Beitrag im Hessischen Rundfunk über die Sternbilder
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Christian Overhaus
Beitrag im Hessischen Rundfunk über die Sternbilder
Gestern abend lief im HR ein Beitrag über die Herkunft der Sternbilder !
Nicht die alten Griechen haben laut dem Autor eines Buches die Sternbilder erfunden, nein, die Steinzeitmenschen haben die alten Konstellationen schon als urzeitliches GPS-System für ihre Weltreisen genutzt. Da zeichnete die Nördliche Krone exakt die Küstenlandschaft Irlands wieder und Groß Britannien enspricht exakt dem Sternbild des Arkturus. Alle Sternbilder der alten Griechen wurden irgend einer Küstenlinie oder einem Flußlauf angepasst.
Der gute Mann hat sogar ein Buch darüber geschrieben.
Ich bin ja für viele Dinge offen und bin überzeugt, davon, daß sich frühzeitliche Menschen mit dem Himmel beschäftigt haben (Wozu sollen auch sonst sollen die vielen Steinkreise in Nordeuropa nützlich gewesen sein!), aber die Theorie, daß die alten Kulturen die Sternkonstellationen an Küstenverläufen anpassten, die dann genau den Sternbildern entsprechen, wie wir sie heute noch kennen, halte ich für sehr sehr spekulativ .
Vielleicht passt dieser Beitrag nicht ganz ins Polarlichtforum, aber hier wird ja oft über wissenschaftliche Beiträge in den Medien diskutiert.
Nicht die alten Griechen haben laut dem Autor eines Buches die Sternbilder erfunden, nein, die Steinzeitmenschen haben die alten Konstellationen schon als urzeitliches GPS-System für ihre Weltreisen genutzt. Da zeichnete die Nördliche Krone exakt die Küstenlandschaft Irlands wieder und Groß Britannien enspricht exakt dem Sternbild des Arkturus. Alle Sternbilder der alten Griechen wurden irgend einer Küstenlinie oder einem Flußlauf angepasst.
Der gute Mann hat sogar ein Buch darüber geschrieben.
Ich bin ja für viele Dinge offen und bin überzeugt, davon, daß sich frühzeitliche Menschen mit dem Himmel beschäftigt haben (Wozu sollen auch sonst sollen die vielen Steinkreise in Nordeuropa nützlich gewesen sein!), aber die Theorie, daß die alten Kulturen die Sternkonstellationen an Küstenverläufen anpassten, die dann genau den Sternbildern entsprechen, wie wir sie heute noch kennen, halte ich für sehr sehr spekulativ .
Vielleicht passt dieser Beitrag nicht ganz ins Polarlichtforum, aber hier wird ja oft über wissenschaftliche Beiträge in den Medien diskutiert.
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Peter Kuklok
Halte ich für Unfug
Hi,
über die kauzigen Ansichten des Herrn (Lehrer in Ffm) hab ich auch schon ein paar mal etwas gehört und gelesen. Insbesondere in den Medien (Presse + TV) des Rhein-Main-Gebiets taucht er immer mal wieder auf.
Wenn man mir einen Satz der Sternbilder gibt und ich die beliebig verschieben, verdrehen und vergrößern dürfte, würde ich allein an der Küstenlinie Griechenlands (oder wo auch immer) bereits alle verbraten haben. Auf der Homepage artandscience.de kann man einige seiner abstrusen Sternbildkarten betrachten. Der Oriongürtel geht quer durch Hedwig-Holzbein, na toll. Andere meinen den Gürtel in der Pyramidenanordnung von Giseh wiederzuerkennen. Jeder sieht halt das, was er sehen möchte.
> Gestern abend lief im HR ein Beitrag über die Herkunft der
> Sternbilder !
...wieder einmal. Hab's zum Glück verpasst. Schade um die Primetime-Sendezeit (45 Min. !)
> Der gute Mann hat sogar ein Buch darüber geschrieben.
...zu bestellen bei "Books on Demand", das will was heißen
> Ich bin ja für viele Dinge offen und bin überzeugt, davon, daß
> sich frühzeitliche Menschen mit dem Himmel beschäftigt haben
> (Wozu sollen auch sonst sollen die vielen Steinkreise in
> Nordeuropa nützlich gewesen sein!), aber die Theorie, daß die
> alten Kulturen die Sternkonstellationen an Küstenverläufen
> anpassten, die dann genau den Sternbildern entsprechen, wie wir
> sie heute noch kennen, halte ich für sehr sehr spekulativ .
dito.
Grüße
Peter
über die kauzigen Ansichten des Herrn (Lehrer in Ffm) hab ich auch schon ein paar mal etwas gehört und gelesen. Insbesondere in den Medien (Presse + TV) des Rhein-Main-Gebiets taucht er immer mal wieder auf.
Wenn man mir einen Satz der Sternbilder gibt und ich die beliebig verschieben, verdrehen und vergrößern dürfte, würde ich allein an der Küstenlinie Griechenlands (oder wo auch immer) bereits alle verbraten haben. Auf der Homepage artandscience.de kann man einige seiner abstrusen Sternbildkarten betrachten. Der Oriongürtel geht quer durch Hedwig-Holzbein, na toll. Andere meinen den Gürtel in der Pyramidenanordnung von Giseh wiederzuerkennen. Jeder sieht halt das, was er sehen möchte.
> Gestern abend lief im HR ein Beitrag über die Herkunft der
> Sternbilder !
...wieder einmal. Hab's zum Glück verpasst. Schade um die Primetime-Sendezeit (45 Min. !)
> Der gute Mann hat sogar ein Buch darüber geschrieben.
...zu bestellen bei "Books on Demand", das will was heißen
> Ich bin ja für viele Dinge offen und bin überzeugt, davon, daß
> sich frühzeitliche Menschen mit dem Himmel beschäftigt haben
> (Wozu sollen auch sonst sollen die vielen Steinkreise in
> Nordeuropa nützlich gewesen sein!), aber die Theorie, daß die
> alten Kulturen die Sternkonstellationen an Küstenverläufen
> anpassten, die dann genau den Sternbildern entsprechen, wie wir
> sie heute noch kennen, halte ich für sehr sehr spekulativ .
dito.
Grüße
Peter
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Eugen Kamenew
Eine utopische Vorstellung
Hallo Leute!
Habe gestern diese Sendung auch angeschaut, da sie von einem Astronomiekollegen empfohlen wurde. In der Tat war es sehr interessant, da es eine einzigartige Sichtweise darstellt. Im allgemeinen nehme ich aber eine sehr skeptische Haltung gegenüber solchen Aspekten ein. Die Thesen, die da aufgestellt wurden, sind absolut fragwürdig, da ich fast jedem Küstenverlauf ein Sternbild anhängen kann und außerdem haben die Megalithiker der Jungsteinzeit bestimmt nicht solche großdimensionalen Reisen unternommen wie z.B. die Durchquerung des gesamten Atlantischen Ozeans und dazu noch die Aufzeichnung der Wasserströmungen. Die Deichsel des großen Bären z.B. umschlang ganz Norwegen und Megrez ruhte auf Spitzbergen! Die Theorie, dass die Menschen damals ihren natürlichen Wohnorte verlassen haben, um nur die Weite des Horizontes zu erkunden, ist natürlich heroisch und abenteuerlich, aber im Angesicht der damaligen Zeit, die mit großen Gefahren verbunden war wie z.B. die schnelle Anpassung an das Klima und die Umgebung, auch die unweigerlichen Konfrontationen mit den einheimischen Herrschern, ist mehr als zweifelhaft. Für unsere heutige Zeit stellt es vielleicht eine gewisse Romantik dar, die fremden Länder zu erkunden. Damals war das aber eine Existenzfrage. Wenn es sogar möglich wäre, dass sie diese unwirtlichen Landschaften erkundet haben, um dem Profit zu machen und das Wissen zu sammeln, so ist es weniger nachvollziehbar wie sie solche Perfektion in der topografischen Kartographie erlangen konnten und dann die entsprechend genaue Assoziation mit dem Sternenhimmel. Diese Idee der Sternkarten ist gleichzeitig so grandios wie utopisch.
Sternengrüße von Eugen Kamenew
Habe gestern diese Sendung auch angeschaut, da sie von einem Astronomiekollegen empfohlen wurde. In der Tat war es sehr interessant, da es eine einzigartige Sichtweise darstellt. Im allgemeinen nehme ich aber eine sehr skeptische Haltung gegenüber solchen Aspekten ein. Die Thesen, die da aufgestellt wurden, sind absolut fragwürdig, da ich fast jedem Küstenverlauf ein Sternbild anhängen kann und außerdem haben die Megalithiker der Jungsteinzeit bestimmt nicht solche großdimensionalen Reisen unternommen wie z.B. die Durchquerung des gesamten Atlantischen Ozeans und dazu noch die Aufzeichnung der Wasserströmungen. Die Deichsel des großen Bären z.B. umschlang ganz Norwegen und Megrez ruhte auf Spitzbergen! Die Theorie, dass die Menschen damals ihren natürlichen Wohnorte verlassen haben, um nur die Weite des Horizontes zu erkunden, ist natürlich heroisch und abenteuerlich, aber im Angesicht der damaligen Zeit, die mit großen Gefahren verbunden war wie z.B. die schnelle Anpassung an das Klima und die Umgebung, auch die unweigerlichen Konfrontationen mit den einheimischen Herrschern, ist mehr als zweifelhaft. Für unsere heutige Zeit stellt es vielleicht eine gewisse Romantik dar, die fremden Länder zu erkunden. Damals war das aber eine Existenzfrage. Wenn es sogar möglich wäre, dass sie diese unwirtlichen Landschaften erkundet haben, um dem Profit zu machen und das Wissen zu sammeln, so ist es weniger nachvollziehbar wie sie solche Perfektion in der topografischen Kartographie erlangen konnten und dann die entsprechend genaue Assoziation mit dem Sternenhimmel. Diese Idee der Sternkarten ist gleichzeitig so grandios wie utopisch.
Sternengrüße von Eugen Kamenew
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Jens Wendler, Bremen
Re: Beitrag im Hessischen Rundfunk über die Sternbilder
Ich bin wirklich nicht leicht zu begeistern von irgendwelchen wilden Spekulationen, da ich als Wissenschaftler naturgemäß vorsichtig sein muß. Deshalb bin ich bei dieser Sache auch skeptisch.
Aber ich finde, ihr seid da mit euren vernichtenden Urteilen etwas sehr schnell. Soweit ich mich an die Fernsehsendung zum Thema entsinne, sind die Sternbilder zum Beispiel nicht beliebig verschoben worden, sondern sie lassen sich genau in ihrer Stellung am Himmel zueinander zum Nachvollziehen der Küstenlinien verwenden. Das müßte man sich nun natürlich selber mal genau anschauen, ob das so hinkommt.
Recht beeindruckend fand ich das Beispiel des Sternbildes Eridanus (der Fluss), bei dem eine Form nun wirklich nicht gerade ins Auge springt, wie z.B. beim Wagen. Dennoch zeichnet der erstaunlich gut die Form des "Bernsteinflusses" Eider in SH nach. Gut, kann man sagen, dass da auch viel getrickst werden kann und der gute Fluss seinen Lauf über die Jahrhunderte etwas geändert haben könnte. Also es ist schon eine sehr forsche Theorie, bei der sich der Macher, um seriös zu bleiben, sicher keine groben Tricks leisten sollte. Sind im Buch grobe Schnitzer nachweisbar?
Die Sternbilder, "wie wir sie heute kennen", sind ein Deutungskonglomerat aus babylonischen, griechischen, halt auch keltischen und was weiß ich was noch für Zeiten. Ich halte es für gesunden Menschenverstand, wenn sich Seefahrer in Zeiten ohne moderne Navigation die naheliegenden Hilfsmittel zunutze gemacht haben. Und das sind nachts eben Sterne, und zwar nicht nur ihr Aufgang und Untergang, sondern auch die Muster, welche sie bilden. Man kann mit genügend Erfahrung den Sternhimmel als Kalender und Uhr benutzen, und man peilt Himmelsrichtungen mit Sternpositionen, warum nicht auch in die Sternstellungen eine Landkarte reindenken? Als naturkundlich interessierten Menschen würde mich das jedenfalls mehr reizen, als mir irgendwelche Götterstories in den Sternen auszumalen.
Das mit den Pyramiden und den Gürtelsternen (Peter´s mail) ist ja nun wieder ein ganz anderer Schnack - die Ägypter hatten natürlich ganz andere Prioritäten und haben sich bestimmt nicht für Schleswig Holstein interessiert. Aber auch für sie werden die Sterne eine große Rolle im Leben gespielt haben, und daher ist es auch durchaus wissenschaftlich, Sternkonstellationen und beispielsweise die Anordnung der Pyramiden zu vergleichen.
Man könnte wahrscheinlich eine endlose Diskussion über solche Überlegungen anzetteln - kennt ihr zum Beispiel die Idee, dass ein Kometenimpakt alla Shoemaker-Levy die Sintflut vor 9500 Jahren gemacht haben soll? Bei der Argumentation zu diesem Thema ist leider sehr unwissenschaftlich vorgegangen worden, wodurch die Sache in der geowissenschaftlichen Fachwelt als Unsinn abgehakt ist. Es lassen sich auch keine handfesten Fakten finden und gesucht wird auch nicht wirklich danach. Andererseits sind die Hinweise aus anthropologischer und archäologischer Sicht schon eindrucksvoll - nur da ist ja der Interpretationsspielraum zu groß. Und schon kommt man nicht mehr weiter mit der Beweisführung...
Jens
Aber ich finde, ihr seid da mit euren vernichtenden Urteilen etwas sehr schnell. Soweit ich mich an die Fernsehsendung zum Thema entsinne, sind die Sternbilder zum Beispiel nicht beliebig verschoben worden, sondern sie lassen sich genau in ihrer Stellung am Himmel zueinander zum Nachvollziehen der Küstenlinien verwenden. Das müßte man sich nun natürlich selber mal genau anschauen, ob das so hinkommt.
Recht beeindruckend fand ich das Beispiel des Sternbildes Eridanus (der Fluss), bei dem eine Form nun wirklich nicht gerade ins Auge springt, wie z.B. beim Wagen. Dennoch zeichnet der erstaunlich gut die Form des "Bernsteinflusses" Eider in SH nach. Gut, kann man sagen, dass da auch viel getrickst werden kann und der gute Fluss seinen Lauf über die Jahrhunderte etwas geändert haben könnte. Also es ist schon eine sehr forsche Theorie, bei der sich der Macher, um seriös zu bleiben, sicher keine groben Tricks leisten sollte. Sind im Buch grobe Schnitzer nachweisbar?
Die Sternbilder, "wie wir sie heute kennen", sind ein Deutungskonglomerat aus babylonischen, griechischen, halt auch keltischen und was weiß ich was noch für Zeiten. Ich halte es für gesunden Menschenverstand, wenn sich Seefahrer in Zeiten ohne moderne Navigation die naheliegenden Hilfsmittel zunutze gemacht haben. Und das sind nachts eben Sterne, und zwar nicht nur ihr Aufgang und Untergang, sondern auch die Muster, welche sie bilden. Man kann mit genügend Erfahrung den Sternhimmel als Kalender und Uhr benutzen, und man peilt Himmelsrichtungen mit Sternpositionen, warum nicht auch in die Sternstellungen eine Landkarte reindenken? Als naturkundlich interessierten Menschen würde mich das jedenfalls mehr reizen, als mir irgendwelche Götterstories in den Sternen auszumalen.
Das mit den Pyramiden und den Gürtelsternen (Peter´s mail) ist ja nun wieder ein ganz anderer Schnack - die Ägypter hatten natürlich ganz andere Prioritäten und haben sich bestimmt nicht für Schleswig Holstein interessiert. Aber auch für sie werden die Sterne eine große Rolle im Leben gespielt haben, und daher ist es auch durchaus wissenschaftlich, Sternkonstellationen und beispielsweise die Anordnung der Pyramiden zu vergleichen.
Man könnte wahrscheinlich eine endlose Diskussion über solche Überlegungen anzetteln - kennt ihr zum Beispiel die Idee, dass ein Kometenimpakt alla Shoemaker-Levy die Sintflut vor 9500 Jahren gemacht haben soll? Bei der Argumentation zu diesem Thema ist leider sehr unwissenschaftlich vorgegangen worden, wodurch die Sache in der geowissenschaftlichen Fachwelt als Unsinn abgehakt ist. Es lassen sich auch keine handfesten Fakten finden und gesucht wird auch nicht wirklich danach. Andererseits sind die Hinweise aus anthropologischer und archäologischer Sicht schon eindrucksvoll - nur da ist ja der Interpretationsspielraum zu groß. Und schon kommt man nicht mehr weiter mit der Beweisführung...
Jens
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Klaus Bagschik
Zweifel, zweifel
Hallo Jens,
> Soweit ich mich an die Fernsehsendung zum
> Thema entsinne, sind die Sternbilder zum Beispiel nicht beliebig
> verschoben worden, sondern sie lassen sich genau in ihrer
> Stellung am Himmel zueinander zum Nachvollziehen der
> Küstenlinien verwenden.
gerade das lässt mich stutzen. Ich nehme mal an, dass es nicht viel
Widerspruch gibt wenn ich behaupte, dass es keinen ursächlichen
Zusammenhang zwischen dem Verlauf von Flüssen (oder Küstenformen)
und der Verteilung der mit dem bloßen Auge sichtbaren Sterne gibt.
Ich habe mir eben mal mit XEphem die Ähnlichkeit der von Christian
genannten Konstellationen mit den "zugehörigen" Ländern verglichen.
Wenn ich mir die Muster in den Fliesen der Küche mit ähnlicher
Toleranz ansehe, könnte wahrscheinlich eine finden die ich als
Stadtplan für Bonn verwenden kann.
Weil es in unserer Natur zu liegen scheint zwischen verschiedenen Dingen
nach Verbindungen zu suchen, sollten wir gerade da sehr vorsichtig sein.
(ich hatte z.B. bei mir im Zusammenhang mit Bewerbungen -- mit Erstaunen! --
Verhaltensweisen entdeckt die ans Abergläubische grenzen)
ciao
Klaus
Nachtrag:
Klar hat es Forscher / Wissenschaftler gegeben die von ihren Zeitgenossen
nicht ernst genommen wurden und die wir heute als Pioniere betrachten.
Der Umkehrschluss, wer heute belächelt wird ist etwas großem
auf der Spur, geht aber sehr wahrscheinlich daneben.
> Soweit ich mich an die Fernsehsendung zum
> Thema entsinne, sind die Sternbilder zum Beispiel nicht beliebig
> verschoben worden, sondern sie lassen sich genau in ihrer
> Stellung am Himmel zueinander zum Nachvollziehen der
> Küstenlinien verwenden.
gerade das lässt mich stutzen. Ich nehme mal an, dass es nicht viel
Widerspruch gibt wenn ich behaupte, dass es keinen ursächlichen
Zusammenhang zwischen dem Verlauf von Flüssen (oder Küstenformen)
und der Verteilung der mit dem bloßen Auge sichtbaren Sterne gibt.
Ich habe mir eben mal mit XEphem die Ähnlichkeit der von Christian
genannten Konstellationen mit den "zugehörigen" Ländern verglichen.
Wenn ich mir die Muster in den Fliesen der Küche mit ähnlicher
Toleranz ansehe, könnte wahrscheinlich eine finden die ich als
Stadtplan für Bonn verwenden kann.
Weil es in unserer Natur zu liegen scheint zwischen verschiedenen Dingen
nach Verbindungen zu suchen, sollten wir gerade da sehr vorsichtig sein.
(ich hatte z.B. bei mir im Zusammenhang mit Bewerbungen -- mit Erstaunen! --
Verhaltensweisen entdeckt die ans Abergläubische grenzen)
ciao
Klaus
Nachtrag:
Klar hat es Forscher / Wissenschaftler gegeben die von ihren Zeitgenossen
nicht ernst genommen wurden und die wir heute als Pioniere betrachten.
Der Umkehrschluss, wer heute belächelt wird ist etwas großem
auf der Spur, geht aber sehr wahrscheinlich daneben.
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Peter Kuklok
Re: Eridanus
Hallo Jens,
> Recht beeindruckend fand ich das Beispiel des Sternbildes
> Eridanus (der Fluss), bei dem eine Form nun wirklich nicht
> gerade ins Auge springt, wie z.B. beim Wagen. Dennoch zeichnet
> der erstaunlich gut die Form des "Bernsteinflusses"
> Eider in SH nach. Gut, kann man sagen, dass da auch viel
> getrickst werden kann und der gute Fluss seinen Lauf über die
> Jahrhunderte etwas geändert haben könnte. Also es ist schon eine
> sehr forsche Theorie, bei der sich der Macher, um seriös zu
> bleiben, sicher keine groben Tricks leisten sollte.
gerade das Beispiel Eridanus erzeugt mich wenig.
Allein schon die Tatsache, dass nur ein Bruchteil des Sternbildes als Eider herhalten kann ist reichlich seltsam.
Wie läßt sich erklären, dass das uns bekannte Sternbild sehr viel größer ist und sich noch über weitere Windungen am Himmel entlang schlängelt?
Wenn man sich zur Untermauerung der Theorie die Sternbilder nach gut dünken auch noch zurechtschnippeln muss, damit es stimmig wird, dann schwindet mein Glauben in dieses Modell erst recht gegen Null.
Hab gerade gesehen, dass in der de.sci.astronomie ebenfalls ein Thread zu dem gestrigen Bericht läuft, ...da geht es allerdings tatsächlich vernichtend zur Sache.
Grüße
Peter
> Recht beeindruckend fand ich das Beispiel des Sternbildes
> Eridanus (der Fluss), bei dem eine Form nun wirklich nicht
> gerade ins Auge springt, wie z.B. beim Wagen. Dennoch zeichnet
> der erstaunlich gut die Form des "Bernsteinflusses"
> Eider in SH nach. Gut, kann man sagen, dass da auch viel
> getrickst werden kann und der gute Fluss seinen Lauf über die
> Jahrhunderte etwas geändert haben könnte. Also es ist schon eine
> sehr forsche Theorie, bei der sich der Macher, um seriös zu
> bleiben, sicher keine groben Tricks leisten sollte.
gerade das Beispiel Eridanus erzeugt mich wenig.
Allein schon die Tatsache, dass nur ein Bruchteil des Sternbildes als Eider herhalten kann ist reichlich seltsam.
Wie läßt sich erklären, dass das uns bekannte Sternbild sehr viel größer ist und sich noch über weitere Windungen am Himmel entlang schlängelt?
Wenn man sich zur Untermauerung der Theorie die Sternbilder nach gut dünken auch noch zurechtschnippeln muss, damit es stimmig wird, dann schwindet mein Glauben in dieses Modell erst recht gegen Null.
Hab gerade gesehen, dass in der de.sci.astronomie ebenfalls ein Thread zu dem gestrigen Bericht läuft, ...da geht es allerdings tatsächlich vernichtend zur Sache.
Grüße
Peter
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Christian Overhaus
Re: Beitrag im Hessischen Rundfunk über die Sternbilder
Vielleicht habe ich ein falsches Bild von dieser Steinzeitkultur.
Aber die Erstellung einer Karte nach Sternbildern erfordert ein gehöriges geographisches Wissen. Dieses Wissen muß über Generationen gesammelt und weitergegeben worden sein. Zudem hätten verschiedene Volksgemeinschaften kooperieren müssen. Ob ein solches Projekt bei der damaligen Bevölkerungsdichte und ohne gemeinsame Sprache ,Schrift etc ist unwahrscheinlich.
Ich habe gerade die Beiträge in de.sci.astronomie gelesen.
Die lassen ja gar kein gutes Haar an Sendung und Buchautor.
Wer läßt solche Sendungen eigentlich zu ??
Sternreiche Nächte,
Christian
Aber die Erstellung einer Karte nach Sternbildern erfordert ein gehöriges geographisches Wissen. Dieses Wissen muß über Generationen gesammelt und weitergegeben worden sein. Zudem hätten verschiedene Volksgemeinschaften kooperieren müssen. Ob ein solches Projekt bei der damaligen Bevölkerungsdichte und ohne gemeinsame Sprache ,Schrift etc ist unwahrscheinlich.
Ich habe gerade die Beiträge in de.sci.astronomie gelesen.
Die lassen ja gar kein gutes Haar an Sendung und Buchautor.
Wer läßt solche Sendungen eigentlich zu ??
Sternreiche Nächte,
Christian
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Jens Wendler, Bremen
Re: Eridanus
Hallo Peter,
da hast du natürlich recht, so genau kenne ich die Details nicht - wie gesagt, ich müßte mir mal das Buch genauer ansehen. Von dem Fernsehbeitrag bekommt man wahrscheinlich eh zu geschönte Ergebnisse vermittelt.
Naja, dennoch finde ich es nett, wenn Leute sich an solche Theorien ran trauen, und wenn´s nur dazu gut ist, dass sich die restliche Fachwelt oder auch der interessierte Laie mal einen Kopf drüber machen.
Gruß,
Jens
da hast du natürlich recht, so genau kenne ich die Details nicht - wie gesagt, ich müßte mir mal das Buch genauer ansehen. Von dem Fernsehbeitrag bekommt man wahrscheinlich eh zu geschönte Ergebnisse vermittelt.
Naja, dennoch finde ich es nett, wenn Leute sich an solche Theorien ran trauen, und wenn´s nur dazu gut ist, dass sich die restliche Fachwelt oder auch der interessierte Laie mal einen Kopf drüber machen.
Gruß,
Jens
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Jens Wendler, Bremen
Re: Zweifel, zweifel
Hallo Klaus,
> gerade das lässt mich stutzen. Ich nehme mal an, dass es nicht
> viel
> Widerspruch gibt wenn ich behaupte, dass es keinen ursächlichen
> Zusammenhang zwischen dem Verlauf von Flüssen (oder
> Küstenformen)
> und der Verteilung der mit dem bloßen Auge sichtbaren Sterne
> gibt.
Richtig! Aber genau deinem Trugschluss unterlag ich auch, als ich zum ersten Mal von der Geschichte hörte. Es geht dem Erfinder dieser Theorie aber eben nicht drum, dass durch irgendeinen magischen Zusammenhang diese geographischen Informationen in den Himmel geschrieben sind, also ursächlich mit der Sternanordnung zusammenhängen, sondern dass sich Leute, so wie du das mit deinen Küchenfliesen machen würdest, in die gegebenen Konstellationen was reingedacht haben sollen. Das ist doch o.k., dass die das gemacht haben könnten, oder? Übrigens muß man sich bei so einer Aktion tatsächlich vielleicht auch mal ein paar Sterne wegdenken, damit es halbwegs zu den darzustellenden Formen, in diesem Fall des Küstenverlaufs, passt. Die Frage ist halt nur, in welchem Maße der Erfinder der Theorie das machen darf, sprich, wélches Maß derartiger Operationen er unseren Vorfahren zugedenkt, ob das noch wahrscheinlich ist... - tja, und das ist von vornherein als schwammige Sache zu werten, die viel Kritikstoff bietet.
> Nachtrag:
> Klar hat es Forscher / Wissenschaftler gegeben die von ihren
> Zeitgenossen
> nicht ernst genommen wurden und die wir heute als Pioniere
> betrachten.
> Der Umkehrschluss, wer heute belächelt wird ist etwas großem
> auf der Spur, geht aber sehr wahrscheinlich daneben.
Ich denke nicht, dass ich diesem Umkehrschluss unterliege.
Zudem bin ich nicht der Meinung, dass diese Theorie mit den Sternbildern unbedingt "etwas großem" entspricht.
Bleiben wir beim Polarlicht!
Mit den uns heute zur Verfügung stehenden Orientierungsmethoden kann es uns eh egal sein, welche Landkarten man sich mit wieviel Gemauschel an den Himmel basteln könnte.
Beste Grüsse,
Jens
> gerade das lässt mich stutzen. Ich nehme mal an, dass es nicht
> viel
> Widerspruch gibt wenn ich behaupte, dass es keinen ursächlichen
> Zusammenhang zwischen dem Verlauf von Flüssen (oder
> Küstenformen)
> und der Verteilung der mit dem bloßen Auge sichtbaren Sterne
> gibt.
Richtig! Aber genau deinem Trugschluss unterlag ich auch, als ich zum ersten Mal von der Geschichte hörte. Es geht dem Erfinder dieser Theorie aber eben nicht drum, dass durch irgendeinen magischen Zusammenhang diese geographischen Informationen in den Himmel geschrieben sind, also ursächlich mit der Sternanordnung zusammenhängen, sondern dass sich Leute, so wie du das mit deinen Küchenfliesen machen würdest, in die gegebenen Konstellationen was reingedacht haben sollen. Das ist doch o.k., dass die das gemacht haben könnten, oder? Übrigens muß man sich bei so einer Aktion tatsächlich vielleicht auch mal ein paar Sterne wegdenken, damit es halbwegs zu den darzustellenden Formen, in diesem Fall des Küstenverlaufs, passt. Die Frage ist halt nur, in welchem Maße der Erfinder der Theorie das machen darf, sprich, wélches Maß derartiger Operationen er unseren Vorfahren zugedenkt, ob das noch wahrscheinlich ist... - tja, und das ist von vornherein als schwammige Sache zu werten, die viel Kritikstoff bietet.
> Nachtrag:
> Klar hat es Forscher / Wissenschaftler gegeben die von ihren
> Zeitgenossen
> nicht ernst genommen wurden und die wir heute als Pioniere
> betrachten.
> Der Umkehrschluss, wer heute belächelt wird ist etwas großem
> auf der Spur, geht aber sehr wahrscheinlich daneben.
Ich denke nicht, dass ich diesem Umkehrschluss unterliege.
Zudem bin ich nicht der Meinung, dass diese Theorie mit den Sternbildern unbedingt "etwas großem" entspricht.
Bleiben wir beim Polarlicht!
Mit den uns heute zur Verfügung stehenden Orientierungsmethoden kann es uns eh egal sein, welche Landkarten man sich mit wieviel Gemauschel an den Himmel basteln könnte.
Beste Grüsse,
Jens
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Ulrich Rieth
Re: Eridanus
Hallo!
Ich verfolge den Thread mal wieder von zu Hause über 56k Modem und wollte eigentlioch nichts dazu sagen, aber mir fiel noch Folgendes auf.
Von Eridanus ist doch in Deutschland nur ein verschwindend kleiner Teil zu sehen. Wenn ich mich nicht täusche, ist der hellste und längste Teil dieser Sternenkette doch eher in südlichen Breiten zu Hause.
Wie kann man dann eigentlich auf die Idee kommen, gerade in diesem Sternbild einen Fluss in Deutschland zu finden.
Also für mich ist das genauso großer Unfug wie vor 2 Tagen ein Beitrag über angebliche deutsche Atombomben in den östlichen Landesteilen, die dort schon vor 1939 gebaut worden sein sollen.
Außerdem soll es Zyklotrone gegeben haben, mit denen mal Teilchen beschleunigen kann. Aber es wurde nie erwähnt welche Unmengen an Energie man dafür braucht. Also es gibt in Deutschland echt immer mehr Witzbolde, die einen Haufen Geld aus Gerüchten und Märchen ziehen.
Naja, dann verblüfft es auch nicht weiter, dass gerade wieder im Großraum Leipzig der Atomstrom-Filter verkauft werden kann, weil es Leute gibt, die ihn kaufen.
Über diese pseudo-Wasser-Entkalkungsanlagen, die mit ein paar blinkenden LED's und einer Batterie laufen will ich garnicht erst reden.
Gruß
Ulrich
Ich verfolge den Thread mal wieder von zu Hause über 56k Modem und wollte eigentlioch nichts dazu sagen, aber mir fiel noch Folgendes auf.
Von Eridanus ist doch in Deutschland nur ein verschwindend kleiner Teil zu sehen. Wenn ich mich nicht täusche, ist der hellste und längste Teil dieser Sternenkette doch eher in südlichen Breiten zu Hause.
Wie kann man dann eigentlich auf die Idee kommen, gerade in diesem Sternbild einen Fluss in Deutschland zu finden.
Also für mich ist das genauso großer Unfug wie vor 2 Tagen ein Beitrag über angebliche deutsche Atombomben in den östlichen Landesteilen, die dort schon vor 1939 gebaut worden sein sollen.
Außerdem soll es Zyklotrone gegeben haben, mit denen mal Teilchen beschleunigen kann. Aber es wurde nie erwähnt welche Unmengen an Energie man dafür braucht. Also es gibt in Deutschland echt immer mehr Witzbolde, die einen Haufen Geld aus Gerüchten und Märchen ziehen.
Naja, dann verblüfft es auch nicht weiter, dass gerade wieder im Großraum Leipzig der Atomstrom-Filter verkauft werden kann, weil es Leute gibt, die ihn kaufen.
Über diese pseudo-Wasser-Entkalkungsanlagen, die mit ein paar blinkenden LED's und einer Batterie laufen will ich garnicht erst reden.
Gruß
Ulrich
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Klaus Bagschik
Misverständnis
Hallo Jens,
> Richtig! Aber genau deinem Trugschluss unterlag ich auch, als
> ich zum ersten Mal von der Geschichte hörte. Es geht dem
> Erfinder dieser Theorie aber eben nicht drum, dass durch
> irgendeinen magischen Zusammenhang diese geographischen
> Informationen in den Himmel geschrieben sind,
das wollte ich damit eigentlich garnicht gesagt haben. Ich meinte nur,
dass man bei hinreichender Großzügigkeit (fast) beliebige
Muster sinnvoll(?) verbinden kann.
> Bleiben wir beim Polarlicht!
D'accord!
Ciao
Klaus
> Richtig! Aber genau deinem Trugschluss unterlag ich auch, als
> ich zum ersten Mal von der Geschichte hörte. Es geht dem
> Erfinder dieser Theorie aber eben nicht drum, dass durch
> irgendeinen magischen Zusammenhang diese geographischen
> Informationen in den Himmel geschrieben sind,
das wollte ich damit eigentlich garnicht gesagt haben. Ich meinte nur,
dass man bei hinreichender Großzügigkeit (fast) beliebige
Muster sinnvoll(?) verbinden kann.
> Bleiben wir beim Polarlicht!
D'accord!
Ciao
Klaus
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