Hallo!
Im September dieses Jahres ist es mir gelungen, von einem nächtlichen Gewitter bei Helgoland ein paar Aufnahmen, von der der Insel vorgelagerten Badeinsel "Düne" aus , zu gewinnen.
Die meisten Bilder sehen folgendermaßen aus:
Ich hatte einen 100 ASA Film in der Kamera und die Blende auf 8 bei einem 24 mm Objektiv. War außerhalb des eingestellten Ausschnittes mal ein Blitz, habe ich schnell den Verschluß wieder zugemacht und weitertransportiert. Wie die Bilder zeigen, hätte ich da wohl gar nicht so zimperlich sein brauchen. Ein außerhalb des Bildfeldes erscheinender Blitz hat keine Auswirkungen auf die Helligkeit gehabt. Trotzdem ist es mir lieber so, als eine eventuelle Überbelichtung, das wäre eher ärgerlich.
Nun aber auch mal ein paar Blitze:
Hier nun ein Paar Blitze:
Merkwürdig, mit diesem Doppelschlag war das Gewitter sozusagen schlagartig vorbei. Nur noch in großer Entfernung konnte man Blitze sehen und Donnergrollen hören.
Anmerkung: Es hat während dieses Gewitters kein Blitz auf der Insel eingeschlagen. Die von mir fotografisch festgehaltenen Blitze gingen ca. 1km südwestlich der Insel ins Meer. Auffallend ist, das die Blitze bevorzugt in der Gegend ins Wasser fahren, an der ich sie auch fotografiert habe. Die Helgoländer haben für sowas immer gleich eine Story parat: Es soll dort ein U-Boot aus dem 1. Weltkrieg auf Grund liegen und mit seiner Masse Stahl und vor allen Dingen mit seinen Batterien die Blitze anziehen. Na, ich weiß ja nicht. Es ist mir aber bekannt, das bei Helgoland erst vor ein oder zwei Jahren von Wracktauchern ein Uboot (U14?) entdeckt wurde. Die Position wird allerdings geheim gehalten. Ich hatte auch eine Internetseite darüber gefunden, die Adresse ist mir aber entfallen. Wer Interesse hat, kann es über eine Suchmaschine versuchen. Uboot +Helgoland eingeben. So hatte ich es damals auch gefunden.
Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit und verbleibe mit
Grüße aus Münster
Thorsten
September - Gewitter auf Helgoland
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Eugen Kamenew
Re: September - Gewitter auf Helgoland
Hallo Thorsten!
Gewitter ist mein Spezial- bzw Lieblingsgebiet. Leider gibt es jährlich nur etwa 5 Gewitternächte in meiner Gegend (Ba-Wü), was natürlich für die Blitzfotografie notwendig ist. Ich sammle jegliche Information über das Gewitter, die ich nur bekommen kann. Mit Deinem Beitrag bin ich reicher geworden!
>Wie die Bilder zeigen, hätte ich da wohl gar nicht so zimperlich sein brauchen. Ein außerhalb des Bildfeldes erscheinender Blitz hat keine Auswirkungen auf die Helligkeit gehabt.
Hängt natürlich sehr stark von der Konfiguration des Blitzes ab. Ich kann mich erinnern, dass bei Bl. 5,6 100ASA und f=28mm bereits nach 5 Min. alles ausgeleuchtet war. Allerdings waren das Flächenblitze, die den gesamten Himmel erhellt haben.
Das mit dem U-Boot ist schon interessant, aber ich denke die Blitze werden davon nicht besonders beeindruckt sein. In diesem Sommer war ich in Italien. Da gab es auch zwei Gewitternächte direkt über dem Mittelmeer. Die Wasserblitze haben auch dauernd in eine Stelle eingeschlagen. Das waren sehr lokale Gewitterformen. Fotografiert habe ich leider nicht, weil meine Lithiumbatterie den Dienst in so einem wichtigen Moment verweigert hatte! Ich habe aus dieser bitteren Geschichte nur eins gelernt: doppelte Absicherung schaden nie! Auf Video aber habe ich den stummen Gewitter komplett aufgenommen.
Im September ist in meiner Gegend mit der Gewitteraktivität schon längst vorüber. Auf dem Wasser ist es natürlich im Herbst ganz anders, als auf dem Land. Die warmen Wassermassen, die mit genügen Feuchtigkeit gesättigt sind kollidieren mit den ersten herbstlichen Vorboten des Kaltzuges. Vielleicht ist es auch die Erklärung dafür, dass kein ein einziger Blitz bei Deinem Gewitter in den Boden schlug.
>Merkwürdig, mit diesem Doppelschlag war das Gewitter sozusagen schlagartig vorbei. Nur noch in großer Entfernung konnte man Blitze sehen und Donnergrollen hören.
Eine super starke Entladung wird durch die Lichtintensität des linken Blitzes und auch das doppelte Auftreten verraten. Dadurch haben sich die Ladungsdifferenzen Wolke-Boden ziemlich ausgeglichen.
Kracht es auch im Spätherbst?
Das Thema ist aber so spannend und Strom geladen, dass man nie zu Ende kommt. Deswegen mache ich hier ein Punkt.
Fazit: Sehr interessanter Bericht und tolle Bilder!!!
Eugen
Gewitter ist mein Spezial- bzw Lieblingsgebiet. Leider gibt es jährlich nur etwa 5 Gewitternächte in meiner Gegend (Ba-Wü), was natürlich für die Blitzfotografie notwendig ist. Ich sammle jegliche Information über das Gewitter, die ich nur bekommen kann. Mit Deinem Beitrag bin ich reicher geworden!
>Wie die Bilder zeigen, hätte ich da wohl gar nicht so zimperlich sein brauchen. Ein außerhalb des Bildfeldes erscheinender Blitz hat keine Auswirkungen auf die Helligkeit gehabt.
Hängt natürlich sehr stark von der Konfiguration des Blitzes ab. Ich kann mich erinnern, dass bei Bl. 5,6 100ASA und f=28mm bereits nach 5 Min. alles ausgeleuchtet war. Allerdings waren das Flächenblitze, die den gesamten Himmel erhellt haben.
Das mit dem U-Boot ist schon interessant, aber ich denke die Blitze werden davon nicht besonders beeindruckt sein. In diesem Sommer war ich in Italien. Da gab es auch zwei Gewitternächte direkt über dem Mittelmeer. Die Wasserblitze haben auch dauernd in eine Stelle eingeschlagen. Das waren sehr lokale Gewitterformen. Fotografiert habe ich leider nicht, weil meine Lithiumbatterie den Dienst in so einem wichtigen Moment verweigert hatte! Ich habe aus dieser bitteren Geschichte nur eins gelernt: doppelte Absicherung schaden nie! Auf Video aber habe ich den stummen Gewitter komplett aufgenommen.
Im September ist in meiner Gegend mit der Gewitteraktivität schon längst vorüber. Auf dem Wasser ist es natürlich im Herbst ganz anders, als auf dem Land. Die warmen Wassermassen, die mit genügen Feuchtigkeit gesättigt sind kollidieren mit den ersten herbstlichen Vorboten des Kaltzuges. Vielleicht ist es auch die Erklärung dafür, dass kein ein einziger Blitz bei Deinem Gewitter in den Boden schlug.
>Merkwürdig, mit diesem Doppelschlag war das Gewitter sozusagen schlagartig vorbei. Nur noch in großer Entfernung konnte man Blitze sehen und Donnergrollen hören.
Eine super starke Entladung wird durch die Lichtintensität des linken Blitzes und auch das doppelte Auftreten verraten. Dadurch haben sich die Ladungsdifferenzen Wolke-Boden ziemlich ausgeglichen.
Kracht es auch im Spätherbst?
Das Thema ist aber so spannend und Strom geladen, dass man nie zu Ende kommt. Deswegen mache ich hier ein Punkt.
Fazit: Sehr interessanter Bericht und tolle Bilder!!!
Eugen
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Sven Lüke
Wenn Dich Gewitter interessieren, dann schau mal hier:
Neben APAVA 2 ist das hier das zweite große Projekt, an dem ich zur Zeit arbeite:
http://www.wetter-zentrale.de/cgi-bin/w ... ead=238392
cu, Sven
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