vor ein paar Tagen, als er in das Gesichtsfeld der SOHO-Sonde getreten ist, war er noch ca. 1-2mag heller.
Jetzt ist er nur noch mit schwachem, kurzen Schweif direkt neben der Sonnenabdeckung auch auf Lasco C2 zu sehen:
http://sohowww.nascom.nasa.gov/data/rea ... 712_c2.gif
Das war's dann wohl. Oder ist es nur durch die Perspektive bedingt, weil der Schweif jetzt genau von uns weg gerichtet ist?
Bleibt zu hoffen, dass NEAT V1 deutlich mehr bietet: dann kann er sehr hell am Tag des Perihels direkt vor Sonnenaufgang erwischt werden.
Warten wir's ab!
Jan
Was ist mit Kudo-Fujikawa los?
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Ulrich Rieth
Perspektive und LASCO Bildbearbeitung
Hallo Jan!
Ich denke mal, dass er etwa gleich hell ist, wie bei Eintritt ins LASCO FOV.
Aber wie Du schon sagst, dreht der Schweif gerade weg von uns.
Außerdem ist im LASCO Bild wohl ein Helligkeitsgradient eingebaut, denn trotz der Abdeckscheibe ist das Zentrum des Bildes immer noch heller als die Außenbereiche. Daher glaube ich, dass in den Farbversionen einfach bei zentral stehenden Objekten keine echt Schätzung möglich ist.
Das mit NEAT könnte wirklich spannend werden.
Evtl. ist er mit GOTO Scope auch am Tage neben der Sonne sichtbar.
Aber nur unter extremen Vorsichtsmaßnahmen und mit ausreichender Kontrolle durch Projektion VOR dem durchsehen.
Wobei ich es pers. natürlich nicht wagen werde.
Aber vielleicht wäre das was für ne alte Webcam?
Gruß
Ulrich
Ich denke mal, dass er etwa gleich hell ist, wie bei Eintritt ins LASCO FOV.
Aber wie Du schon sagst, dreht der Schweif gerade weg von uns.
Außerdem ist im LASCO Bild wohl ein Helligkeitsgradient eingebaut, denn trotz der Abdeckscheibe ist das Zentrum des Bildes immer noch heller als die Außenbereiche. Daher glaube ich, dass in den Farbversionen einfach bei zentral stehenden Objekten keine echt Schätzung möglich ist.
Das mit NEAT könnte wirklich spannend werden.
Evtl. ist er mit GOTO Scope auch am Tage neben der Sonne sichtbar.
Aber nur unter extremen Vorsichtsmaßnahmen und mit ausreichender Kontrolle durch Projektion VOR dem durchsehen.
Wobei ich es pers. natürlich nicht wagen werde.
Aber vielleicht wäre das was für ne alte Webcam?
Gruß
Ulrich
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Peter Kuklok
Frage zu NEAT V1
Hallo,
besteht beim Kometen NEAT V1 eigentlich die Möglichkeit, dass er unmittelbar vorm Periheldurchgang einen so riesigen Schweif entwickelt, dass man diesen dann schon einige Zeit vor dem Sonnenaufgang über dem Horizont stehen sieht? Oder kann man so ein Szenario schon jetzt ausschließen?
Ich denke da z.B. an den Kometen West (1975/76). Nach dessen Periheldurchgang konnte man so ein Schauspiel ja beobachten. Es gab von Hartwig Lüthen dazu mal einen beeindruckenden Erlebnisbericht in einem SuW-Heft (Kometen-Special).
Leider würde NEATs Schweif nur bis zum Perihel günstig für uns ausgerichtet sein, danach wäre die Südhalbkugel am Zuge.
Bin echt mal gespannt was uns da Mitte Februar erwartet. Hoffentlich macht das Kerlchen nicht schon vorher schlapp.
Grüße
Peter
besteht beim Kometen NEAT V1 eigentlich die Möglichkeit, dass er unmittelbar vorm Periheldurchgang einen so riesigen Schweif entwickelt, dass man diesen dann schon einige Zeit vor dem Sonnenaufgang über dem Horizont stehen sieht? Oder kann man so ein Szenario schon jetzt ausschließen?
Ich denke da z.B. an den Kometen West (1975/76). Nach dessen Periheldurchgang konnte man so ein Schauspiel ja beobachten. Es gab von Hartwig Lüthen dazu mal einen beeindruckenden Erlebnisbericht in einem SuW-Heft (Kometen-Special).
Leider würde NEATs Schweif nur bis zum Perihel günstig für uns ausgerichtet sein, danach wäre die Südhalbkugel am Zuge.
Bin echt mal gespannt was uns da Mitte Februar erwartet. Hoffentlich macht das Kerlchen nicht schon vorher schlapp.
Grüße
Peter
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Jan Gensler
Re: Frage zu NEAT V1
Hallo Peter,
schön wär's natürlich schon - einen Schweif ohne Kometen zu sehen...
Ich hab's eben mal in Guide für die Zeit um das Perihel sowohl nach Sonnenuntergang als auch vor Sonnenaufgang simuliert.
Entweder (wenige Tage vor dem Perihel) beträgt die Elongation max. 10° (dann müsste der Schweif schon mindestens 20° lang sein) oder aber (mehr als drei Tage vor dem Perihel) geht der Schweif ziemlich parallel zum Horizont.
Weiß jemand, ob bei solch kleinen Objekten generell mehr Gasschweif im Verhältins zu Staubschweif als bei größeren Kometen (z.B. West) zu beobachten ist?
Also bleibt noch die Möglichkeit, NEAT am Tag des Perihels kurz vor Sonnenaufgang bei wenigen Grad Elongation erwischen zu können - da muss die Atmosphäre aber exzellent sein...
Bis zwei Tage vor dem Perihel bin ich in den Alpen beim Skifahren. Da halte ich mal die Augen offen...
Grüße,
Jan
schön wär's natürlich schon - einen Schweif ohne Kometen zu sehen...
Ich hab's eben mal in Guide für die Zeit um das Perihel sowohl nach Sonnenuntergang als auch vor Sonnenaufgang simuliert.
Entweder (wenige Tage vor dem Perihel) beträgt die Elongation max. 10° (dann müsste der Schweif schon mindestens 20° lang sein) oder aber (mehr als drei Tage vor dem Perihel) geht der Schweif ziemlich parallel zum Horizont.
Weiß jemand, ob bei solch kleinen Objekten generell mehr Gasschweif im Verhältins zu Staubschweif als bei größeren Kometen (z.B. West) zu beobachten ist?
Also bleibt noch die Möglichkeit, NEAT am Tag des Perihels kurz vor Sonnenaufgang bei wenigen Grad Elongation erwischen zu können - da muss die Atmosphäre aber exzellent sein...
Bis zwei Tage vor dem Perihel bin ich in den Alpen beim Skifahren. Da halte ich mal die Augen offen...
Grüße,
Jan
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Roland Harter
Wird wohl nicht ganz so hell
> Ich denke da z.B. an den Kometen West (1975/76). Nach dessen
> Periheldurchgang konnte man so ein Schauspiel ja beobachten. Es
> ................
> Bin echt mal gespannt was uns da Mitte Februar erwartet.
> Hoffentlich macht das Kerlchen nicht schon vorher schlapp.
Charles Morris ist eher letzterer Meinung zugeneigt. Der Anstieg der Helligkeit wird schon geringer und könnte schlechtestenfalls auf 0 sinken.
> Periheldurchgang konnte man so ein Schauspiel ja beobachten. Es
> ................
> Bin echt mal gespannt was uns da Mitte Februar erwartet.
> Hoffentlich macht das Kerlchen nicht schon vorher schlapp.
Charles Morris ist eher letzterer Meinung zugeneigt. Der Anstieg der Helligkeit wird schon geringer und könnte schlechtestenfalls auf 0 sinken.
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