Vulkanaerosolwolken 2009-07-30

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OlafS
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Vulkanaerosolwolken 2009-07-30

Beitrag von OlafS » 31. Jul 2009, 14:26

Gestern gab es endlich mal wieder (für einige Zeit) einen klaren Horizonthimmel im Bereich ~ NW.
Die Durchsicht war sehr gut und siehe da, es waren immer noch diese feinen Wolken in der Stratosphäre vorhanden. (Die letzten bzw. auch meine ersten derartigen Bilder machte ich Anfang Juli.)

Vielleicht gibt es noch mal ein Panoversuch. Hier zunächst ein Bild Richtung "nach Sonnenuntergang". Die Wolken stechen zwar nicht ins Auge, sind aber doch trotzdem deutlich erkennbar:
Bild

19:15 UTC, f = 50 mm

Mit stärkerer unscharfer Maskierung und etwas Hell./Kontr.-Dreherei zeigt sich dann aber doch ein gehöriges Ausmaß der Erscheinungen. Das erstaunt mich doch ein wenig, daß sich das so lange "da oben" hält:

Bild
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Beitrag von Claudia Hinz » 1. Aug 2009, 12:29

Hallo Olaf,

tolles Bild, danke Dir!

Nach Kasatochi haben die ungewöhnlichen Dämmerungen 5 Monate angehalten und bei Sarychev sollte um einiges mehr an Aerosolen in die Atmosphäre geschleudert worden sein. Messungen haben einen höheren Schwefeltröpfchenanteil als nach Pinatubo ergeben (zumindest über Mitteleuropa, von woanders her bekomme ich leider keine Messungen).

LG Claudia

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Beitrag von Reinhard Nitze » 1. Aug 2009, 17:28

Hallo Claudia!

Bei uns im Raum Hannover hält der Trend zur Abnahme der Erscheinungen weiter an. Gestern, am 31.07.09 war der Abendhimmel völlig frei von Aerosolwolken und die Dämmerungserscheinungen fielen auf normale Erscheinungen zurück. Für einen klaren Himmel wurde es deutlich schneller dunkel, als bei vergleichbar klaren Wetter in den Tagen zuvor, und das lag nicht an den immer kürzer werdenden Tagen;-)

Viele Grüße, Reinhard

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Beitrag von Anke Mo » 1. Aug 2009, 19:40

Heute konnte ich in Freiburg solche Vulkanaerosol-Wolken fotografieren.

Bild

Hier noch deutlicher mit unscharfer Maske:

Bild

Grüße aus dem Breisgau,

Anke

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OlafS
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Beitrag von OlafS » 2. Aug 2009, 17:28

Reinhard Nitze hat geschrieben:Bei uns im Raum Hannover hält der Trend zur Abnahme der Erscheinungen weiter an. Gestern, am 31.07.09 war der Abendhimmel völlig frei von Aerosolwolken und die Dämmerungserscheinungen fielen auf normale Erscheinungen zurück.
Moin Reinhard,

am Abend des 31. konnte ich auch von Rostock aus nichts Verdächtiges an silbernen Wolkenstreifen entdecken. Allerdings war die Durchsicht auch etwas schlechter als am Abend zuvor. Dazu gesellten sich noch ein paar zartrosane Zirren. Vielleicht reichten diese beiden Umstände schon aus, um bei mir von einen auf den anderen Tag nichts mehr erkennen zu können?!?
Immerhin gab es dann später noch ein wenig Purpurlicht. In einem kleinen Sektor etwas kegelartig und markanter.

Gruß, Olaf
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Reinhard Nitze
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Beitrag von Reinhard Nitze » 2. Aug 2009, 20:44

Hallo Olaf!

Auch wir hatten an jenem Abend ein paar Cirren und natürlich kann ich nicht ausschließen, das sich dahinter vielleicht doch noch ein paar Aerosolwolken befanden. Wenn das der Fall war, waren diese aber optisch nahezu unwirksam. Es kann aber auch sein, das wir uns einfach in einer Art "Aerosolwolkenloch" befanden. Ich möchte dieses mal anhand eines Beispiels erörtern. Die beiden folgenden Bilder zeigen die so ziemlich letzte Purpurlichterscheinung, die ich dem Kasatochi zuschreibe, sie stammen aus dem Januar dieses Jahres.

Bild 1 zeigt das Purpurlicht während der stärksten Phase. Alles erscheint deutlich purpurn, bis auf die Stelle oben rechts hinter den Ästen des Baumes, dort ist alles blau. Der Grund: An dieser Stelle war einfach keins mehr. Um das aber dazustellen, musste ich aus unserer Wohnsiedlung hinaus, was aber ca. 500 Meter Fußweg sind.

Bild 1:
Bild

Bild 2:
Am Beobachtungsplatz angekommen, war die Hauptleuchtphase natürlich fast vorbei und es war nur noch wenig zu sehen. Dennoch lässt sich erkennen, das das Bild farblich zweigeteilt ist: Links wirkt es noch immer mehr purpurfarben, besonders über dem Bergrücken als rechts. Die Grenze verläuft etwa am Nienstedter Pass, in der Kerbe des flachen Bergrückens, also da, wo der Plattenbau steht. Dort etwa ist auch die Stelle, wo die Sonne einige Zeit vorher untergegangen ist:

Bild

Bild 2 ist farbverstärkt.
Ich möchte behaupten, das ein Beobachter vielleicht 100 km nördlicher von diesem Purpurlicht nicht mehr viel bemerkt haben könnte.

Vielleicht verhält es sich in meinem Fall jetzt ähnlich und ich befinde mich in einem "Beobachtungsloch". Dann hoffe ich nochmal auf Besserung ;-)

Viele Grüße, Reinhard!

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