Frage zu PL von gestern

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Wiebke Fock, Bielefeld

Frage zu PL von gestern

Beitrag von Wiebke Fock, Bielefeld » 8. Sep 2002, 12:14

Ist das Polarlicht von gestern als eher schwach einzustufen oder war es schon helles Polarlicht?

Mit welchem der Polarlichter ab 2000 war es (was die Helligkeit betrifft) vergleichbar?

Ich frage, damit ich mir eine Vorstellung davon machen kann, wie hell Polarlicht bei uns werden kann.

Grüße und Danke
Wiebke

P.S.: Blöd, ich weiß nicht, ob ich gestern nun mein 1. PL gesehen habe oder nicht;
würde aber sagen mit 90% Wahrscheinlichkeit ja

stefanSLS

Re: Frage zu PL von gestern

Beitrag von stefanSLS » 8. Sep 2002, 12:24

Hallo Wiebke,
ich empfand das PL von gestern als recht schwach. Visuell konnte ich nix sehen, aber die Fotos von 1945UT zeigen eindeutig PL!
Das Pl vom 31.03.01 war da schon viel heller- erst recht der Ausbruch um 2230UT.

Grüsse

Stefan

Ulrich Rieth

Für mich war es das dritt Schwächste...

Beitrag von Ulrich Rieth » 8. Sep 2002, 14:24

...was aber auch mit den örtlichen Gegebenheiten (Mainz im Norden und viel Dunst) zu tun hat.
Das schwächste bisher war der 12.Oktober 2001 (morgens), als ich nur eine etwas helle Lichtpyramide über einer Nebelbank sehen konnte, die dann tatsächlich PL war.
Ein etwa gleich starkes PL wie gestern, aber unter Vollmond, gab es am 06.11.2000 (nicht das 2001er).
Das hatte ich im Hunsrück unter eben Vollmondhimmel aber in glasklaren Wolkenlücken erwischt.
Insgesamt würde ich das Ereignis von gestern wie folgt einstufen:

an dunklen und klaren Beobachtungsorten - einfach und klar zu erkennen

an hellen Orten oder bei Schleierbewölkung nur für Beobachter sichtbar, die schon einmal schwaches Polarlicht gesehen haben und wissen, worauf man achten muss.

für Beobachter sichtbar, die eine hohe Rotempfindlichkeit ihrer Augen haben (also Dieter Raith oder ich oder wer sonst noch?).

Zusammenfassend vielleicht noch soviel, wer unter 8/8 Wolken saß, hat nicht großartiges verpasst. Genausowenig der, der in einer hellen Umgebung durch Streulicht geblendet das PL nicht sehen konnte.
Nichtsdestotrotz sind wohl alle Beobachter die sich an dunklen klaren Orten aufgehalten haben, völlig zurecht begeistert.
Gruß

Ulrich

PS.: Ich hoffe auf baldige Wiederholung unter besserem Himmel.

Klaus (Rottal/Niederbayern)

Re: Frage zu PL von gestern

Beitrag von Klaus (Rottal/Niederbayern) » 8. Sep 2002, 21:00

> Ist das Polarlicht von gestern als eher schwach einzustufen oder
> war es schon helles Polarlicht?

Hallo Wiebke,

ich hatte gestern einen sehr dunklen Himmel und hätte das PL fast nicht erkannt. Erst als ich die ersten Bilder der Digitalkamera sah, wuste ich wo ich auf was achten muss, dann habe ich es auch so gesehen. Ich möchte also auch behaupten das es sehr schwach war.

Ciao Klaus

Thomas Payer

Würde es etwa mit 6.11.2000 vergleichen

Beitrag von Thomas Payer » 9. Sep 2002, 01:59

wenn ich die einigermaßen vergleichen könnte:

6.1.2000 habe ich unter Essener Großstadthimmel gesehen und es war Mond. Dafür war der Himmel die ganze Zeit lang klar. Das PL gestern habe ich unter recht dunklem Himmel auf der Sternwarte in Drebach im Erzgebirge beobachtet und kein Mond störte. Allerdings hatte ich einige Zeit lang diesen elenden Stratocumulus im Norden hängen, der die Beobachtung deutlich eingeschränkt hat.

Aber das, was ich gesehen habe, war in beiden Fällen vergleichbar.

Gruß,
Thomas

Ulrich Rieth

Revision der Helligkeitsangabe

Beitrag von Ulrich Rieth » 9. Sep 2002, 12:33

Hallo!

Ich habe jetzt meinen entwickelten Diafilm vorliegen.
Was er zeigt oder nicht zeigt, kann ich noch nicht genau sagen.
Dazu muss ich ihn erstmal rahmen und im Projektor ansehen.
Das, was möglicherweise ein Polarlicht ist, ist definitiv deutlich schwächer als am 06.11.2000 (nicht zweitausendeins).
Damit hatte ich nur am 12.10.2001 eine Beobachtung von noch schwächerem PL bei erheblich besseren Bedingungen.
Denn was ich jetzt auf den Dias erkennen kann, sind ca. 7.5/8 dünne Wolken.
Nachher gibt es dann einen weiteren Bericht inkl. der Bilder.
Gruß

Ulrich

PS.: Damit muss ich auf jeden Fall jegliche Helligkeitsschätzung von allen Magnetometerausschlägen abkoppeln. Es ist zwar bei bestimmten Magnetometer-Werten sicher, dass man Polarlicht sehen kann, aber es ist noch lange nicht sicher, dass es ab einem bestimmten Wert auch wirklich hell ist.

Ulrich Rieth

...endgültige Rückstufung nach ganz unten!

Beitrag von Ulrich Rieth » 9. Sep 2002, 17:15

Hallo!

Nach den extrem ernüchternden "Bild-Andeutungen", Beweis ist hier keinesfalls angebracht, stufe ich das Polarlicht vom Samstag weiter zurück.
Es war das mit Abstand schwächste Nordlicht, dass es bis nach Mainz geschafft hat.
Die Himmelsaufhellung auf den Bildern ist zwar extrem, aber selbst in klaren Lücken zwischen Wolken und Dunst ist das rot soooo schwach, dass ich mir ohne Zeitabgleich mit anderen Sichtungen noch nichtmal mehr sicher wäre, dass es überhaupt Polarlicht ist.
Wenn ich es schaffe aus diesem miesen Rohmaterial noch was rauszuholen, kommen die Bild-Andeutungen gleich online.
Gruß

Ulrich

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