auf den letzten Drücker hat der November heute in Bochum einiges geboten.
Bereits am Vormittag war für längere Zeit der 22°-Ring schwach zu sehen. Gegen 13.10 Uhr (der Halo machte zu dieser Zeit gerade Pause) wollte ich eigentlich nur ein paar Altocumulus-undulatus-Wolken fotografieren, als sich plötzlich eine sehr helle linke Nebensonne bildete. Die nahm ich dann noch gleich mit aufs Bild:

Anscheinend hatte sich diese Nebensonne in Eiskristallen gebildet, die aus dem Cirrocumulus-Feld weiter oben ausfielen.
Hier das Ding noch mal herangezoomt:

Auf der rechten Seite der Sonne erschien kurz darauf der rechte Teil des 22°-Ringes wieder, zusammen mit der rechten Nebensonne. Und die wies einen lowitzbogenverdächtigen Knick auf:

Da der 22°-Ring immer heller wurde, ging ich mal nach draußen, um ihn ganz ablichten zu können. Da konnte ich Bäume vor die Sonne setzen, was auf dem Balkon nicht möglich war.
Als ich nach draußen kam, war der 22°-Ring aber schon wieder uninteressant geworden. Der Hammer des Monats war stattdessen die rechte Nebensonne

Die Nebensonne war so hell, daß ich einige Male ausprobierte, ob sie vielleicht Schatten warf. Tat sie aber dann doch nicht, obwohl sie heller wirkte als die richtige Sonne

Noch näher gezoomt, und trotzdem noch überbelichtet. Das Teil war so hell, für dieses Gerät sollte man eigentlich die Helligkeitsstufe 4 einführen

Ich sah noch eine ganze Weile bunte Flecken, als hätte ich direkt in die richtige Sonne gesehen
Zur selben Zeit, etwa 13.30 Uhr, waren auch noch ganz schwach der Obere Berührungsbogen und der ZZB zu sehen, beide allerdings nur mit Helligkeitsstufe 0.
Diese Erscheinungen sowie die Nebensonne verschwanden nach ein paar Minuten wieder; der 22°-Ring blieb noch eine weitere Stunde sichtbar.
Der Tag endete dann gegen 16.30 Uhr mit einem schönen Abendrot:

Grüße
Peter