nach kleinen Unterbrechungen sind derzeit die Dämmerungen wieder besonders eindrucksvoll, hier mal zwei Bilder der letzten beiden Tage:



Den Lidar-Messungen zufolge (die ich bei Bedarf gern veröffentlichen kann) ist es derzeit so, daß sich die Aerosolschicht des Nabru langsam abschwächt. Es ist aber in einer Schicht zwischen 15-20km immer noch deutlich mehr Aerosol da als vorher z.B. im Juni 2011. Zusätzlich tragen die momentane Feuchtigkeit (Tröpfchenaerosole) und wahrscheinlich auch schwache nicht sichtbare Cirren im Bereich der Tropopause (z.Zt. 12 bis 13 km) zu den schönen Sonnenuntergängen bei.
Daß auch die Tröpfchen zum Purpurlicht beitragen, zeigt dieses Beispiel von Wolfgang, aufgenommen am 29.09.2011. Er hatte im oberbayrischen Inntal unterhalb einer sehr feuchten Inversionsschicht atemberaubendes Purpurlicht, während es bei mir auf dem Wendelstein bei 40% Luftfeuchte eher unauffällig normal war (weswegen ich auch leider kein Vergleichsfoto gemacht habe).
Bild vom Wolfgang:

Dafür mal ein interessantes Vergleichsbild von gestern morgen, aufgenommen (beide) um 05.50 Uhr:
Unten: Purpurlicht mit intensiven markanten Rottönen bei hoher Luftfeuchtigkeit:

Oben: eher unauffälliges zartes Violett, was in seiner Intensität nur wenig über ein "normales" Purpurlicht hinausgeht, allerdings mit 60° sehr hoch reichte.

Alle hier gezeigten Bilder sind komplett unbearbeitet, allerdings mit verschiedenen Kameras (Canon EOS 350D und 60D) gemacht.
LG Claudia