Forum für Halo-Erscheinungen, Regenbögen, Blitze und alle anderen Lichterscheinungen, die neben Polarlichtern in der Erdatmosphäre auftreten.
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Michael Großmann
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Beitrag
von Michael Großmann » 17. Apr 2015, 18:13
Hallo Zusammen,
am 14. April gab es in Karlsruhe am Nachmittag eine interessante Beobachtung. Mir viel zuerst ein heller und breiter umschriebener Halo auf wie ich ih so noch nicht gesehen habe. Die meisten umschriebenen sind doch eher scharf abgegrenzt. DANN erst sah ich im rechten Bereich ein Ringsegment welches aber in weiteren Veraluf nicht mit dem "umschriebenen" zusammenfiel. Schnell wurde mir klar das es sich um ein 18° Ringsegment handeln muss. Daneben sah man dann zumindest am PC noch ein weiteres Segment und wenn schon pyramidale Kristalle rumschwirren glaube ich jetzt nicht an einen 22er, sonder eher an einen 23° Segment Und der relativ breite "umschriebene" könnte(!) demnach eine 23° Nebensonne sein. Sicher bin ich mir da aber nicht. Vielleicht auch ein Mischmasch aus beidem. Werde die Bilder bei Gelegenheit mal ausmessen lassen (Alex?) Hier einige Bilder...
Unscharf maskiert:
Auschnitt Bild 2:
Reliefmethode
R-B Methode:
und auch das unscharf maskiert:
Viele Grüße,
Micha
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Alexander Haußmann
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Beitrag
von Alexander Haußmann » 17. Apr 2015, 21:17
Hallo Micha,
sehr schöne Beobachtung! Ich würde annehmen, dass es eine Mischung aus zufällig orientierten Pyramidalkristallen und Pyramidalen in Plättchenorientierung ist, oder auch eine zufällige Kristallmenge mit einer leichten Tendenz zur Plättchenausrichtung.
Jedenfalls hättest Du dann neben den Ringen noch 18°-Lateralbögen und den 23°-parryförmigen Bogen mit drauf. Das sind tatsächlich die pyrmaidalen "Nebensonnen" (wegen der Kristallorientierung), aber wer sich mit den Pyramidalen nicht so auskennt, kommt da schnell mit den Namen durcheinander (Tapes Bezeichnung ist hier "non-contact arcs").
Zwei Sachen fallen noch auf: Zum einen fehlen einige weitere Radien (z.B. 9°) oder heben sich zumindest nicht sehr deutlich ab. Zum anderen sind die vorhandenen Ringe ziemlich breit, was auf kleine Kristalle und damit starke Beugung schließen läßt. Beugung fehlt ja leider noch in den Simulationsprogrammen, dort sehen die Halos dann immer schmaler aus als real.
Die Beobachtung von Claudia und Wolfgang vom selben Tag scheint ziemlich ähnlich zu sein.
Viele Grüße,
Alex
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