Hallo Dennis,
persönlich spreche ich von Morgen- und/oder Abendrot, wenn tatsächlich die Wolkenunterseiten rot oder orange leuchten. Physikalisch betachtet also ein Lichtsstreuungseffekt durch die Tröpfchen in den Wolken.
Die anderen Dämmerungsfarben entstehen zwar auch durch Lichtstreuung, hier würde ich aber differenzieren wollen:
Purpurlicht: Lichtsstreuung an kleinsten Asche- oder Russpartikeln
Dämmerungsfarben eines klaren Himmels: Lichtsstreuung an Luftmolekülen deren Größe kleiner ist als die der Wellenlänge des Lichts (Rayleigh Streuung), das blaue Licht wird stärker gestreut, die langwelligen Farbtöne zeigen uns in Horizontnähe das (manchmal fast vollständige) Farbspektrum. Natürlich auch dadurch bedingt, da das Licht in Horizontnähe einen viel weiteren Weg zurücklegen muss.
Was noch fehlt in dieser Auflistung ist der Gegensonnenbereich...der "Belt of Venus", ich nenn ihn lieber Widerschein oder auch Hauptdämmerungbogen. Hier greifen noch andere Kriterien mit ein die aber zu Deiner Fragestellung hier den Rahmen ein wenig sprengen würden und ich jetzt auch nicht näher drauf eingehe möchte.
Im übrigen wundert mich es, dass der Hauptdämmerungbogen sowie der Erdschattenbogen nicht fester Bestandteil sind bei den atmosphärischen Erscheinungen auf der HP, oder hab ichs übersehen.....Admin, Webmaster ??
Kurzum lieber Dennis: Abendrot und Morgenrot = Lichtstreuung an Wassertröpfchen der Wolken

(dazu gehört natürlich auch das Gegenabend - oder Morgenrot)
Sorry für das viele Bla bla
Grüße,
Micha