Hallo Zusammen,
so....ich hab mir nochmal ein paar Gedanken gemacht wie ich die Bogengeometrie besser in den Griff bekomme.
Den Wassertropfen habe ich nun nicht hängend, sondern auf der Kanüle sitzend positioniert. Dadurch ist die Kugelform zumindest bis zu einem Durchmesser von ca. 2mm relativ gewahrt. Größere Durchmesser stauchen den Tropfen zusammen, was wieder Verzerrungen der Kaustiken hervorruft. Diese Verzerrungen bleiben allerdings nicht ganz aus. Schon allein das "aufsitzen" auf der Kanüle bringt einige störende Begleiterscheinungen mit sich.
Neben den Verzerrungen erzeugt auch die Kanüle eine Art "Horizontalkreis", man denkt ihn sich einfach weg
Das Hauptproblem gerade bei der 3. und 4. Ordnung ist der "Zero order glow". Der komplett angeleuchtete Tropfen verschluckt einfach die beiden Ordnungen, was es wie schon erwähnt in der Natur schwierig macht diese beiden Ordnungen zu beobachten.
Im Versuch hat man aber die Möglichkeit mit ein paar Mogeleien das zu umgehen.
Zum einen habe ich ein Loch in die projezierende Fläche geschnitten, damit ein Großteil des aus dem Tropfen austretende Licht durchgelangen kann ohne eine reflektierende Wirkun zu haben. Trotzdem sieht man an der Langzeitbelichtungen einen hellen Lichtkreis ! Ohne dieses Loch wäre die Blendwirkung enorm und der tertiäre Bogen wäre nicht zu erkennen.
Des weiteren habe ich VOR dem Tropfen mit einer Bleistiftspitze das einfallende Licht in den Tropfen minimiert, eben auch aus dem Grund, damit nicht zuviel Licht in den Tropfen gelangt und somit auch weniger Streulicht dahinter erzeugt wird.
Bei den Rückstreuenden Bögen habe ich durch hin- und herschieben der Lichtquelle den Stoßparameter verändert, um deutlich zu machen wie sich Primär- und Sekundärbogen zueinander verhalten.
Dabei wurde dann die Ordnung sichtbar, die in Natur noch schwerer zu entdecken seien wird, als die 3. oder 4. Ordnung; die 6. Ordnung !
Sie befindet sich innerhalb des primären Bogens, d.h. genau in dem Bereich, in der sich die schönen Interferenzbögen bilden und auch eben in dem Bereich, in den sehr viel Licht hinein gestreut wird.
Durch die Methode den Stoßparameter zu verändern, "schneide" ich sozusagen diese 1. Ordnung aus. Die Austrittsrichtung (nicht der Winkel!) der 6. Ordnung ist nämlich auch die des Sekundärbogens, also der 2. Ordnung.
Bei meinem Versuch hat der Lichtkegel den Tropfen nahezu an der rechten Tropfenseite (aus Sicht der Lampe) gestreift.
Genug geplappert, die Experten entschuldigen bitte meine Versuchserklärungen, ich hoffe es ist in weiten Zügen alles korrekt, ich will hier ja keinen Müll verbreiten!
Hier 2 Bilder:
tertiärer Bogen
primär, sekundär, sextär (?)
Viele Grüße
Micha