5° Mondhalo und Kameraexperimente 13.02.2011

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Sven Aulenberg
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5° Mondhalo und Kameraexperimente 13.02.2011

Beitrag von Sven Aulenberg » 13. Feb 2011, 21:44

Moin moin,

Nach der Sichtung eines 9° Mondhalos vor 4 Wochen, schaue ich nun öfters nach dem Mond. Am heutigen Abend gegen 19:30 Uhr sah ich wieder einen kleinen Ring um den Mond. Der Radius betrug ca. 5 Monddurchmesser. Das würde bedeuten, dass es ein 5° Halo war (gibt es den überhaupt?). Ich schnappte mir also meine Kamera und das Stativ, raus auf die Terrasse, da war er schon am verschwinden, als die Kamera bereit war, war er dann weg :cry:
Ich wartete... aber nichts passierte und ging wieder ins Haus. 10 Minuten Später, dass gleiche Spiel von vorne, mit dem Ergebnis, dass die Bilder nix geworden sind. Mein Problem ist, dass ich an meiner Lumix nicht alles manuell einstellen kann. Ich muss ein "Sternenhimmelprogramm" auswählen und kann dann zwischen 15 und 60 Sekunden belichten. 15 Sekunden sind aber zuviel, weil dann in Mondnähe alles überbelichtet ist und der 5° Ring ist nicht mehr zu sehen. Um dem Einhalt zu gebieten habe ich mir folgendes ausgedacht. Ich nahm schwarzes Isolierband und habe es gefaltet. Dann habe ich einen Punkt (doppelter Monddurchmesser) ausgestanzt (Lochzange) und diesen mit etwas Spucke und Pinzette mittig auf dem Objektiv abgelegt. Mittlerweile war natürlich kein Mondhalo mehr zu sehen. Bei meinen Tests konnte ich kreisrunde Beugungserscheinungen um den Punkt herum feststellen. Um diese nicht mit Halos zu verwechseln habe ich nun einen quadratischen Punkt hergestellt, aber ich muss einsehen, dass diese Methode nicht geeignet ist, um Halos mit gerigem Radius abzulichten.
Fazit : es wird Zeit für eine DSLR
Zum Schluss konnte ich dann noch einen zarten 22° Halo ablichten, was ohne Punkt auf der Linse, wohl nicht zu sehen wäre.


Bild

Nun Frage ich mich, wie weit muss so ein Punkt zur Abschattung von Sonne und Mond, von der Linse entfernt sein, um vernünftige Bilder zu erhalten? Vielleicht kann jemand meine Experimentierzeit verkürzen.

Viele Grüße aus dem Punktschatten
Sven

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Bertram Radelow
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Beitrag von Bertram Radelow » 14. Feb 2011, 09:21

hoi Sven,

5 Radien sind 2,5°. So nahe am Mond kann ich persönlich nur mit dem Auge nichts erkennen. Eine Mondblende wäre optimal etwa in der Mitte zwischen Dir und den eisbildenden Kritallen 8) . In der Praxis reicht eine Scheibe etwas grösser als der Linsendurchmesser Deiner Kamera so 1-2m vor Dir.

Wenn Du nicht weisst, ob und wie Deine Kamera bereits bei der Aufnahme die Bilder "verbessert", sind diese wertlos, vor allem wenn es um eher diffuse Ringe oder Zonen in der Nähe von hellen Objekten geht.

Bertram

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Sven Aulenberg
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Beitrag von Sven Aulenberg » 15. Feb 2011, 15:19

Moin,
erstmal danke für die Antwort.
Eines ist klar, ich bin Neuling auf dem Gebiet, ich habe/konnte es nicht ausmessen sondern nur schätzen. Es können auch 6 oder 7 Monddurchmesser gewesen sein. Ich weiß aber auch was ich gesehen habe: Der Ring war klar und deutlich zu erkennen, es war ja noch kein Vollmond. Eine Wolkenstruktur war es auch nicht, denn die hätte sich bewegt wie es auch die Kondensstreifen taten. Der Ring war weiß und nicht farbig und zwischen Mond und Ring war es schwarze Nacht. Dass Eiskristalle unterwegs waren konnte man im Anschluß durch den 22° Ring sehen.

Ich werde mir nun eine vernünftig Kamera bestellen (nicht nur für Halos), habe mich schon vor Wochen auf ein Model festgelegt und wartete auf fallende Preise, will jetzt aber nicht mehr warten.

Dann muss ich mir noch etwas zum Ausmessen der Halos basteln.
Welche Hilfsmittel zum vermessen verwendet ihr denn so?

Viele Grüße
Sven

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Bertram Radelow
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Beitrag von Bertram Radelow » 15. Feb 2011, 17:23

Sven Aulenberg hat geschrieben: Welche Hilfsmittel zum vermessen verwendet ihr denn so?
hoi Sven,

vor der Aufnahme: die Faust am gestreckten Arm. Meine hat 8°. Mein Daumen 2°
nach der Aufnahme: den Bildschirm.
____

Schade, wir alle hätten gerne den mondnahen Halo gesehen - aber es kommt sicher noch einmal eine Chance, ich drücke Dir die Daumen.

Bertram

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