Frage zu rosa Polarlicht
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Katja Gottschewski
Frage zu rosa Polarlicht
Hallo,
jetzt habe ich innerhalb weniger Tage zweimal kraeftiges rosa Polarlicht gesehen, etwas, was ich vorher erst ein einziges Mal gesehen habe. Schmale rosa Unterkanten habe ich schon ziemlich oft gesehen, aber die waren in den letzten Tagen auch besonders haeufig und traten auch an nicht extrem hellen Baendern auf. Wie kommt das rosa Polarlicht eigentlich zustande, und gibt es irgendeinen Grund, warum es zur Zeit haeufiger zu sein scheint?
Katja
jetzt habe ich innerhalb weniger Tage zweimal kraeftiges rosa Polarlicht gesehen, etwas, was ich vorher erst ein einziges Mal gesehen habe. Schmale rosa Unterkanten habe ich schon ziemlich oft gesehen, aber die waren in den letzten Tagen auch besonders haeufig und traten auch an nicht extrem hellen Baendern auf. Wie kommt das rosa Polarlicht eigentlich zustande, und gibt es irgendeinen Grund, warum es zur Zeit haeufiger zu sein scheint?
Katja
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Peter Broich
Keine Ahnung! Würde mich auch interessieren.*oT*
Keine Ahnung! Würde mich auch interessieren.*oT*
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Ulrike Haug
Re: Frage zu rosa Polarlicht
Hallo Katja,
Wie
> kommt das rosa Polarlicht eigentlich zustande, und gibt es
> irgendeinen Grund, warum es zur Zeit haeufiger zu sein scheint?
Soweit ich informiert bin, kommt die rosa Unterkante durch Stickstoff statt dem Sauerstoff, der fuer das gruene Leuchten verantwortlich ist. Die Unterkante der Lichter dringt meist nur bis 60 Meilen (100 km) Hoehe in unsere Atmosphaere ein. Der Stickstoff soll angeblich knapp darunter liegen.
Ich beobachtete dieses crimson-pink besonder waehrend starker Aktivitaet, wenn die Vorhaenge mit grosser Geschwindigkeit ueber den Himmel jagen. Kurz danach hat sich der "Sturm" ausgetobt und die Lichter werden schwach.
Vielleicht kann Ulrich Dir eine bessere Erklaerung geben.
Gruss, Ulrike
Wie
> kommt das rosa Polarlicht eigentlich zustande, und gibt es
> irgendeinen Grund, warum es zur Zeit haeufiger zu sein scheint?
Soweit ich informiert bin, kommt die rosa Unterkante durch Stickstoff statt dem Sauerstoff, der fuer das gruene Leuchten verantwortlich ist. Die Unterkante der Lichter dringt meist nur bis 60 Meilen (100 km) Hoehe in unsere Atmosphaere ein. Der Stickstoff soll angeblich knapp darunter liegen.
Ich beobachtete dieses crimson-pink besonder waehrend starker Aktivitaet, wenn die Vorhaenge mit grosser Geschwindigkeit ueber den Himmel jagen. Kurz danach hat sich der "Sturm" ausgetobt und die Lichter werden schwach.
Vielleicht kann Ulrich Dir eine bessere Erklaerung geben.
Gruss, Ulrike
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Peter Schack
Re: Frage zu rosa Polarlicht
> Hallo,
> jetzt habe ich innerhalb weniger Tage zweimal kraeftiges rosa
> Polarlicht gesehen, etwas, was ich vorher erst ein einziges Mal
> gesehen habe. Schmale rosa Unterkanten habe ich schon ziemlich
> oft gesehen, aber die waren in den letzten Tagen auch besonders
> haeufig und traten auch an nicht extrem hellen Baendern auf. Wie
> kommt das rosa Polarlicht eigentlich zustande, und gibt es
> irgendeinen Grund, warum es zur Zeit haeufiger zu sein scheint?
> Katja
Hallo Katja,
hier ein interessanter Link dazu.
http://www.breitlingweb.de/PAGEBILD/AURORA.HTM
Untertitel: "Farben der Polarlichter" (auch sonst ganz nett!)
Ich könnte mir vorstellen, daß während eines PL's sowohl additive als
auch subtraktive Farbmischungen aus dem primären PL entstehen, welche dann zusätzliche Mischfarben u. Farbentsättigungen hervorrufen.
Peter
> jetzt habe ich innerhalb weniger Tage zweimal kraeftiges rosa
> Polarlicht gesehen, etwas, was ich vorher erst ein einziges Mal
> gesehen habe. Schmale rosa Unterkanten habe ich schon ziemlich
> oft gesehen, aber die waren in den letzten Tagen auch besonders
> haeufig und traten auch an nicht extrem hellen Baendern auf. Wie
> kommt das rosa Polarlicht eigentlich zustande, und gibt es
> irgendeinen Grund, warum es zur Zeit haeufiger zu sein scheint?
> Katja
Hallo Katja,
hier ein interessanter Link dazu.
http://www.breitlingweb.de/PAGEBILD/AURORA.HTM
Untertitel: "Farben der Polarlichter" (auch sonst ganz nett!)
Ich könnte mir vorstellen, daß während eines PL's sowohl additive als
auch subtraktive Farbmischungen aus dem primären PL entstehen, welche dann zusätzliche Mischfarben u. Farbentsättigungen hervorrufen.
Peter
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Peter Broich
Ja genau. Hat was mit der hoehe des Pl. zu tun.........
Hatte glaube ich mal Ulrich im Chad erzählt.
Ulrich kanst Du nochmals dazu was schreiben?
Ulrike hat das schon richtig interprettiert gaube ich.
Aber wir wollen alles wissen;-)
Gruß pit03.
> Hallo Katja,
> Wie
> Soweit ich informiert bin, kommt die rosa Unterkante durch
> Stickstoff statt dem Sauerstoff, der fuer das gruene Leuchten
> verantwortlich ist. Die Unterkante der Lichter dringt meist nur
> bis 60 Meilen (100 km) Hoehe in unsere Atmosphaere ein. Der
> Stickstoff soll angeblich knapp darunter liegen.
> Ich beobachtete dieses crimson-pink besonder waehrend starker
> Aktivitaet, wenn die Vorhaenge mit grosser Geschwindigkeit ueber
> den Himmel jagen. Kurz danach hat sich der "Sturm"
> ausgetobt und die Lichter werden schwach.
> Vielleicht kann Ulrich Dir eine bessere Erklaerung geben.
> Gruss, Ulrike
Ulrich kanst Du nochmals dazu was schreiben?
Ulrike hat das schon richtig interprettiert gaube ich.
Aber wir wollen alles wissen;-)
Gruß pit03.
> Hallo Katja,
> Wie
> Soweit ich informiert bin, kommt die rosa Unterkante durch
> Stickstoff statt dem Sauerstoff, der fuer das gruene Leuchten
> verantwortlich ist. Die Unterkante der Lichter dringt meist nur
> bis 60 Meilen (100 km) Hoehe in unsere Atmosphaere ein. Der
> Stickstoff soll angeblich knapp darunter liegen.
> Ich beobachtete dieses crimson-pink besonder waehrend starker
> Aktivitaet, wenn die Vorhaenge mit grosser Geschwindigkeit ueber
> den Himmel jagen. Kurz danach hat sich der "Sturm"
> ausgetobt und die Lichter werden schwach.
> Vielleicht kann Ulrich Dir eine bessere Erklaerung geben.
> Gruss, Ulrike
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Heiko
Re: Frage zu rosa Polarlicht
Die gruenen Farben entstehen in den Schichten von ca. 60 bis 140 km ab der Erdoberflaeche durch Sauerstoffatome
bzw. die roetlichen ab ca. 140 bis 500 km durch Stickstoffatome
Ich denke Ulrike liegt da recht gut mit ihrer Antwort.
Es ist einfach PL in grosser Hoehe, deshalb sehen wir hier im Sueden
sogut wie nie gruenes PL.
Gruss Heiko
bzw. die roetlichen ab ca. 140 bis 500 km durch Stickstoffatome
Ich denke Ulrike liegt da recht gut mit ihrer Antwort.
Es ist einfach PL in grosser Hoehe, deshalb sehen wir hier im Sueden
sogut wie nie gruenes PL.
Gruss Heiko
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Ulrich Rieth
Das mit dem "hohen" Rot ist falsch...
...aber ich habe heute keine Zeit mehr für die vollständige Erklärung wann rosa und wann rot.
Das rot in großen Höhen von mir aus 140 - 600km ist ein verbotener Übergang im Sauerstoffatom, der eine recht lange Lebensdauer hat, der aber auch sehr einfach durch Stöße abgeregt werden kann.
Diese Stöße finden in tieferen Schichten der Atmosphäre natürlich einfacher statt und verhindern somit ein Auftreten von Sauerstoff-Rot (630nm) an der Unterkannte.
Aber wie gesagt, mehr dazu dann evtl. morgen während meiner Schicht von 08-16 MEZ bei der GSI.
Gruß
Ulrich
Das rot in großen Höhen von mir aus 140 - 600km ist ein verbotener Übergang im Sauerstoffatom, der eine recht lange Lebensdauer hat, der aber auch sehr einfach durch Stöße abgeregt werden kann.
Diese Stöße finden in tieferen Schichten der Atmosphäre natürlich einfacher statt und verhindern somit ein Auftreten von Sauerstoff-Rot (630nm) an der Unterkannte.
Aber wie gesagt, mehr dazu dann evtl. morgen während meiner Schicht von 08-16 MEZ bei der GSI.
Gruß
Ulrich
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Dieter Raith
Re: Das mit dem "hohen" Rot ist falsch...
Das kann auch ich mir eher vorstellen, weil es nämlich in eine ganz andere Richtung wandert. Am "Saum" flitzt das nämlich in einer Querbewegung und nicht wie grünes PL in einer Senkrechten.
Dieter
Dieter
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Ulrike Haug
Rosa Polarlicht Erklaerung
> Die gruenen Farben entstehen in den Schichten von ca. 60 bis 140
> km ab der Erdoberflaeche durch Sauerstoffatome
> bzw. die roetlichen ab ca. 140 bis 500 km durch Stickstoffatome --> (nein, aber durch Sauerstoffatome)
Auszug aus dem "The Aurora Watcher's Handbook" von Neil Davis aus unserer Uni hier: Seite 37
Green auroras: the most common type seen near the auroral zone (Color Type C)
Green auroras shading toward red at their tops: recognized less often (Color Type A)
Green auroras with red lower borders: usually occur during the very brightest protions of displays (Color Types B and E)
All-red auroras: usually occur only during very large displays when the aurora reaches to the lower latitudes (Color Type D)
Blue and purplish auroras: occur when tall auroras are exposed to sunlight or bright moonlight. (Color Type F)
Kurzfassung in Deutsch fuer die, die kein oder wenig englisch koennen:
Gruen ist die haeufigste Farbe (Farbtyp C)
Gruen mit rot in der Hoehe: weniger oft gesehen (Farbtyp A)
Gruen mit rosa Unterkanten: sieht man meistens in den hellsten Teilen (Farbtyp B und E)
Nur-rote: sieht man nur waehrend ganz grosser PL-aktivitaet,wenn der Ring sich auf die mittleren Breitengrade ausbreitet. (Farbtyp D)
Blau und Violett: sieht man, wenn Sonnenlicht oder Mondschein die hohen PL beleuchten.
Weiter auf Seite 81, "Section 7.3 The Causes of the Various Auroral Color Types" steht die Antwort. Ich fasse kurz zusammen:
B & E sind gleich, nur, Typ E ist Typ B, was sich schneller bewegt.
"The Type B and Type E auroras are caused by incoming particle beams with sufficient energy to penetrate the atmosphere below altitude 100 km, perhaps in the extreme to as low as 70 km. In this lower region, oxygen atoms are very few, and the air is composed mostly of nitrogen and oxygen molecules, in the ratio of about 4 to 1. ... The nitrogen molecules in particular emit strongly in the red, creating an easily seen red lower border. These red emissions are instantaneous, and for that reason the red tips of the fast-moving Type E auroras often appear to move ahead of the green upper parts created by the comparatively slow emmission of the green 5577 A photons - on average, 0,7 sec. later...."
PL reichen meist nur bis auf 100 km Hoehe, diese koennen bis z.T. auf 70 km niedriger erscheinen. In diesen unteren Regionen sind wenige Sauerstoffatome, die LUft entsteht aus Stickstoff und Sauerstoff Molekuele im Verhaeltnis 4:1. Stickstoffmolekuele leuchten stark im rot, daher sieht man leicht die roetliche Unterkante. Die Ausstrahlung geschieht sofort, daher sieht man die roetliche Unterkante schneller bewegen als die gruenen Lichter, die im Schnitt 0,7 sek spaeter ausstrahlen.
Das Buch empfehle ich jedem, der englisch kann.
Gruss, Ulrike
> km ab der Erdoberflaeche durch Sauerstoffatome
> bzw. die roetlichen ab ca. 140 bis 500 km durch Stickstoffatome --> (nein, aber durch Sauerstoffatome)
Auszug aus dem "The Aurora Watcher's Handbook" von Neil Davis aus unserer Uni hier: Seite 37
Green auroras: the most common type seen near the auroral zone (Color Type C)
Green auroras shading toward red at their tops: recognized less often (Color Type A)
Green auroras with red lower borders: usually occur during the very brightest protions of displays (Color Types B and E)
All-red auroras: usually occur only during very large displays when the aurora reaches to the lower latitudes (Color Type D)
Blue and purplish auroras: occur when tall auroras are exposed to sunlight or bright moonlight. (Color Type F)
Kurzfassung in Deutsch fuer die, die kein oder wenig englisch koennen:
Gruen ist die haeufigste Farbe (Farbtyp C)
Gruen mit rot in der Hoehe: weniger oft gesehen (Farbtyp A)
Gruen mit rosa Unterkanten: sieht man meistens in den hellsten Teilen (Farbtyp B und E)
Nur-rote: sieht man nur waehrend ganz grosser PL-aktivitaet,wenn der Ring sich auf die mittleren Breitengrade ausbreitet. (Farbtyp D)
Blau und Violett: sieht man, wenn Sonnenlicht oder Mondschein die hohen PL beleuchten.
Weiter auf Seite 81, "Section 7.3 The Causes of the Various Auroral Color Types" steht die Antwort. Ich fasse kurz zusammen:
B & E sind gleich, nur, Typ E ist Typ B, was sich schneller bewegt.
"The Type B and Type E auroras are caused by incoming particle beams with sufficient energy to penetrate the atmosphere below altitude 100 km, perhaps in the extreme to as low as 70 km. In this lower region, oxygen atoms are very few, and the air is composed mostly of nitrogen and oxygen molecules, in the ratio of about 4 to 1. ... The nitrogen molecules in particular emit strongly in the red, creating an easily seen red lower border. These red emissions are instantaneous, and for that reason the red tips of the fast-moving Type E auroras often appear to move ahead of the green upper parts created by the comparatively slow emmission of the green 5577 A photons - on average, 0,7 sec. later...."
PL reichen meist nur bis auf 100 km Hoehe, diese koennen bis z.T. auf 70 km niedriger erscheinen. In diesen unteren Regionen sind wenige Sauerstoffatome, die LUft entsteht aus Stickstoff und Sauerstoff Molekuele im Verhaeltnis 4:1. Stickstoffmolekuele leuchten stark im rot, daher sieht man leicht die roetliche Unterkante. Die Ausstrahlung geschieht sofort, daher sieht man die roetliche Unterkante schneller bewegen als die gruenen Lichter, die im Schnitt 0,7 sek spaeter ausstrahlen.
Das Buch empfehle ich jedem, der englisch kann.
Gruss, Ulrike
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Heiko
Re: Frage zu rosa Polarlicht
danke fuer die Berichtigungen meines Geschriebenen. Das was ich da geschrieben habe, hatte ich irgendwo gelesen und fuer mich war das realistisch (da im Sueden ja ueberwiegend rotes PL auftritt)
Aber man lernt eben jeden Tag dazu ...........
Danke noch mal fuer die abgegebenen und ev. noch folgenden
Erklaerungen.
Gruss Heiko
Aber man lernt eben jeden Tag dazu ...........
Danke noch mal fuer die abgegebenen und ev. noch folgenden
Erklaerungen.
Gruss Heiko
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Torsten Kallweit
Licht mischt sich immer additiv! *o.T.*
Licht mischt sich immer additiv! *o.T.*
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Peter Schack
Re: Licht mischt sich immer additiv!
Hallo Torsten,
Du hast Recht, denn wo wären da bildlich gesprochen die Filter zwischen den Lichtkomponenten des PL's u. unserem Auge, für die Absorption entspr. Lichtwellenlängen, um eine subtraktive Mischfarbe erkennen zu können?
Schwer läßt sich auch vorstellen, wie es zu additiver Farbmischung
kommt. Obwohl - wie kommt es zu weißem PL? Gibt es ein Plasma, welches
weiß leuchtet? Oder mischen sich da Komponenten roten, grünen und blauen PL's, das uns aufgrund der großen Entfernung (Auflösung) als additv gemischtes weißes Licht erscheint oder ist das Alles noch komplizierter? Fragen, Fragen, Fragen........
Gruß Peter
Du hast Recht, denn wo wären da bildlich gesprochen die Filter zwischen den Lichtkomponenten des PL's u. unserem Auge, für die Absorption entspr. Lichtwellenlängen, um eine subtraktive Mischfarbe erkennen zu können?
Schwer läßt sich auch vorstellen, wie es zu additiver Farbmischung
kommt. Obwohl - wie kommt es zu weißem PL? Gibt es ein Plasma, welches
weiß leuchtet? Oder mischen sich da Komponenten roten, grünen und blauen PL's, das uns aufgrund der großen Entfernung (Auflösung) als additv gemischtes weißes Licht erscheint oder ist das Alles noch komplizierter? Fragen, Fragen, Fragen........
Gruß Peter
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Torsten Kallweit
Hast Du einen Fernseher? *PIC*
Hallo Peter,
wie das in unserem Hirrrrn so abgeht mit der additiven Farbmischung, ist schon ziemlich jeck. Gut zu sehen ist das beispielsweise beim Fernsehen-Testbild. Wenn man sich z.B. das Gelb mal von gaaaanz nah anschaut, sieht man schön, daß da die roten und grünen Pünktchen leuchten. Und dann kann man sich mal gaaaanz langsam vom Fernseher wegbewegen. Schwupps, auf einmal hat man den Eindruck "Gelb" (wer jetzt blau sieht, sollte mal zum Arzt
Schöne Versuche mit additiver Farbmischung kann man mit 3 verschiedenfarbigen Spots machen (am besten grün, rot, blau), die man aus verschiedenen Entfernungen und Richtungen auf eine weiße Fläche leuchten läßt (ein Gegenstand dazwischen erzeugt dann die tollsten, farbigen Schatten).
Das mit dem weißen PL ist so'ne Sache. Wenn PL relativ schwach ist, reagieren in unseren Augen nur die hell/dunkel-Rezeptoren, nicht die, die die Farbe wahrnehmen und erst bei höherer Lichtstärke "anspringen" (wir haben 2 verschiedene Rezeptoren auf der Netzhaut). Deshalb erscheint schwaches PL weißlich (gräulich), und erst wenns kräftiger wird, erscheinen uns visuell die Farben. Wenn dann PL so richtig kräftig ist und alle Farben im richtigen Verhältnis an einigen Stellen dabei sind, kann es an diesen Stellen dann auch wieder weiß werden (jetzt "echtes" Weiß durch die Addition der verschiedenen Farben). Das folgende Foto zeigt vielleicht so eine Stelle, die nicht nur auf dem Foto weiß ist sondern auch visuell sehr hell (weißlich) wirkte.
Wenn man sich dabei so überlegt, welch kleinen Bereich wir von den elektromagnetischen Wellen als Licht wahrnehmen, muß man bei der Vorstellung, was da rein theoretisch noch alles an unvorstellbaren Farben bereitliegt, die wir nie werden sehen können (mache Tiere nehmen auch andere Wellenlängen wahr; z.B. manche Schlangen, die Infrarot sehen können) ins philosophische Schwärmen kommen.
Bunte Grüße von
Torsten
wie das in unserem Hirrrrn so abgeht mit der additiven Farbmischung, ist schon ziemlich jeck. Gut zu sehen ist das beispielsweise beim Fernsehen-Testbild. Wenn man sich z.B. das Gelb mal von gaaaanz nah anschaut, sieht man schön, daß da die roten und grünen Pünktchen leuchten. Und dann kann man sich mal gaaaanz langsam vom Fernseher wegbewegen. Schwupps, auf einmal hat man den Eindruck "Gelb" (wer jetzt blau sieht, sollte mal zum Arzt
Schöne Versuche mit additiver Farbmischung kann man mit 3 verschiedenfarbigen Spots machen (am besten grün, rot, blau), die man aus verschiedenen Entfernungen und Richtungen auf eine weiße Fläche leuchten läßt (ein Gegenstand dazwischen erzeugt dann die tollsten, farbigen Schatten).
Das mit dem weißen PL ist so'ne Sache. Wenn PL relativ schwach ist, reagieren in unseren Augen nur die hell/dunkel-Rezeptoren, nicht die, die die Farbe wahrnehmen und erst bei höherer Lichtstärke "anspringen" (wir haben 2 verschiedene Rezeptoren auf der Netzhaut). Deshalb erscheint schwaches PL weißlich (gräulich), und erst wenns kräftiger wird, erscheinen uns visuell die Farben. Wenn dann PL so richtig kräftig ist und alle Farben im richtigen Verhältnis an einigen Stellen dabei sind, kann es an diesen Stellen dann auch wieder weiß werden (jetzt "echtes" Weiß durch die Addition der verschiedenen Farben). Das folgende Foto zeigt vielleicht so eine Stelle, die nicht nur auf dem Foto weiß ist sondern auch visuell sehr hell (weißlich) wirkte.
Wenn man sich dabei so überlegt, welch kleinen Bereich wir von den elektromagnetischen Wellen als Licht wahrnehmen, muß man bei der Vorstellung, was da rein theoretisch noch alles an unvorstellbaren Farben bereitliegt, die wir nie werden sehen können (mache Tiere nehmen auch andere Wellenlängen wahr; z.B. manche Schlangen, die Infrarot sehen können) ins philosophische Schwärmen kommen.
Bunte Grüße von
Torsten
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Peter Schack
Re: Hast Du einen Fernseher?
Hi Torsten,
schön, wie Du die additive Farbmischung beschrieben hast. Bunt u. anschaulich! In meinem letzten Posting übrigens hab' ich das Gleiche gemeint, nur mit anderen Worten ausgedrückt.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist Dein Hinweis auf die Hell/Dunkel-Rezeptoren der Netzhaut unserer Augen im Dunkeln bei
schwachem bunten Licht ("Nachts sind alle Katzen grau"). Klar, das erklärt natürlich auch, daß man sehr schwaches, buntes Polarlicht nur schwarzweiß (grau, weißlich) empfindet, während eine Farbkamera ein farbiges PL 'sieht'. Da bin ich selber noch garnicht draufgekommen!
Mein erstes PL, welches ich heuer während des Teleskoptreffens in Pfünz erlebte, hatte sich genau so angekündigt.
Dein Beispielbild zeigt schön, wie 'Weiß' durch additive Mischung der
Komponenten Rot-Grün-Blau, Gelb-Blau, Grün-Purpur oder Rot-Cyan entstehen kann - hier in diesem Fall wahrscheinlich
Grün-Purpur.
Noch was zum Schlangenvergleich: Stell Dir vor, Du schaust einen Heizkörper an und wärst dann minutenlang geblendet...
Gruß Peter
schön, wie Du die additive Farbmischung beschrieben hast. Bunt u. anschaulich! In meinem letzten Posting übrigens hab' ich das Gleiche gemeint, nur mit anderen Worten ausgedrückt.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist Dein Hinweis auf die Hell/Dunkel-Rezeptoren der Netzhaut unserer Augen im Dunkeln bei
schwachem bunten Licht ("Nachts sind alle Katzen grau"). Klar, das erklärt natürlich auch, daß man sehr schwaches, buntes Polarlicht nur schwarzweiß (grau, weißlich) empfindet, während eine Farbkamera ein farbiges PL 'sieht'. Da bin ich selber noch garnicht draufgekommen!
Mein erstes PL, welches ich heuer während des Teleskoptreffens in Pfünz erlebte, hatte sich genau so angekündigt.
Dein Beispielbild zeigt schön, wie 'Weiß' durch additive Mischung der
Komponenten Rot-Grün-Blau, Gelb-Blau, Grün-Purpur oder Rot-Cyan entstehen kann - hier in diesem Fall wahrscheinlich
Grün-Purpur.
Noch was zum Schlangenvergleich: Stell Dir vor, Du schaust einen Heizkörper an und wärst dann minutenlang geblendet...
Gruß Peter
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