Meteoriten Schweiffrage

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Ulrike Haug

Meteoriten Schweiffrage

Beitrag von Ulrike Haug » 21. Nov 2002, 20:06

Ihr erzaehlt von den verschiedenen Farben, die diese Meteore hinterlassen, wenn die in die Erdatmosphaere eintreten und vergluehen. Es sieht ja schoen aus auf den Bildern, die schon eingeschickt sind.

Woher entstehen die verschiedenen Farben der Meteore, die Ihr auf den Filmen so gut abgelichtet habt?

Glueckwunsch zu den PL Sichtungen in Deutschland. Welch eine Festwoche, Hauptgericht Leoniden und PL zum Nachtisch.

Danke und Gruesse. Ulrike

Gunnar Glitscher

Re: Meteoriten Schweiffrage

Beitrag von Gunnar Glitscher » 21. Nov 2002, 23:02

Hallo Ulrike,

die Farben entsprechen bestimmten Lichtwellenlängen und diese wiederum
liegen umso höher, je energiereicher der lichtaussendende Prozess abläuft. Den größten Teil seiner Bewegungsenergie verliert ein mit der Erdatmosphäre kollidierender Mikrometeorit auf dem ersten Teil seiner Leuchtspur. Der Zusammenstoß mit den im Flugweg liegenden Atmosphärenmoleküle und -atome führt zu einer explosionsartigen Aufheizung der Gase im Eintrittskanal, die Luft verwandelt sich in ein elektrisch geladenes Plasma und dieses leuchtet auf, anfangs bläulich oder grün (viel Energie, da Leonidenteilchen noch sehr schnell), dann orange bis rot (weniger Energie, da Teilchen schon abgebremst). Dass die Farben im Verlauf der Bahnspur gerade bei den Leoniden so ausgeprägt sind, hängt mit ihrer überdurchnittlichen Eintrittsgeschwindigkeit von über 70 km/sec zusammen. Etwas langsamere Sternschnuppen, z.B. die Perseiden, kollidieren weniger heftig mit der Hochatmosphäre, die Blau- und Grüntöne fehlen oder sind weniger ausgeprägt. Komplizierter liegen die Dinge bei den lange nachleuchtenden 'Rauchfahnen' von Feuerkugeln. Hier soll es sich um um Lichtemissionen auf Grund chemischer Reaktionen auf den Trümmerresten der Sternschnuppenteilchen handeln.

Gruß,
Gunnar

> Ihr erzaehlt von den verschiedenen Farben, die diese Meteore
> hinterlassen, wenn die in die Erdatmosphaere eintreten und
> vergluehen. Es sieht ja schoen aus auf den Bildern, die schon
> eingeschickt sind.

> Woher entstehen die verschiedenen Farben der Meteore, die Ihr
> auf den Filmen so gut abgelichtet habt?

> Glueckwunsch zu den PL Sichtungen in Deutschland. Welch eine
> Festwoche, Hauptgericht Leoniden und PL zum Nachtisch.

> Danke und Gruesse. Ulrike

Gunnar Glitscher

Re: Meteoriten Schweiffrage

Beitrag von Gunnar Glitscher » 21. Nov 2002, 23:11

Weil's gerade mißverständlich formuliert war: Die Lichtwellenlängen sind kürzer, bzw. die Lichtfrequenzen (ebenfalls ein Maß für die Farbe) liegen höher,....

Gruß,
Gunnar

> Hallo Ulrike,

> die Farben entsprechen bestimmten Lichtwellenlängen und diese
> wiederum
> liegen umso höher, je energiereicher der lichtaussendende
> Prozess abläuft. Den größten Teil seiner Bewegungsenergie
> verliert ein mit der Erdatmosphäre kollidierender Mikrometeorit
> auf dem ersten Teil seiner Leuchtspur. Der Zusammenstoß mit den
> im Flugweg liegenden Atmosphärenmoleküle und -atome führt zu
> einer explosionsartigen Aufheizung der Gase im Eintrittskanal,
> die Luft verwandelt sich in ein elektrisch geladenes Plasma und
> dieses leuchtet auf, anfangs bläulich oder grün (viel Energie,
> da Leonidenteilchen noch sehr schnell), dann orange bis rot
> (weniger Energie, da Teilchen schon abgebremst). Dass die Farben
> im Verlauf der Bahnspur gerade bei den Leoniden so ausgeprägt
> sind, hängt mit ihrer überdurchnittlichen
> Eintrittsgeschwindigkeit von über 70 km/sec zusammen. Etwas
> langsamere Sternschnuppen, z.B. die Perseiden, kollidieren
> weniger heftig mit der Hochatmosphäre, die Blau- und Grüntöne
> fehlen oder sind weniger ausgeprägt. Komplizierter liegen die
> Dinge bei den lange nachleuchtenden 'Rauchfahnen' von
> Feuerkugeln. Hier soll es sich um um Lichtemissionen auf Grund
> chemischer Reaktionen auf den Trümmerresten der
> Sternschnuppenteilchen handeln.

> Gruß,
> Gunnar

Ulrich Rieth

Ist der gleiche Prozess wie beim Polarlicht...

Beitrag von Ulrich Rieth » 22. Nov 2002, 11:05

...nur, dass hier die anregenden Teilchen eben Staubkörner und keine Elektronen sind.
Die Farben sind daher auch grün (557.7nm) und rot (630nm).
Gruß

Ulrich

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