Schöne Mammatus am 13.07.02 *PIC*

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Wolfgang (Chemnitz)

Schöne Mammatus am 13.07.02 *PIC*

Beitrag von Wolfgang (Chemnitz) » 18. Jul 2002, 15:37


Wiebke Fock, Bielefeld

Frage dazu

Beitrag von Wiebke Fock, Bielefeld » 18. Jul 2002, 16:32

Welche "Arten" von Mammatus werden eigentlich unterschieden?
Ich habe mal etwas von wellenförmigen Mammatus gehört.
Soweit ich weiß, werden Mammatus auch nach der Höhe unterschieden (altocumulus mammatus und cumulonimbus mammatus), ist das so richtig?

Danke für eine Antwort

Grüße
Wiebke


Claudia (Chemnitz)

Re: Frage dazu *PIC*

Beitrag von Claudia (Chemnitz) » 18. Jul 2002, 16:53

Hallo Wiebke,

Mammatus tritt im mittleren und hohen Wolkenniveau auf,
also in einer Höhe von 3 bis 10 Kilometern, ihre Ausdehnung reicht von wenigen Dekametern bis hin zu einigen hundert Metern. Fast immer entstehen die Wolkenbeutel in Verbindung mit Gewittern, wobei sie unter dem sogenannten "Amboss" der Gewitterwolken sichtbar werden. Man sieht sie deshalb relativ häufig vor oder nach Schauern und Gewittern.

Mammatus entsteht vornehmlich also vornehmlich an der Unterseite von Cumulonimben, die sich im mittleren und oberen Wolkenstockwerk befinden. Die Temperatur erreicht hier oft Werte von -20 bis -50 Grad Celsius, so dass die Wolken aus Eiskristallen und unterkühlten
Wassertröpfchen bestehen. Ist der Nachschub an Feuchte groß
genug, wachsen in der Wolke größere Niederschlagspartikel, die schließlich als Schnee oder Graupel aus der Wolke fallen. Unter den Wolken zeigen sich dann graue oder weiße Niederschlagsvorhänge, die sogenannten "Fallstreifen".

Das weitere Erscheinungsbild dieser Fallstreifen hängt nun
wesentlich von der relativen Feuchte der unter Wolke befindlichen
Luft ab: Angenommen, die unterhalb der Wolke befindliche Luft ist
relativ feucht, dann wird der aus der Wolke fallende Niederschlag folglich nur langsam verdunsten. Die dabei entstehende Verdunstungskälte ist gering, so dass sich die durchfallene
Luftschicht nur wenig abkühlt. Je nach Intensität des
Niederschlags erreichen die Fallstreifen den Boden oder verdunsten vorher vollständig.

Wenn sich dagegen unterhalb der Wolke eine Schicht mit relativ trockener Luft befindet, dann verdunstet der fallende Niederschlag schneller und kühlt die durchfallene Luft stärker ab. Da kalte Luft eine höhere Dichte als warme Luft besitzt, beginnt sie nach unten zu sinken, und es entsteht eine Kaltluftblase, die zusammen mit
dem Niederschlag nach unten fällt. Die durch den nach unten zunehmenden Luftdruck verursachte Erwärmung der Luftblase wird durch weiteres Verdunsten des Niederschlags kompensiert, so dass die jeweilige Feuchttemperatur angenommen wird. Durch Reibung und Erwärmung wird jedoch der untere Teil der Kaltluftblase relativ
zur nachströmenden Luft abgebremst, so dass die von oben kommende Luft an die Unterseite der Kaltluftblase gelangt. Die nun von dort verdrängte Luft strömt am Rande der Kaltluftblase nach oben und verquirlt dabei. Es entsteht ein nach unten wachsender Kaltlufttropfen, der durch kondensierende Feuchtigkeit und enthaltenden Niederschlag sichtbar wird, die Mammatuswolke.

In seltenen Fällen kann man Mammatus auch an nicht Cb-bedingten hohen Wolken beobachten, aber auch dann sind die entsprechenden Wolken meist Reste eines in sich zusammenfallenden Niederschlagsgebietes. Hab irgendwo so ein Foto und kann es bei Bedarf gerne mal einscannen.

Viele Grüße
Claudia


Wiebke Fock, Bielefeld

Vielen Dank! *o.T.*

Beitrag von Wiebke Fock, Bielefeld » 18. Jul 2002, 17:38

Vielen Dank! *o.T.*

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