Lichtkurve Totale Mondfinsternis 15. Juni 2011 aus Namibia
- Elmar Schmidt
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Lichtkurve Totale Mondfinsternis 15. Juni 2011 aus Namibia
Hal(l)o Freunde,
hier ein Link zu meiner Lichtkurve aus Wendelsteinhöhe in Namibia:
http://lpod.wikispaces.com/June+17%2C+2011
Dies war meine dunkelste Finsternis bislang. Der Mond blieb zwar noch tieforangefarben, aber war nur noch so hell wie Arcturus (in etwa). Zur Finsternismitte war selbst im 10x40 fast keine Mondtopographie mehr zu erkennen.
Der Kernschattenaustritt war dunkler, aber farblich sehr viel schöner als der Eintritt, da die (am Himmel) östliche Umbra, also die Schattengrenze vom Terminator überm Indischen Ozean, jenen blau-grünen Saum von der stratosphärischen Ozonschicht hatte, um dann in eine eisgraue Kappe zum Halbschatten überzugehen.
Im Flieger hatte ich beim Hinflug schöne Neben-, Unter- und Unternebensonnen, beim Rückflug einen Mondhalo und Untermond, während darunter in Äquatorialafrika wüste Tropengewitter tobten.
Und am vorletzten Tag gab es auch über der Farm Hakos mal ein paar Zirren und einen halben 22-Grad-Ring, ansonsten war der Himmel dort "stinklangweilig" und blau geputzt. Grandios auch die, wenngleich kurzen, Dämmerungen.
Grüße von Elmar
hier ein Link zu meiner Lichtkurve aus Wendelsteinhöhe in Namibia:
http://lpod.wikispaces.com/June+17%2C+2011
Dies war meine dunkelste Finsternis bislang. Der Mond blieb zwar noch tieforangefarben, aber war nur noch so hell wie Arcturus (in etwa). Zur Finsternismitte war selbst im 10x40 fast keine Mondtopographie mehr zu erkennen.
Der Kernschattenaustritt war dunkler, aber farblich sehr viel schöner als der Eintritt, da die (am Himmel) östliche Umbra, also die Schattengrenze vom Terminator überm Indischen Ozean, jenen blau-grünen Saum von der stratosphärischen Ozonschicht hatte, um dann in eine eisgraue Kappe zum Halbschatten überzugehen.
Im Flieger hatte ich beim Hinflug schöne Neben-, Unter- und Unternebensonnen, beim Rückflug einen Mondhalo und Untermond, während darunter in Äquatorialafrika wüste Tropengewitter tobten.
Und am vorletzten Tag gab es auch über der Farm Hakos mal ein paar Zirren und einen halben 22-Grad-Ring, ansonsten war der Himmel dort "stinklangweilig" und blau geputzt. Grandios auch die, wenngleich kurzen, Dämmerungen.
Grüße von Elmar
Zuletzt geändert von Elmar Schmidt am 20. Jun 2011, 15:24, insgesamt 3-mal geändert.
- Elmar Schmidt
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Sorry, der alte Link war faul, weil er den Punkt am Satzende mitnahm
http://lpod.wikispaces.com/June+17%2C+2011
Habe auch den Post aktualisiert.
Elmar
http://lpod.wikispaces.com/June+17%2C+2011
Habe auch den Post aktualisiert.
Elmar
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Alexander Haußmann
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Alexander Haußmann
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Hallo Elmar,
danke für den Tip, die Diskussion war mir ganz entgangen... Die verlinkte Kurve vom 21.12.2010 aus Mexico schaut recht ähnlich aus, abgesehen von der größeren Minimalhelligkeit. Der Austritt war dort jedenfalls auch dunkler. Lassen sich die Daten eigentlich mit der Danjon-Skala verknüpfen? Warum haben eigentlich die visuellen Beobachter diese Skala eingeführt, wo doch manche sogar auf Zehntelmagnituden genau schätzen können? Da hätte man doch gleich bei der gewohnten Helligkeitsangabe bleiben können...
Die Messungen waren alle von Hand "getriggert" und nicht automatisch? Das ist ja "schlimmer" als eine Reihenaufnahme auf Film mit Wecker alle 10 Minuten... Dort kann man sich ja wenigstens auf die Kernschattenphase beschränken.
Gruß, Alex
danke für den Tip, die Diskussion war mir ganz entgangen... Die verlinkte Kurve vom 21.12.2010 aus Mexico schaut recht ähnlich aus, abgesehen von der größeren Minimalhelligkeit. Der Austritt war dort jedenfalls auch dunkler. Lassen sich die Daten eigentlich mit der Danjon-Skala verknüpfen? Warum haben eigentlich die visuellen Beobachter diese Skala eingeführt, wo doch manche sogar auf Zehntelmagnituden genau schätzen können? Da hätte man doch gleich bei der gewohnten Helligkeitsangabe bleiben können...
Die Messungen waren alle von Hand "getriggert" und nicht automatisch? Das ist ja "schlimmer" als eine Reihenaufnahme auf Film mit Wecker alle 10 Minuten... Dort kann man sich ja wenigstens auf die Kernschattenphase beschränken.
Gruß, Alex
- Elmar Schmidt
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Hallo Alexander,
seit ich genau messen kann, beachte ich die Danjon-Skala kaum noch, aber nach den visuellen Eindrücken war dann diese Finsternis wohl eine L= 1-2.
Das Schätzen auf Zehntelmagnituden genau möchte ich für den Mond eher bestreiten, da es bei den gängigen Totalitätshelligkeiten meist an genügend Vergleichsobjekten fehlt, die ja helle Planeten oder Sterne sein müssen, dazu oft weit entfernt am Himmel stehen und andere Farben haben als der Mond. Des weiteren vergleicht man Punktobjekte (Sterne, Planeten) mit Flächenhelligkeiten (Mond), was m.E. zu systematischen Differenzen führen dürfte, selbst wenn man als Kurzsichtiger ohne Brille schaut.
Gruß, Elmar
PS: daß ich gut zwölf Stunden lang klassisch Punkt für Punkt messe, ist natürlich persönlich aufwendig, aber kostengünstig. Alles andere würde das Zehnfache an Investitionen bedeuten und mich auf eine Montierung und einen Steuerrechner angewiesen machen.
seit ich genau messen kann, beachte ich die Danjon-Skala kaum noch, aber nach den visuellen Eindrücken war dann diese Finsternis wohl eine L= 1-2.
Das Schätzen auf Zehntelmagnituden genau möchte ich für den Mond eher bestreiten, da es bei den gängigen Totalitätshelligkeiten meist an genügend Vergleichsobjekten fehlt, die ja helle Planeten oder Sterne sein müssen, dazu oft weit entfernt am Himmel stehen und andere Farben haben als der Mond. Des weiteren vergleicht man Punktobjekte (Sterne, Planeten) mit Flächenhelligkeiten (Mond), was m.E. zu systematischen Differenzen führen dürfte, selbst wenn man als Kurzsichtiger ohne Brille schaut.
Gruß, Elmar
PS: daß ich gut zwölf Stunden lang klassisch Punkt für Punkt messe, ist natürlich persönlich aufwendig, aber kostengünstig. Alles andere würde das Zehnfache an Investitionen bedeuten und mich auf eine Montierung und einen Steuerrechner angewiesen machen.
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