Toller Reifhalo nach Sonnenaufgang

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Karl Kaiser

Toller Reifhalo nach Sonnenaufgang

Beitrag von Karl Kaiser » 7. Nov 2002, 06:53

Allen einen schönen guten Morgen!

Heute ist es endlich so weit, dass sich der 1. Reifhalo auf den Wiesen zeigt. Bei wolkenlosem Wetter und Temperatur von -6,2° C in Schlägl zeigt sich der 22°-Ring in schöner Deutlichkeit als Parabel. Es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn die Einzelerscheinung auf den Wiesen der eigenen Bwegung folgt, er wandert mit.

Noch einen schönen Tag (das Wetter soll sich angeblich auch bei uns im Laufe des Tages verschlechtern) und beste Grüße vom Arbeitsplatz in Rohrbach von

Karl

Anita Raute

Re: Toller Reifhalo nach Sonnenaufgang

Beitrag von Anita Raute » 7. Nov 2002, 15:02

Hallo Karl

Schön, so ein Erlebnis! Auch bei uns hier herrlicher Reif auf den Wiesen und strahlend blauer Himmel. Leider rief die Arbeit.
Zum Reifhalo bzw. Schneedeckenhalo hätte ich einige Fragen. Wie hoch muß die Sonne stehen um ihn sehen zu können? Und wie lange kann man ihn beobachten? Spielt die Größe der Wiese eine Rolle? Mit einem Scheedeckenhalo werde ich sicher wenig Glück haben.( Leider ist hier zu selten Schnee und noch dazu Sonne). Jedoch mit einem Reifhalo müßte es mal klappen.

viele Grüße aus dem nun wieder bedecktem Leipzig

Anita

> Heute ist es endlich so weit, dass sich der 1. Reifhalo auf den
> Wiesen zeigt. Bei wolkenlosem Wetter und Temperatur von -6,2° C
> in Schlägl zeigt sich der 22°-Ring in schöner Deutlichkeit als
> Parabel. Es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn die
> Einzelerscheinung auf den Wiesen der eigenen Bwegung folgt, er
> wandert mit.

> Noch einen schönen Tag (das Wetter soll sich angeblich auch bei
> uns im Laufe des Tages verschlechtern) und beste Grüße vom
> Arbeitsplatz in Rohrbach von

> Karl

Karl Kaiser

Zur Sichtbarkeit von Reifhalos

Beitrag von Karl Kaiser » 8. Nov 2002, 09:27

Liebe Anita!

Danke für deine Antwort. Der 22°-Ring lässt sich bei entsprechenden Bedingungen schon unmittelbar nach Sonnenaufgang beobachten und das untere Bogenstück ist dann oft nur wenige Meter von einem entfernt. Geht man in die Hocke, dann ist es fast zum Greifen nahe. Mit steigender Höhe der Sonne entfernt sich natürlich der untere Teil vom Beobachter und ab einer Sonnenhöhe von 22° lässt er sich auf ebenen Flächen nicht mehr sehen. Anders liegen die Verhältnisse, wenn der Hang geneigt ist, wenn er zur Sonne hin ansteigt. Jetzt schneidet der Ring im unteren Bereich abermals den Horizont und er ist wieder zu finden, möglicherweise auch beim Sonnenstand von deutlich mehr als 22°. Im Normalfall sind nur die unteren Segmente g-h-a deutlich zu sehen. Die Helligkeit schwankt von gerade noch sichtbar bis zu recht auffällig, natürlich auch nur für den, der die Erscheinung kennt und den Blick dafür hat. Über die Dauer der Reifhalos: Bei kalten Bedingungen im Winter ist es durchaus möglich, mehrere Tage hindurch den Ring zu sehen.
Ist der 22°-Ring zu finden, dann könnte auch ein Teilstück des 46°-Ringes dabei sein. Bei letzterem muss man darauf achten, ihn nicht zu zertreten!  Die Sichtbarkeit des 22°-Ringes hat nicht unbedingt den 46°-Ring zur Folge und umgekehrt.
Eine Hilfe, die Haloerscheinung im Reif zu sehen, ist es, bewusst die Wiese mit defokussierten Augen zu überblicken. Dabei werden die Farbpunkte deutlicher, weil größer, in Erscheinung treten. Versuch es auch einmal mit einem Feldstecher und stelle das Bild unscharf!
Die Größe der Wiese ist unbedeutend. Gelegentlich habe ich nur den untersten Teil des kleinen Ringes ausschnittsweise gesehen, die Sonne schien eben nur zwischen 2 Häusern oder Bäumen durch. Meiner Erfahrung nach ist die Deutlichkeit am besten, wenn die Wiese kurz geschoren ist, wenn die Eiskristalle in etwa auf gleicher Höhe liegen. Liegt Reif, dann heißt das aber noch lange nicht, dass auch wirklich der Ring zu finden ist. Ich würde das mit den Wolken vergleichen: Nicht jeder Cirrus bringt Halos!

Ich wünsche dir, dass du demnächst erfolgreich bist, der Winter hat ja noch nicht einmal angefangen!
Beste Grüße aus dem heute schnee-regnerischen Schlägl

Karl

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