Die anhaltenden und heftigen Niederschläge verursachen in der ganzen Schweiz Erdrutsche und Überschwemmungen. Zahlreiche Bäche traten über die Ufer und Verkehrswege wurden durch Erdrutsche blockiert.
[sda] - Besonders betroffen ist das Bündner Oberland. In Schlans im Vorderrheintal ging eine Rüfe ging mitten durch das Dorf und beschädigte Häuser. Nach Polizeiangaben werden im Dorf derzeit keine Personen vermisst. Allerdings ist noch unbekannt, ob in einem Fahrzeug am Dorfrand Personen zu Schaden gekommen sind. Einige Personen erlitten Verletzungen.
In Rueun talabwärts waren Helfer damit beschäftigt die Kantonsstrasse wieder freizumachen, als eine Nachrüfe kam. Diese hat vier Personen erfasst und verletzt. In Mastrils musste ebenfalls Leute evakuiert werden.
Disentis war schon am Samstagmittag nicht mehr erreichbar, weder auf der Schiene noch auf der Strasse. Zwischen Sumvitg und Disentis verschüttete eine Schlammlawine ein Fahrzeug. Die Insassen konnten sich in letzter Sekunde selber retten. Auch in Disentis hatte ein Erdrutsch ein Auto verschüttet und zahlreiche Häuser beschädigt.
Rund 50 Personen mussten evakuiert werden. Evakuationen gab es weiter in Curaglia und Surrein im Bündner Oberland. Die Polizei sperrte weite Gebiete des Bündner Oberlandes, darunter alle Seitentäler.
Im Urnerland unterbrach ein Erdrutsch zwischen Gurtnellen und Wassen die Gotthardbahnstrecke. Die Strecke ist inzwischen wieder einspurig befahrbar. Die Simplonbahnlinie ist hingegen wegen Überschwemmungen in Iselle nicht mehr durchgehend befahrbar.
Auch der Autoverkehr auf der Gotthardachse war betroffen. Kleinere Behinderungen gab es auf der Autobahn A2. Zwischen Wassen und Amsteg konnte die Fahrbahn Richtung Nord wegen Wasser nur einspurig befahren werden.
Im Tessin ist der Lago Maggiore an einigen Stellen über die Ufer getreten. Um 16 Uhr lag der Seespiegel bei 195,40 Metern ü.M. Die Behörden rechnen damit, dass am Abend eine Wetterbesserung eintreten wird. Der Seepegel soll noch um maximal einen Meter steigen.
Im Blenio-, Morobbia-, Verzasca-, Maggia- und Bleniotal sowie in den Centovalli mussten die Kantonsstrassen gesperrt werden. Überschwemmt wurde auch die Bahnunterführung bei Riazzino. Somit ist eine zentrale Verbindung zwischen Locarno und Bellinzona nicht mehr befahrbar.
Die Nationalliga-A-Partie Ambri gegen die ZSC Lions von Samstagabend musste wegen heftiger Unwetter in der Leventina verschoben werden.
Auch im Berner Seeland und im Berner Oberland standen mehrere Wehrdienste im Einsatz. Gemäss der Kantonspolizei Bern gab es überschwemmte Strassen und Keller.
In Lully bei Genf versuchten Feuerwehren und Freiwillige, die durch Regenfälle verursachten Überschwemmungen in der Region mit Sandsäcken in Grenzen zu halten. Etwa 100 Personen mussten ihre Wohnungen vorübergehend verlassen.
(Quelle - sda)
Dies nur als kurze Info, fuer Leonidenbeobachter die heute bzw. morgen in die Schweiz aufbrechen wollten. Das Wetter soll sich aber bereits in den morgigen fruehen Morgenstunden beruhigen. Es ist sogar mit sonnigen Abschnitten zu rechnen.
Gruss Heiko
Chaos nach Niederschlägen in der Schweiz
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