Hallo!
Angeregt durch eine E-Mail, habe ich mir mal meine persönliche Meinung zu Sichtungsbedingungen für Polarlichter in Deutschland (und wohl auch runter bis in die Schweiz) überlegt.
Vielleicht kann ja der eine oder andere seine Meinung dazu abgeben.
Erstmal, ich denke man kann die ganze amerikanisch/kanadischen Simulationen (Canopus, Costello) bestenfalls als Indikator und dann vielleicht zu 50% in seine Chancenabschätzung einbrigen. Die sind meiner Meinung nach schlichtweg blind für den Bereich um die europäische Mitternacht, wenn wir das Aurora-Oval maximal auf "unserer Seite" der Erde haben.
Daher schau ich mir eben nur die Magnetometer an. Und dabei für alle "nicht-SAM-Besitzer" eben Magnetsrode ( http://www.tu-bs.de/institute/geophysik ... en_de.html )
Was sich für mich dabei in letzter Zeit glasklar herauskristallisiert hat ist, dass wir Polarlicht fotografieren können (wenn auch nur sehr schwach), wenn in Magnetsrode das folgende gleichzeitig passiert:
-die Y-Komponente schnellt hoch (80nT oder mehr) und kommt aus dem Diagrammbereich raus.
-die X-Komponente steigt um 60 oder mehr nano-Tesla
-die Z-Komponente fällt um 40 oder mehr nano-Tesla
Bei den absoluten Werten der Änderungen bin ich mir noch nicht ganz sicher. Ich glaube eigentlich, dass sie noch zu hoch angesetzt sind.
Evtl. sollte man bei X und Y nochmal 20nT runter gehen, aber dazu könntet ihr ja vielleicht mal Eure Meinungen und Beobachtungen abgeben.
Gruß
Ulrich
PL-Sichtungsbedingungen (ab fotografisch)
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