Insofern erledigte ich so schnell wie möglich meine Arbeit und düste hoch. Halos gab es zwar erstmal nicht, dennoch schlug mein Herz beim Anblick dieser Traum-Winterlandschaft sofort höher.
Unten hatte sich eine Wolkendecke gebildet, von der immer mal wieder Wolken hochtrieben, mal nur einzelne, mal dicke Schwaden, welche den Gipfel kurzzeitig komplett einhüllten. Letztere brachten keine Eisnebelhalos, aber die einzelnen Fetzen zerfielen auf dem Gipfel in Kristalle, die immer wieder zu zartem Halogeglitzer führten. Es entstand kein Ring im eigentlichen Sinne, sondern diesen erhielt man, wenn das Gehirn nach einer Weile die Glitzerpunkte zum Halo verband. Aber es glitzerte überall, auch nahe des Erdbodens, insofern musste das Hirn erstmal die Halos herausfiltern (was keine Fotos wiedergeben können) .
Aber zunehmend wurde das Irisieren stärker als das Geglitzer, was erfahrungsgemäß das Ende aufgrund zu warmer Temperaturen bedeutet. So auch in diesem Fall.
Auf dem Fichtelberg wurde es dann zunehmend klar, deshalb fuhr ich nochmals auf den Keilberg, an dem noch ein paar Wolken klebten und erwischte auch dort noch ein bisschen Geglitzer mit mehr oBb:
Nachdem es auch dort langsam nachließ, fuhr ich wieder zum Fichtelberg zurück um dort im letzten Sonnenlicht noch einen schönen Spaziergang zu unternehmen. Ein paar Wolkenfetzen zogen kurz vor Sonnenuntergang nochmals hoch, aber diese brachten nur noch Wassertröpfchen und Schattenspiele.
Zum Sonnenuntergang zogen aus dem Westen und Nordwesten langsam die Vorboten der nahenden Front auf (mit schönen Virgawolken) und es gab zum Abschied noch eine Cirrusnebensonne
Nun bin ich gespannt, wann sich Klärchen das nächste Mal zeigt ... wahrscheinlich dann aber mit Tauwetter
LG Claudia