Nach der Sichtung eines 9° Mondhalos vor 4 Wochen, schaue ich nun öfters nach dem Mond. Am heutigen Abend gegen 19:30 Uhr sah ich wieder einen kleinen Ring um den Mond. Der Radius betrug ca. 5 Monddurchmesser. Das würde bedeuten, dass es ein 5° Halo war (gibt es den überhaupt?). Ich schnappte mir also meine Kamera und das Stativ, raus auf die Terrasse, da war er schon am verschwinden, als die Kamera bereit war, war er dann weg
Ich wartete... aber nichts passierte und ging wieder ins Haus. 10 Minuten Später, dass gleiche Spiel von vorne, mit dem Ergebnis, dass die Bilder nix geworden sind. Mein Problem ist, dass ich an meiner Lumix nicht alles manuell einstellen kann. Ich muss ein "Sternenhimmelprogramm" auswählen und kann dann zwischen 15 und 60 Sekunden belichten. 15 Sekunden sind aber zuviel, weil dann in Mondnähe alles überbelichtet ist und der 5° Ring ist nicht mehr zu sehen. Um dem Einhalt zu gebieten habe ich mir folgendes ausgedacht. Ich nahm schwarzes Isolierband und habe es gefaltet. Dann habe ich einen Punkt (doppelter Monddurchmesser) ausgestanzt (Lochzange) und diesen mit etwas Spucke und Pinzette mittig auf dem Objektiv abgelegt. Mittlerweile war natürlich kein Mondhalo mehr zu sehen. Bei meinen Tests konnte ich kreisrunde Beugungserscheinungen um den Punkt herum feststellen. Um diese nicht mit Halos zu verwechseln habe ich nun einen quadratischen Punkt hergestellt, aber ich muss einsehen, dass diese Methode nicht geeignet ist, um Halos mit gerigem Radius abzulichten.
Fazit : es wird Zeit für eine DSLR
Zum Schluss konnte ich dann noch einen zarten 22° Halo ablichten, was ohne Punkt auf der Linse, wohl nicht zu sehen wäre.

Nun Frage ich mich, wie weit muss so ein Punkt zur Abschattung von Sonne und Mond, von der Linse entfernt sein, um vernünftige Bilder zu erhalten? Vielleicht kann jemand meine Experimentierzeit verkürzen.
Viele Grüße aus dem Punktschatten
Sven