nach ganz langer Abstinenz (viele von Euch wissen warum), habe ich endlich wieder die Muse, den Tatendrang und auch vor allem die Kraft wieder näher auf physikalische Dinge einzugehen, die ich anhand von Versuchen näher bringen möchte.
Vor einigen Jahren baute ich das sogenannte "Spektrodrom" (s.u.) das den meisten sicherlich bekannt ist. Anhand dieser Apparatur lies sich das Farbspektrum an einem laminaren Wasserstrahl winkelgerecht auf einem Metallschirm abbilden. Besondere Aufmerksamkeit bekam es natürlich durch die Darstellung der höheren Regenbogenordnungen in Weißlicht. Mit entsprechend langer Belichtung und halbseitiger Abschattung war es möglich sogar die 5. und 6. Ordnung fest zu halten. Doch auch visuell war/ist die 3. und 4. Ordnung deutlich zu erkennen. Mit dem Einsatz eines Lasers hatte ich sogar schon die 14.Ordnung sichtbar gemacht.
Meine Vision bzw. Vorstellung war es aber keine spektrale Linie abzubilden, sondern eben das was in der Natur tatsächlich erzeugt wird; ein vollständiger Kreis. Schon damals hatte ich die Idee zum Globodrom, aber die Gesundheit machte mir einen Strich durch die Rechnung, dies ist (zumindest jetzt) Geschichte für mich und ich konzentriere mich auf das Hier und Jetzt und Heute!
Das Thema Regenbogen wird IMMER ein aktuelles, faszinierendes sowie interessantes sein. Es werden IMMER Fragen aufkommen bez. "wie, wo, wann, häääääh???" Deshalb denke ich wird dieses kleine "Labor" einige Fragen beantworten können und viel wichtiger; die Vorstellung wie ein Regenbogen "funktioniert" lässt sich so viel besser erklären und verstehen.
Genug der Worte, hier einige Daten über die Apparatur und was zukünftig geplant ist:
Das "Globodrom" ist nichts weiteres wie eine optische Bank, auf der sich eine gewisse Anzahl von Schlitten, Ständern, etc. montieren lässt. Der Hauptteil besteht aus einer sich öffnenden Halbkugel als Schirm, in die Licht durch eine Bohrung eintritt (ähnlich Spektrodrom). Die Lichtquellen sind austauschbar, es spielt also keine Rolle ob eine Weißlicht LED oder ein Laser zum Einsatz kommt. Ebenso ist das zu beleuchtende "Medium" austauschbar bzw. verstellbar. Hier können Glaskugeln, Wassertropfen oder auch eben Plexiglasstäbe verwendet werden. (bei Letzterem wird die Halbkugel durch einen flachen Schirm ersetzt).
Durch diese Aufbauweise ist es möglich unterschiedliche Pararmeter durchzuspielen und zu experimentieren.
Danke für die Aufmerksamkeit und die Geduld bis hier her gelesen zu haben. Zusammen mit Elmar werde ich versuchen das Thema an Schulen vorzustellen in der Hoffnung deren Interesse zu wecken
Euer Micha