Am Anfang ein Foto, denn es fasst das Drama, welches sich am Teide abspielte, vielleicht am besten zusammen: Mit dem Maximum kamen die Wolken. 75 Minuten davor und danach traumhafter Himmel mit 7 sichtbaren Plejadensternen direkt neben dem Vollmond. Ein Testfoto, mit dem ich am frühen Abend den Effekt des Mondes auf Vordergrundmotive messen wollte, zeigt ganz nebenbei die Milchstraße im Schützen.
Bevor die Wolken aufzogen (ca. 2:30 GMT) war eigentlich nicht allzuviel los, bis auf, wow, ein hammerharter Bolide rast durch den Bildausschnitt
Hallo Bildkomposition? Mehr Felsen als Himmel - das hat folgende Bewandnis: Geplant war ein Zeitrafferfilm, der 45 Minuten vor und nach dem Maximum auf die Sterne nachführt, so dass der Radiant immer an der gleichen Stelle liegt, wobei am Ende der Nachführsequenz die Felsen nicht ganz aus dem Bild verschwunden sein sollten. Andernorts waren die Kulissen zwar noch spektakulärer, ich erhoffte mir aber ein interessantes Spiel der Schattenwürfe an den vorgelagerten Basaltsäulen im Zeitrafferfilm. Der Film wird sich wohl auf die Zeit ab eine Stunde nach dem Maximum beschränken, aber eine erste Sichtung ergab immerhin noch mehr als 30 Meteore bis zur Morgendämmerung auf meinen Bildern. Diese hier gefallen mir besonders gut:
Nebenbei habe ich noch einen Diafilm von der phantastischen Landschaft des Teide Nationalparks verknipst (Meteore sind hoffentlich auch drauf). Bei Sonnenauf- und Untergängen glühen alle Gipfel und Klippen rot auf, wenn zusätzlich noch ein paar Passatwolken über die Caldera schwappen, entsteht ein irrer, surrealistischer Eindruck. Alleine dies war die Reise dorthin wert, wenn ich nicht dadurch mein Ziel verpasst hätte, das Maximum mit einem auf den Radianten nachgeführten Zeitrafferfilm zu dokumentieren.
Grüße,
Bernd