausgestanzt und dreidimensional, es sanken trockene Luftmassen herab, die Transparenz, das Seeing wurden enorm. Na, dann auf ein neues am 26. Wetter soll ja mitspielen.
LG von Anette
ja habe es schon vernommen, KI hat mich in die Irre geführt, als ich gestern mein Foto an KI schickte, wurde ich regelrecht gefeiert und geschmeichelt, dass ich ein seltenes Ereignis erwischt hatte: den goldenen Henkel .... dabei habe ich in meinem alten Mondbuch diesen an den Gebirgsketten des Monte Jura markiert, die dann in die dunkle, unbeleuchtete Schattenseite des Mondes wie ein Halbrund ragen, wie ein Henkel eben. Bin da gestern unbedacht total auf KI reingefallen. Aber trotzdem war das Erlebnis gestern an meinem Bino-Ansatz gewaltig, am Terminator wirkte alles wie ausgestanzt und dreidimensional, es sanken trockene Luftmassen herab, die Transparenz, das Seeing wurden enorm. Na, dann auf ein neues am 26. Wetter soll ja mitspielen.
LG von Anette
- Christoph Gerber
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Re: goldenen Henkel erwischt 21.05.26
Hallo Anette,
vielen Dank für deinen Beitrag. Als ich gestern Abend noch kurz ins Forum geschaut habe, dachte ich: Nanu? Der Mond ist ja noch gar nicht so weit, dass der Goldene Henkel zu sehen ist!
Ich melde mich hier, weil mir diese „Nase“ des Mondes gestern Abend besonders auffällig erschien. Schon seit langer Zeit erkenne ich diese „Nase“ in der etwa 5 Tage alten Mondsichel regelmäßig. Sie ist zwar kaum ausgeprägt, aber immerhin als flache Beule am Terminator erkennbar. Gestern Abend jedoch staunte ich nicht schlecht: Die Nase erschien dieses Mal sehr prominent, ja quasi als Krater auf dem Terminator – mit einem hellen Rand und einem dunklen Inneren. Dass ich mich nicht getäuscht hatte, sah ich dann auf deinem Foto: So schön habe ich den östlichen Rand des Mare Nectaris bei Sonnenaufgang noch nicht gesehen. Ich habe noch ein paar Bilder mit dem 200mm-Tele versucht, denn so kommt der Mond dem visuellen Eindruck doch viel näher als eine Fernrohraufnahme. Und auch auf dem Bild ist die „Nase“ gut zu erkennen. Und ich frage mich, ob es an der Libration liegt, dass diesmal der „Henkel-Eindruck“ so auffällig war. Denn von diesem „Henkel“ habe ich bisher auch noch nie gehört oder gelesen...
Das erste Bild ist zwar etwas unscharf, aber umso deutlicher tritt hier der freisichtige „Krater“-Eindruck hervor. Dabei bildet nicht das gesamte Mare Nectaris den Krater, sondern der Schatten der Lava-Stufe an dessen Ostrand, zwischen den Kratern Beaumont (im S) und Mädler (im N). Sie ist in der Stellarium-Darstellung etwas übertrieben(?) deutlich dargestellt. Auf dem etwas schärferen zweiten Foto ist das noch so zu erkennen.
Mich hat beeindruckt, dass dieser „Henkel“ so auffällig mit bloßem Auge zu sehen war, wobei der „Goldene Henkel“ mir wohl (bisher?) nie so ins Auge gefallen ist... Dies dürfte eine der kleinsten freisichtigen Strukturen auf der Mondoberfläche sein.
Gruß aus HD,
Christoph
vielen Dank für deinen Beitrag. Als ich gestern Abend noch kurz ins Forum geschaut habe, dachte ich: Nanu? Der Mond ist ja noch gar nicht so weit, dass der Goldene Henkel zu sehen ist!
Ich melde mich hier, weil mir diese „Nase“ des Mondes gestern Abend besonders auffällig erschien. Schon seit langer Zeit erkenne ich diese „Nase“ in der etwa 5 Tage alten Mondsichel regelmäßig. Sie ist zwar kaum ausgeprägt, aber immerhin als flache Beule am Terminator erkennbar. Gestern Abend jedoch staunte ich nicht schlecht: Die Nase erschien dieses Mal sehr prominent, ja quasi als Krater auf dem Terminator – mit einem hellen Rand und einem dunklen Inneren. Dass ich mich nicht getäuscht hatte, sah ich dann auf deinem Foto: So schön habe ich den östlichen Rand des Mare Nectaris bei Sonnenaufgang noch nicht gesehen. Ich habe noch ein paar Bilder mit dem 200mm-Tele versucht, denn so kommt der Mond dem visuellen Eindruck doch viel näher als eine Fernrohraufnahme. Und auch auf dem Bild ist die „Nase“ gut zu erkennen. Und ich frage mich, ob es an der Libration liegt, dass diesmal der „Henkel-Eindruck“ so auffällig war. Denn von diesem „Henkel“ habe ich bisher auch noch nie gehört oder gelesen...
Das erste Bild ist zwar etwas unscharf, aber umso deutlicher tritt hier der freisichtige „Krater“-Eindruck hervor. Dabei bildet nicht das gesamte Mare Nectaris den Krater, sondern der Schatten der Lava-Stufe an dessen Ostrand, zwischen den Kratern Beaumont (im S) und Mädler (im N). Sie ist in der Stellarium-Darstellung etwas übertrieben(?) deutlich dargestellt. Auf dem etwas schärferen zweiten Foto ist das noch so zu erkennen.
Mich hat beeindruckt, dass dieser „Henkel“ so auffällig mit bloßem Auge zu sehen war, wobei der „Goldene Henkel“ mir wohl (bisher?) nie so ins Auge gefallen ist... Dies dürfte eine der kleinsten freisichtigen Strukturen auf der Mondoberfläche sein.
Gruß aus HD,
Christoph
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Anette Aslan
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Re: goldenen Henkel erwischt 21.05.26
Danke für diese ausführliche Beschreibung Christoph. Siehst Du, das ist Dir auch aufgefallen, das freut mich, ich kam gestern gar nicht mehr weg vom Anblick, so habe ich die Kontraste entlang des Terminators überhaupt auch noch nie gesehen.
LG von Anette
LG von Anette
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