heute hatte ich mal mein Equipment zur Arbeit mitgenommen, um einige neue Versuche durchzuführen. Ich habe dort in der Werkstatt einfach mehr Platz die Sachen besser aufzubauen. Der einzige Nachteil ist das Tageslicht. Abdunkeln konnte ich leider nicht, da meine arbeitenden Kollegen sonst Helmlampen tragen müssten
Ich baute schon vor zwei Wochen eine neue Halterung für kleine Plättchenkristalle aus Plexiglas mit einer Kantenlänge von ca. 15mm und einer Dicke von 5mm.
Das Thema Lowitzbögen beschäftigt mich schon eine ganze Weile. Die Vorrichtung erlaubt es mir das Plättchen um die Querachse rotieren zu lassen.
Ernüchternd musste ich feststellen, dass dies gar nicht so einfach ist. Ob es an der mangelnden Dunkelheit liegt, oder aber am unterschiedlichen Brechungsindex gegenüber Wasser/Eis ? Ich werde am Ball bleiben und evtl. einige Verbesserungen noch anstreben.
Trotzdem zeige ich Euch gerne ein Bild von diesem Versuch:

Wie Ihr seht ist das Plättchen über zwei Gewindestifte in einem U-Profil fixiert. Dieses wiederum ist über einen Zylinderstift in einem Nadelkranz rotierbar.
Da das Plättchen horizontal ausgerichtet ist und der Lichteinfall ebenfalls fast horizontal ausgerichtet ist, erkennt man beide Nebensonnen.
Nun wird über einen Luftkanal das Plättchen in Rotation versetzt, so habe ich das Prinzip der Lowitzbögen bisher interpretiert, ich lasse mich selbstverständlich gerne belehren und bin für Tipps gerne zu haben. Die verschiedenen Sonnenhöhen habe ich bis jetzt noch nicht verändert, dies mal zu einem späteren Zeitpunkt.
Einen schönen Nebeneffekt hat das Bild allerdings...eine obere Lichtsäule und noch einen Spiegelungshalo; den Sonnenbogen (der kommt später nochmal).

Man muss bei der Betrachtungsweise im übrigen vorsichtig sein, denn oben ist eben NICHT oben, genauso wie links NICHT links ist. Es ist durch die Betrachtungsweise alles seitenverkehrt.
Das liegt daran, da wir zwar als Betrachter der Halos auf der Fläche es als "links", "rechts", "oben" und "unten" erkennen, allerdings müssen wir uns als Beobachter in der Natur eben an diese Projektionswand hineinversetzen.
Gerade im Beispielbild mit der "oberen" Lichtsäule kann man das gut erklären.
Wenn wir in dem Bereich wären, in dem das Licht der Lichtsäule ankommt, sehen wir ja von oben auf den unten liegenden Kristall, demnach ist es eine untere Lichtsäule und nicht wie auf dem Bild eine erkennbar obere.
Klingt alles ein wenig verzwickt....ist es auch
Ok...das Thema Lowitz hatte ich zumindest für diesen Tag abgehakt, ob diese beiden verbogenen Nebensonnen welche seien können? Ich weiß es nicht.
Das Thema Parrybogen war für mich auch noch ein Thema, gerade der Unterschied zwischen dem konvexen und konkaven. Außerdem wurde ich schon ein paar mal gefragt, wie den so ein "V" eigentlich genau entsteht...
Immer mit der Erklärung zu kommen "das liegt an der verschieden Lagen, die die Kristalle im Raum einnehmen", war mir nicht gut genug und für die meisten meiner Freunde und Bekannten nicht verständlich
Deshalb habe ich mit einer anderen Vorrichtung ein Säulenkristall mit zwei Seitenflächen horizontal ausgerichtet und dann immer Schrittweise um die Querachse gedreht. Immer ein kleines Stück, dann ein Bild gemacht.
Daraus dann ein kleines GIF...(am besten mit Endlosschleife abspielen)
http://www.lightsearcher.de/AKM/V/AC8V_200413_02.avi
Dazu noch ein Summenbild, hierbei habe ich lange genug belichtet und dann die Querachse von Hand hin und her bewegt.

Schön zu sehen das typische "V" bei niedrigem Sonnenstand. Ich habe bewusst den Kristall nur um ca. 25° nach links und rechts gedreht, davon ausgehend, dass der Kristall quer zur Lichtquelle 0° entspricht.
Denn wenn ich den Kristall weiter drehe wird der Sonnenbogen sichtbar....
Hier auch wieder ein GIF....
http://www.lightsearcher.de/AKM/V/AC22_200413_02.avi
...und wieder manuell gedreht zusammen mit Parry....

Jetzt habe ich die Lichtquelle ungefähr auf eine Sonnenhöhe von 25-30° eingestellt um den konkaven Parrybogen zu simulieren.
Wie gehabt....erst das GIF, dann das Bild
http://www.lightsearcher.de/AKM/V/AC8C_200413_03.avi

Und zu guter Letzt möchte ich Euch auch noch den oberen Berührungsbogen zeigen...der Thread ist eh schon lang genug geworden...
Der Unterschied zum Parrybogen; hier dreht sich der Kristall noch um seine Längsachse. Hier habe ich 4 GIFS...2 mit Halterung und unterschiedlichem Tempo, und 2 ohne Halterung aber auch mit unterschiedlichen Tempo.
http://www.lightsearcher.de/AKM/V/AC2_200413_02.avi
http://www.lightsearcher.de/AKM/V/AC2_200413_04.avi
http://www.lightsearcher.de/AKM/V/AC2_200413_02a.avi
http://www.lightsearcher.de/AKM/V/AC2_200413_04a.avi
...du noch das Summenbild...

So...das wars vorerst mal wieder, der nächste Angriff ist der "Nebensonnenregenbogen"
Beste Grüße und sorry das es so lange wurde....
Micha