"Halomator II"

Forum für Halo-Erscheinungen, Regenbögen, Blitze und alle anderen Lichterscheinungen, die neben Polarlichtern in der Erdatmosphäre auftreten.
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Michael Großmann

"Halomator II"

Beitrag von Michael Großmann » 2. Jun 2011, 17:22

Hallo Forum

nachdem nun einige von Euch den "Halomator" am Sudelfeld und auch auf dem AKM Seminar kennen gelernt haben, hab ich ihn wie angekündigt weiter entwickelt und stehe kurz vor der Fertigstellung und "Inbetriebnahme". Den ersten Testlauf hat er überstanden, ohne das Fetzen geflogen sind, denn der Kristall erreicht eine Umdrehung von ca. 800 U/min.

Das neue daran ist, das sich der Kristall um alle 3 möglichen Achsen drehen kann, was beim "Halomator I" nur um 2 Achsen möglich war.

Auch wollte ich nicht mehr mit Elektomotoren arbeiten, da diese die Vorraussetzung einer Batterie notwendig macht. Am Sudelfeld flog so eine Batterie ab, Elmar konnte sich noch rechtzeitig ducken, Reinhard dagegen.....naja, lassen wir das ;) Spaß beiseite .....

Ich setzte diesmal auf Luftantrieb an 2 Achsen, sowohl der Kristall selbst um seine (Längs)Achse, als auch die Aufhängung des Kristalles als solche (siehe Abbildung)

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Die komplette Konstruktion ist in einem Rollenlager eingebettet, welches über einen Quad-Ring mechanisch angetrieben wird.

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Damit habe ich die Vorraussetzung erfüllt, dass ein Säulenkristall alle möglichen Positionen im Raum einnimmt (22° Ring)

Die anderen Haloarten könne natürlich auch simuliert werden, es können ja beliebig "Parameter" verändert werden (kein mechnaischer Antrieb, Luft nicht angeschlossen).

Im Winter werde ich dann versuchen Eiskristalle zu "züchten", die Anstelle der Plexiglaskristalle eingespannt werden. Die Einspannung erfolgt recht schnell, sodass im freien ohne Probleme simuliert werden kann; dann nämlich alle Haloarten mit einem Brechungwinkel von 90° (ZZB, ZHB, Infra- und Supralateralbogen und 46° Ring....hoff ich zumindest).

Es fehlt jetzt nur noch die Umarbeitung der Lichtquelle. Hier habe ich einen alten Diaprojektor umfunktioniert. An Stelle eines Diarahmens, verwende ich ein Blech mit den gleichen Abmessungen des Dias und einem kleinen Loch in der Mitte. Dadurch erzeuge ich eine helle Lichtquelle mit einen "relativ" parallelen Lichtstrahl.

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Wenn es dann endlich mal soweit ist, werde ich selbstverständlich Bilder einstellen, WENN es überhaupt von Interesse ist !

Liebe Grüße
Micha

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Lutz Schenk
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Beitrag von Lutz Schenk » 2. Jun 2011, 20:28

Hallo Michael,

habe ja schon im Meteoros-Magazin Deinen interessanten Bericht gelesen.
Von daher bin ich sehr gespannt auf die Ergebnisse Deiner neuen Maschine.

Wie sieht das eigentlich mit Glas-Primen aus? Damit schon mal probiert?
Wahrscheinlich schwierig, da Glas nicht so einfach zu bearbeiten ist...

Gruß Lutz

Michael Großmann

Beitrag von Michael Großmann » 2. Jun 2011, 20:33

Hallo Lutz,

auch bei Glas ist der Brechungsindex annähernd der des Plexiglas. Es findet (leider) an der zu erwartenden Austrittsfläche eine Totalreflexion statt, daher können die besagten Haloarten (90° Brechungswinkel) mit Glas nicht dargestellt werden.
Für mögliche Ideen habe ich aber gerne ein offenes Ohr ;)

Viele Grüße
Micha

EDIT: Und richtig....das Plexiglas ist doch einfacher zu bearbeiten, allerdings sind mir die Herstellertoleranzen zu grob. D.h. durch die Drehung des Kristalls bekommt man eine gewisse "Unwucht", das sich beim Lichtaustritt bemerkbar macht, z.B. bekomme ich anstelle EINES konvexen Parrybogens, dann ZWEI oder DREI konvexe......sieht aber auch nicht schlecht aus ;)

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Beitrag von Lutz Schenk » 2. Jun 2011, 22:06

z.B. bekomme ich anstelle EINES konvexen Parrybogens, dann ZWEI oder DREI konvexe......sieht aber auch nicht schlecht aus Wink
Na, ist doch auch was ;-)

Nee schon klar, wusste nur nicht das Glas es auch nicht deutlich ändern würde.

Aber warum macht Wassereis an entsprechender Stelle keine Totalreflexion?

Gruß Lutz

Michael Großmann

Beitrag von Michael Großmann » 2. Jun 2011, 22:21

Eben durch diesen geringeren Brechungsindex von n/1,31 bzw Wasser n/1,33. PMMA (Plexiglas) liegt bei n/1,49.

Der kleinere Brechungsindex von Eis gibt sozusagen dem einfallenden Lichtstrahl vor, dort raus zu kommen wo er physikalisch auch "muss".
(mit ganz einfachen Worten gesagt).

Wenn beispielsweise beim Zirkumzenitalbogen der Lichtstrahl in die Basisfläche eindringt, tritt er an einer Seitenfläche in die Spektralfarben zerlegt aufgefächert aus.

Grüße Micha

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Beitrag von Elmar Schmidt » 3. Jun 2011, 14:40

Gratuliere, Michael,

Dein Halomator II ist eine tolle Kombination Deines Hobbies und Berufs und wurde so professionell und elegant wohl noch nirgends realisiert. Bin auf die erste Vorführung gespannt.

Was ggf. auch überlegenswert ist, wären ganz mit Wasser aufgefüllte Hohlkörper, die sollten dem Eis eigentlich auch recht nahe kommen, und die zusätzliche Auskopplung durch partielle Reflexion an an der Grenzfläche Plexiglas (n=1,49) zu Wasser (1,33) sollte etwa zehnmal schwächer sein (Fresnelsche Formeln) als die an der Außenfläche.

Viele Grüße

Elmar
Zuletzt geändert von Elmar Schmidt am 3. Jun 2011, 20:49, insgesamt 1-mal geändert.

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RolfK
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Beitrag von RolfK » 3. Jun 2011, 19:49

DAS ist der Beitrag der Beiträge. Ich bin schwer beeindruckt !!!! Komme ja auch aus der Mechanik wie du weisst und kann mir daher ein Urteil erlauben.... Absoluter Erfindungsgeist :-)

Wie wärs denn mit Kandiszucker, Quartz, Weinstein, Steinsalz, Kalkspat usw. man könnte auch mal ein paar Edelsteine versuchen die erhältlich sind, Flusspat, Turmalin, Topas, Diamant ist teuer aber bestimmt auch interessant...

VG rolf

Michael Großmann

Beitrag von Michael Großmann » 3. Jun 2011, 23:38

Hallo,

ich hab heut Nacht (doch) noch ein wenig experimentiert um Euch zumindest einen ersten Test zu zeigen. Ich hab zwar keinen Kompressor zuhause (noch nicht) um das Teil mit Luft anzutreiben so wie in der Firma, aber mit Hilfe der Langzeitbelichtung und "von Hand drehen" kann man zumindest sehen, um was es geht.

Hier also der erste simulierte 22° Ring
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Guts Nächtle
Micha

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RolfK
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Beitrag von RolfK » 4. Jun 2011, 06:42

Stark !

Gruss Rolf

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