Hallo Olaf!
Auch wir hatten an jenem Abend ein paar Cirren und natürlich kann ich nicht ausschließen, das sich dahinter vielleicht doch noch ein paar Aerosolwolken befanden. Wenn das der Fall war, waren diese aber optisch nahezu unwirksam. Es kann aber auch sein, das wir uns einfach in einer Art "Aerosolwolkenloch" befanden. Ich möchte dieses mal anhand eines Beispiels erörtern. Die beiden folgenden Bilder zeigen die so ziemlich letzte Purpurlichterscheinung, die ich dem Kasatochi zuschreibe, sie stammen aus dem Januar dieses Jahres.
Bild 1 zeigt das Purpurlicht während der stärksten Phase. Alles erscheint deutlich purpurn, bis auf die Stelle oben rechts hinter den Ästen des Baumes, dort ist alles blau. Der Grund: An dieser Stelle war einfach keins mehr. Um das aber dazustellen, musste ich aus unserer Wohnsiedlung hinaus, was aber ca. 500 Meter Fußweg sind.
Bild 1:
Bild 2:
Am Beobachtungsplatz angekommen, war die Hauptleuchtphase natürlich fast vorbei und es war nur noch wenig zu sehen. Dennoch lässt sich erkennen, das das Bild farblich zweigeteilt ist: Links wirkt es noch immer mehr purpurfarben, besonders über dem Bergrücken als rechts. Die Grenze verläuft etwa am Nienstedter Pass, in der Kerbe des flachen Bergrückens, also da, wo der Plattenbau steht. Dort etwa ist auch die Stelle, wo die Sonne einige Zeit vorher untergegangen ist:
Bild 2 ist farbverstärkt.
Ich möchte behaupten, das ein Beobachter vielleicht 100 km nördlicher von diesem Purpurlicht nicht mehr viel bemerkt haben könnte.
Vielleicht verhält es sich in meinem Fall jetzt ähnlich und ich befinde mich in einem "Beobachtungsloch". Dann hoffe ich nochmal auf Besserung
Viele Grüße, Reinhard!