wer hat den Mond geklaut?

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Bertram Radelow
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wer hat den Mond geklaut?

Beitrag von Bertram Radelow » 24. Nov 2011, 09:33

Noch eine Verzweiflung...

Nach meinem Mondrechner (der evtl. nach dem Mond geht :lol: ) sollte der Mond heute morgen noch 21 Std. vor Neumond sein - also als schmale Sichel ca. 10°-11° rechts von der Sonne sichtbar sein. Und da wir hier so eine fantastische Sonnenblende namens Jakobshorn haben, dachte ich, mache ich mal ein paar Bilder...

Bild 1: morgendliches Spektakel vor Sonnenaufgang
Bild 2: Übersicht direkt vor SA
Bild 3: SA

Aber weder mit dem Auge noch mit Bildbearbeitung (Lupe) habe ich auch nur einen Hauch von Sichel gesehen, auch nicht auf dem anderen Dutzend Bilder.

Ist der Mond 21 Std. vor Neumond nicht mehr beobachtbar?

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Hermann Koberger
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Beitrag von Hermann Koberger » 24. Nov 2011, 18:42

Hallo Bertram,

natürlich ist die Sichel normalerweise beobachtbar.
Nur steht der Mond heute bei Aufgang viel zu nahe bei der Sonne und zu Deinem Aufnahmezeitpunkt ist es bereits zu hell um die lichtschwache Mondsichel in der Umgebung der Sonne zu sehen oder zu fotografieren.

Ich find derzeit nicht mal das weisse helle runde Ding.
Heisst angeblich Sonne und ist angeblich irgendwo da weit draussen hinter dem Nebel.

Viele Grüsse
Hermann

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Bertram Radelow
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Beitrag von Bertram Radelow » 24. Nov 2011, 22:18

Hermann Koberger hat geschrieben:... bei Aufgang viel zu nahe...
So um die 10° ist doch nicht viel zu nahe??? Das ist so grob die Hälfte vom 22°-Halo?!? Aber in der Gegend ist auf meinen Aufnahmen nix zu sehen, selbst mit 4-facher Vergrösserung des "Negativs". Ist die Sichel so lichtschwach?

Bertram

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Hermann Koberger
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Beitrag von Hermann Koberger » 25. Nov 2011, 08:46

So um die 10° ist doch nicht viel zu nahe??? Das ist so grob die Hälfte vom 22°-Halo?!?
GENAU :D :D


Also, die Phase wo die schmale Mondsichel letztmals oder erstmals bei Neumond sichtbar ist nennt man Altlicht (vor Neumond) und Neulicht (nach Neumond)
Die Zeitdauer der Unsichtbarkeit dazwischen ist von einigen Faktoren abhängig ( Geografischer Standort, Anomalie des Mondes, Lage der Ekliptik, und so Sachen halt...)
Je nördlicher sich der Beobachter befindet, um so länger ist die Zeit. Am nördlichen 60. Breitengrad beträgt die Dauer bis zu ca 60 Std. vor und nach Neumond.
Der Mond befindet sich während der Unsichtbarkeit meist unter ca 12 ° Abstand zur Sonne.
Dies nur mal grobe Werte ...es gibt dafür Berechnungsformeln, wo man dies für den jeweiligen Standort berechnen kann.
Natürlich ist das Ganze dann auch noch ein wenig abhängig von den aktuellen atmosphärischen Bedingungen.

Schöne Grüsse
Hermann

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Bertram Radelow
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Beitrag von Bertram Radelow » 25. Nov 2011, 09:22

Danke! Wieder was gelernt... :)

Bertram

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Elmar Schmidt
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Beitrag von Elmar Schmidt » 25. Nov 2011, 19:17

Hallo Bertram,

um und unter 24 Std. nach oder vor Neumond muß einfach "alles" passen, so ähnlich wie hier:

http://www.astro-foren.de/showthread.php?t=8158 [genaue Daten des Fotos jedoch: 25,5 Std. / 14,7 Grad Phasenwinkel]

Engagierte "Sicheljäger" unter den Amaturastronomen schaffen es "mit fairen Mitteln" (Farbfotos am Abend- oder Morgenhimmel) bis runter auf 17-19 Stunden, entsprechend ca. 10-12 Grad Phasenwinkel je nach Ellipsenbahnpunkt), wobei die Rekorde noch etwas drunter liegen dürften, über die ich im einzelnen nicht mehr auf Stand bin.

Erübrigt hat sich dieser Wettstreit nämlich sowieso durch Taghimmelsfotos im nahen Infrarot, auf denen unser Begleiter ALS NEUMOND SELBST bis runter auf weniger als 5 Grad Phasenwinkel sichtbar gemacht wurde, obwohl das "theoretisch", gemäß der sog. Danjon-Grenze bei 7 Grad, gar nicht möglich (gewesen) sein sollte:

http://legault.perso.sfr.fr/new_moon_2010april14.html
http://www.astronomie-heute.de/artikel/958910
http://www.mondatlas.de/other/martinel/ ... _main.html

Gruß, Elmar

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Bertram Radelow
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Beitrag von Bertram Radelow » 25. Nov 2011, 22:41

Danke Elmar,

ich wusste noch gar nichts vom Wettrennen um den jüngsten/ältesten Mond. Wenn die Halos bis Februar ausbleiben, werde ich mal mitmachen - oder doch nicht, denn solche Monde sehe ich ja immer nur hoch über dem Horizont, und da ist naturgegeben (Sonne ebenfalls hoch am Himmel) die Himmelshelligkeit sehr hoch.

Aber trotzdem - eigentlich ein spannendes Thema.

Bertram

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Beitrag von Elmar Schmidt » 26. Nov 2011, 10:18

Hallo Bertram,

der jüngste Mond gilt in vielen Kulturen als Symbol der Wiedergeburt und ist kalendarisch vor allem den gläubigen Muslims wichtig, als Zeichen für den ersten Tag des traditionellen, neuen Monats.

http://www.staff.science.uu.nl/~gent011 ... lunvis.htm

Hier übrigens der "fast schon gestorbene" Vorläufermond am Tag Deines Fotoversuchs

http://lpod.wikispaces.com/November+26%2C+2011

Zum Fotozeitpunkt in Spanien (24.11.2011 06:20 UTC) war der Mond 24,2 Std. vor neu und stand beim Phasenwinkel 14,1 Grad. In der Schweiz hätten an dem Tag jeweils ca. eine Stunde und ein Grad mehr vorgelegen, aber das ist auch schon schwierig und nur an einem klaren Morgendämmerungshimmel machbar.

Gruß, Elmar

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Bertram Radelow
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UFF! Ich bin erleichtert!

Beitrag von Bertram Radelow » 27. Nov 2011, 16:18

er ist wieder da...

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