Eik Beier hat geschrieben:In der Graphik wäre der Stern in der Richtung des kurzen orangenen Strichs zu sehen.
Wenn man sich nun als Stern die Sonne vorstellt, kann es ja physikalisch eigentlich nicht grundlegend anders sein als bei einem anderen Stern. Deshalb meine Vermutung: Wenn ich die Wolke in Deinem Bild wäre, würde ich (zumindest noch teilweise oder halbschattig) die Sonne sehen (oder vielleicht auch nur noch diffus angestrahlt werden). Egal, umgekehrt: ich werde angestrahlt (--> Dein Bild).
Hallo,
ich denke nicht, dass die Refraktion die Ursache ist. Das Licht des Sterns (hier der Sonne) trifft nahe des Bodens zwar aus einer anderen Richtung ein, als der Stern tatsächlich steht, verschiedene "Beobachter" (hier Wolken und Mensch) sehen sie aber näherungsweise in der selben. Auch der Erdschatten ist in keine andere Richtung orientiert.
Ich denke eher es liegt, wie Peter im ersten Post schon schrieb, an Mehrfachstreuung. Auch bei Alices Bild ist solch ein Effekt möglich. Die Cumuli unten und der obere Teil der Stratus werden diffus (gestreut) beleuchtet, während der untere Teil der Stratus mehr oder weniger von den Cumuli beschattet wird. Ein Erdschatten könnte hier auch "vorgetäuscht" sein(?)
Eik Beier hat geschrieben:
Ich hatte neulich mit Alexander Haußmann (Hallo Mei!) dasselbe Thema erörtert, als es darum ging, dass man den ZHB auf Berggipfeln nicht nur wegen der freien Sicht öfter sieht, sonder wegen der Höhe.
Hattet ihr auch darüber geredet, dass die Refraktion bei steileren Winkeln kleiner wird, sie also möglicherweise sogar nahezu vernachläsigbar ist, wenn die Sonne die für ZHBögen notwendige Höhe hat?
Grüße, Andreas