da ich morgen keine Zeit zum schreiben habe, liefere ich es heute schon ab, da es den Einen oder Anderen ja doch interesieren könnte.
Morgen vor einem Jahr machte ich die erste Aufnahme des tertiären Regenbogens.

Michael Theusner machte den Sack dann einen Monat später mit dem 4ten vorerst mal zu...
Im vergangenen Jahr machte ich mir viele Gedanken darüber, wie man diese Bögen besser sichtbar machen, oder in Versuchen darstellen kann.
Mittels Laserlicht habe ich mittlerweile die ersten 13 Ordnungen dingsfest gemacht. Doch dieses grüne Laserlicht geht mir mittlerweile auf den Zeiger.....Weißlicht mußte her.
Ein umgebauter Diaprojektor und ein Wassertropfen sollte genügen, um einige Ordnugen sichtbar zu machen. Ich war überrascht dass ich sogar mit einem Tropfen 10 Ordnungen festhalten konnte....

ABER: die Kaustiken, also die Bogenformen waren irgendwie....naja....grausslich. Mir hat das alles nicht gefallen, ich konnte mich noch so bemühen, aber einen Tropfen spärisch hin zu bekommen ist nicht so einfach.
Das nächste Problem das mir nicht gefiel war die Projektion. Ich hatte nur einen weißem Karton, also eine ebene Fläche. Demnach sind die Abbildungen alle verzerrt, also auch nicht gerade ästhetisch
Das war die Geburtsstunde meines "Spektrodroms". Einige "Sudelfeldaner" kennen es ja bereits. Zusammen mit Elmar Schmidt habe ich es auch auf der diesjährigen Didaktiktagung in Mainz vorgestellt.
Ich machte mir einen Metallring mit 2 Öffnungen, in eine fällt Licht ein und genügend Streulicht in der gegenüberliegenden wieder aus.
Exakt in der Mitte befindet sich ein durchlaufender feiner Wasserstrahl, der wie eine Art Zylinder wirken soll, anstatt einer Kugel (Tropfen).
Der Nachteil: Ich bekomme keine Bogenformen sondern Spektrallinien.
Der Vorteil: Ich kann den Strahl besser beleuchten und kann somit simultan und Winkelrichtig (!) die einzelnen Ordnungen darstellen.
Auf dem folgenden Bild fällt das Licht von links ins Spektrodrom ein und trifft den Wasserstahl in der Mitte.
Die Rückstreuenden Ordnungen 1. und 2. sowie die Vorwärtsstreuenden Ordnungen 3. und 4. werden sichtbar.

Durch ein kleines Missgeschick beim Aufbau (Elmar Du bist still !!
Farbkontrast stark erhöht.

Man erkennt (mehr oder weniger) die nahtlosen Übergang der 2. Ordnung in die 5. Ordnung. Wie schon vorrausgesagt kann unter realen Bedingungen nur der Grüne Anteil beobachtet werden. Der Rote Anteil wird vom sekundären verschluckt. Ebenso die 6. Ordnung, die innerhalb des primären Bogens vollkommen untergehen würde. Ganz, ganz schwach kann man die jeweils gleichen Farbfolgen 1+5 sowie 2+6 erkennen.
So.....genug der Worte. Versuche gehen nach wie vor weiter, ebenso die Jagd auf 3,4,5......usw.
Übrigens habe ich in den letzten 3 Wochen 6 (!) mal die Bedingungen für den tertiären, Bilder sind aber noch unberührt auf dem Rechner.
Viele Grüße,
Micha
