Klarer Himmel

Antworten
Peter Haubold

Klarer Himmel

Beitrag von Peter Haubold » 29. Mär 2003, 22:55

ALso ich sitzt hier im Norden von Kiel und wenn ich aus dem Fenster schaue, dann sehe ich zumindest den einen oder andern Stern (hab aber auch ne Strassenlampe vor der Nase)

Daher eben die Frage, weil ich sonst doch noch rausfahre....

Gruss, Peter

lutz schenk

Re: Klarer Himmel

Beitrag von lutz schenk » 29. Mär 2003, 23:02

Peter, die Frage stell ich mir auch immer wieder...

Ich kann auch nur die MM's beobachten, und das IMF und hoffen es bleibt so. Dann muß man entscheiden ob man losfährt oder nicht.

Ich würde Dir so gerne einen eindeutigen Rat geben, aber das geht einfach nicht...

Gruß Lutz

Peter Haubold

Re: Klarer Himmel

Beitrag von Peter Haubold » 29. Mär 2003, 23:07

Hi Lutz,

ich weiss , ich weis.. ich erwarte auch keine 100 % Aussage...
ich denke mir mal, ich schnapp mir den Fotoapp. und fahr raus..
und wenn's nix wird. dann bekomme ich weder das eine noch das andere zu sehen... (Mein Videorecorder ist im Moment defekt)

Grummel.. also wer ne Kassette hat und mir ZDF 0:30 bis 4:30 aufnehmen kann.

Gruss, Peter

PS: vielleicht hab ich das Glück auf ein foto-PL

> Peter, die Frage stell ich mir auch immer wieder...

> Ich kann auch nur die MM's beobachten, und das IMF und hoffen es
> bleibt so. Dann muß man entscheiden ob man losfährt oder nicht.

> Ich würde Dir so gerne einen eindeutigen Rat geben, aber das
> geht einfach nicht...

> Gruß Lutz

adalbert.welnowski

Re: Klarer Himmel *PIC*

Beitrag von adalbert.welnowski » 29. Mär 2003, 23:33

Hallo Peter.

Oh man ,garantie gibts keine,ich würde ab 23:21:24 UT fotografieren.

Diese grafik basiert auf ACE daten und so wie sie aussith habe ich es noch NIE GESEHEN .Die blaue und gelbe sind dich nebenandern .besonders um ca.00:10:00 UT ,und das ist gut

Wenn du irgendwo in der nähe freies N horizont hast ,mach da paar fotos und dann ewentuel weiter.

Viel Glück

Wojtek

P.S.
mein windows hat sich gerade verabschidet (aus der grosser wut),deswegen schreibe ich das so spät

Hoffuntlich kannst du das nicht mehr lesen-weil du draussen bist

adalbert.welnowski

Re: Klarer Himmel *PIC*

Beitrag von adalbert.welnowski » 29. Mär 2003, 23:53

> Hallo Peter.

> Oh man . Das bild wird im moment immer besser der blaue bereich-das ist das Bz vom ACE (der ist jetzt -9)
dae gelbe kombiniert dichte (jetzt25)und speed(441 km/s) vom ACE ist noch gröser .

Ab 00:20:00 UT wird interesant

Wiederholung :Hoffuntlich kannst du das nicht mehr lesen-weil du draussen bist .

Garantie gibts keine aber viel glück

Wojtek

Peter Haubold

Re: Klarer Himmel

Beitrag von Peter Haubold » 30. Mär 2003, 02:38

Moin..
so ich bin jetzt seit ner knappen Stunde wieder zu Hause..
also das mit dem klaren Himmel... war nun doch nicht so klar...

daher hab ich leider keine ausbeute zu vermelden...

schade...

Ulrich Rieth

ACE Magnetopause Modell

Beitrag von Ulrich Rieth » 30. Mär 2003, 19:03

Hallo Wojtek!

Die Grafik, die Du hier zeigst, basiert auf den ACE MAG Daten (blauer Teil, oben).
Außerdem gehen die Sonnenwindgeschwindigkeit und Dichte aus ACE SWEPAM ein (gelber Teil, oben).
Das eigentlich interessante ist dann aber die aus beiden Datensätzen modellierte Lage der Magnetopause. Dies ist im unteren, großen Teil der Grafik dargestellt.
Im Zentrum des Koordinatensystems sieht man die Erde.
Als türkis gestrichelter und rotierender Kreis ist der geosynchrone (oder auch geostationäre) Orbit dargestellt. Also der Orbit, wo z.B. die Astrasatelliten einmal am Tag um die Erde kreisen, also quasi ortsfest mit der Erde rotieren.
In violett und rot sieht man dann die irdische Magnetosphäre. Nach Links gehst in Richtung Sonne.
Je weiter jetzt das IMF südlich ausgerichtet ist, desto besser kann die Vorderseite der Magnetosphäre (in Sonnenrichtung), also die Magnetopause, abgetragen bzw. zur Erde hingedrückt werden.
Bei "guten" geomagnetischen Stürmen erreicht die Magnetopause dann auch den geosynchronen Orbit. Wenn das passiert und der GOES Satellit gerade auf der Tagseite der Erde fliegt, sieht man am GOES Magnetometer einen sogenannten Magnetopausedurchgang. Die Kurve des GOES Magnetometers geht dann sehr schnell hoch und runter von -250 bis +250nT, was die komplette Skalenweite darstellt.
Bisher war es auch immer so, dass wir gut sichtbares Polarlicht nur bei solchen Anlässen bekommen haben.
Leider kann ich auf meiner Platte gerade die Aufzeichnung vom Oktober 2001 nicht finden, aber ich glaube die liegt auch irgendwo im Netz rum.
Gruß

Ulrich

adalbert.welnowski

Re: ACE Magnetopause Modell

Beitrag von adalbert.welnowski » 30. Mär 2003, 21:11

> Hallo Wojtek!

> Die Grafik, die Du hier zeigst, basiert auf den ACE MAG Daten
> (blauer Teil, oben).
> Außerdem gehen die Sonnenwindgeschwindigkeit und Dichte aus ACE
> SWEPAM ein (gelber Teil, oben).
> Das eigentlich interessante ist dann aber die aus beiden
> Datensätzen modellierte Lage der Magnetopause. Dies ist im
> unteren, großen Teil der Grafik dargestellt.
> Im Zentrum des Koordinatensystems sieht man die Erde.
> Als türkis gestrichelter und rotierender Kreis ist der
> geosynchrone (oder auch geostationäre) Orbit dargestellt. Also
> der Orbit, wo z.B. die Astrasatelliten einmal am Tag um die Erde
> kreisen, also quasi ortsfest mit der Erde rotieren.
> In violett und rot sieht man dann die irdische Magnetosphäre.
> Nach Links gehst in Richtung Sonne.
> Je weiter jetzt das IMF südlich ausgerichtet ist, desto besser
> kann die Vorderseite der Magnetosphäre (in Sonnenrichtung), also
> die Magnetopause, abgetragen bzw. zur Erde hingedrückt werden.
> Bei "guten" geomagnetischen Stürmen erreicht die
> Magnetopause dann auch den geosynchronen Orbit. Wenn das
> passiert und der GOES Satellit gerade auf der Tagseite der Erde
> fliegt, sieht man am GOES Magnetometer einen sogenannten
> Magnetopausedurchgang. Die Kurve des GOES Magnetometers geht
> dann sehr schnell hoch und runter von -250 bis +250nT, was die
> komplette Skalenweite darstellt.
> Bisher war es auch immer so, dass wir gut sichtbares Polarlicht
> nur bei solchen Anlässen bekommen haben.
> Leider kann ich auf meiner Platte gerade die Aufzeichnung vom
> Oktober 2001 nicht finden, aber ich glaube die liegt auch
> irgendwo im Netz rum.
> Gruß

> Ulrich

Hallo Ulrich.

Danke für Deine erklärung.

Das obere Teil der Grafik habe Ich gestern(heute) zur vorhersage vom ankunft vom "Kleinen Schockwellen" auf der Erde benutzt.Der Model oben,die verbindung vom ACE Bz und Dynamic Presure ist sehr aussagekraftig,es zeigt ja was uns in nächsten z.b. 60 minuten erwartet.Das Bz kurz nach Mitternacht(UT) warierte bei ca. -9,im moment bei ca. -6 aber der Drück ist jetzt bei ca. 1.5 pv2 und um
01:07:06 UT war 12 pv2.Es fählte nicht viel und der GEOS Satelit hätte einen Magnetopausedurchgang "erlebt".Ich lies mir gerade zur Erinerung und Archiwirungs zwecken diese Grafik vom vergangener Nacht erstellen.Weil Gestern die daten so günstig waren,habe Ich ein bisschen gehoft das da was für uns rauskommt.

Ist so ein Magnetopausedurchgang nicht für Geostationere Sateliten gefärlich ?.So einen wie ASTRA kann man nicht "Bepanzern".

Was Ich nicht weis,wie schnell reagiert das Magnetfeld der Erde in wirkligkeit,wirklich so schnell wie in der Grafik,oder dauert es länger.(Je näher der Erdoberfläche desto länger,höcher gibts schneller veränderung ?)

Da der Bz Gestern fast 12 Stunden lang im minus war,nur durch kurze impulse nach oben unterbrochen,habe ich gedacht das Magnetfeld der Erde schon zimlich zusammengedrückt war und dann würde klienere anstieg vom Speed (und oder)Dichte schon reichen.So wie nach Miternach UT.

Oder hat sich das Magnetfeld in den kurzen positiwen Bz perioden wieder so enspannt,das es so zusagen vom vorne anfangen musste (mit dem zusammendrücken)?

Grüsse.

Wojtek.


Ulrich Rieth

Re: ACE Magnetopause Modell

Beitrag von Ulrich Rieth » 31. Mär 2003, 07:42

Hallo Wojtek!

Bitte beim nächsten Mal das Massenquoting entfernen. Es erhöht nur unnötig die Serverlast. Und 66GB pro Jahr müssen ja nicht unbedingt wiederholt werden. Der Aufruf gilt natürlich für alle.

> Das Model oben, die verbindung vom ACE Bz und Dynamic
> Presure ist sehr aussagekraftig, es zeigt ja was uns in nächsten
> z.b. 60 minuten erwartet.

Wobei natürlich die "Vorhersagezeit" von der Sonnenwindgeschwindigkeit abhängt.

> Das Bz kurz nach Mitternacht(UT)
> varierte bei ca. -9, im moment bei ca. -6 aber der Drück ist
> jetzt bei ca. 1.5 pv2 und um 01:07:06 UT war 12 pv2.

Ja, das sieht immer sehr spektakulär aus.
Aber bei einem Bz von -9 gibts zwar meist recht nette K-Werte, allerdings ist die sichtbare Aktivität dann doch eher gering bis nicht vorhanden.

> Es fehlte nicht viel und der GEOS Satellit
> hätte einen Magnetopausedurchgang "erlebt".

Oh doch, wenn ich mir das Modell der Magnetopause unten ansehe, fehlten da noch viele Re (Erdradien). Ich denke mal, bevor Bz nicht bei -15nT ist, kann es zu keinem Magnetopausedurchgang kommen, weil die Magnetosphäre einfach nicht genügen weg-errodiert wird.

> Ich lies mir gerade zur Erinerung und Archivierungszwecken
> diese Grafik von vergangener Nacht erstellen.

Oh, kannst Du vielleicht nochmal den Link posten, unter dem man sich diese Grafiken erstellen lassen kann? Ich finde ihn nämlich nicht mehr.

> Weil Gestern die daten so günstig waren,
> habe Ich ein bisschen gehoft das da was für uns rauskommt.

Kann ich zwar nicht so auf Anhieb bestätigen, aber allein von den ACE 3 und 7 Tage Daten, hätte ich da keine Hoffnung gehabt. Zumindest was den Magnetopausedurchgang und das hell sichtbare Polarlicht angeht.

> Ist so ein Magnetopausedurchgang nicht für geostationäre
> Satelliten gefährlich? So einen wie ASTRA kann man nicht
> "Bepanzern".

Stimmt! Und daher ist so ein starker geomagnetischer Sturm, bei dem es zu Magnetopausedurchgängen kommt (ich glaube ein G3 muss es schon sein), sehr gefährlich für die Satelliten.
Unter anderem mit den Vorhersagen solcher Durchgänge verdient auch das STD sein Geld.
Man kann zwar nicht viel dagegen machen, aber wenigstens die Sicherheitsmodi können bei entsprechender Vorwarnung erhöht werden.
Wenn der Satellit also aus dem Schutz der Magnetosphäre rausläuft, laden sich zunächst die Oberflächen auf. Dies führ sehr schnell zu einem Effizienzverlust der Solarpanele und damit zu einer Verminderung in der Stromproduktion. Wenn es ganz heftig wird, springen die äußeren Ladungen per Funkenentladung auf die empfindliche Elektronik über. Und so ein Überschlag kann dann zum totalen Verlust des Satelliten führen.
Sowas passiert sogar recht häufig, nur solange es nicht bei Astra oder Eutelsat auftritt, merkt der Normalbürger davon eben nichts.

> Was Ich nicht weis, wie schnell reagiert das Magnetfeld der Erde
> in Wirklichkeit, wirklich so schnell wie in der Grafik, oder dauert
> es länger.(Je näher der Erdoberfläche desto länger, höher gibts
> schneller Veränderung ?)

Ne, das geht wohl tatsächlich von einer Sekunde zur nächsten.
Die Cluster Satelliten der ESA haben da schon ein paar großartige Entdeckungen gemacht. Man kann da teilweise an den Daten "live" mitverfolgen, wie die Magnetosphäre schrumpft und nach und nach einen Satelliten nach dem anderen aus ihrem Schutzbereich rausnimmt.
Natürlich wird es je näher man der Erde kommt, schwieriger, denn je näher man der Quelle des Magnetfeldes kommt, desto stärker wird es ja auch.

> Da der Bz Gestern fast 12 Stunden lang im minus war,nur durch
> kurze impulse nach oben unterbrochen, habe ich gedacht das
> Magnetfeld der Erde schon ziemlich zusammengedrückt war und dann
> würden kleinere Anstiege vom Speed und/oder Dichte schon
> reichen. So wie nach Miternach UT.
> Oder hat sich das Magnetfeld in den kurzen positiven Bz Perioden
> wieder so enspannt, dass es sozusagen vom vorne anfangen musste
> (mit dem Zusammendrücken)?

Ich glaube das weiss man noch nicht so genau, aber es gibt in 2007 wohl wieder eine neue NASA Mission, die sich mit dem Entstehen von Substürmen beschäftigen wird.
Allerdings geht die Entspannung bzw. der Wiederaufbau der Magnetosphäre wohl sehr schnell. Ist auch nur eine Frage von Sekunden.
Andererseits bleibt die Magnetosphäre aber auch dauerhaft gestört, weshalb sich dann der Abbau doch wieder schneller vollziehen kann.
Gruß

Ulrich

adalbert.welnowski

Re: Missing Link

Beitrag von adalbert.welnowski » 31. Mär 2003, 15:11

Hallo Ulrich.

Link Jetzt,Antwort später,muss das alles durchstudieren.

http://hermes.spasci.com/cgi-bin/past.html

Gruss.

Wojtek

P.S.

Es dauert mehrere minuten,auch bei DSL,bis die animation fertig ist.


adalbert.welnowski

Re: ACE Magnetopause Modell

Beitrag von adalbert.welnowski » 1. Apr 2003, 14:16

Hallo Ulrich.

Danke für ausfürliche Erklerung.
Paar Sachen sehe Ich jetzt klaerer.
(Ich glaube,es gibt im Forum auch andere Leute,besonders die Anfaenger wie ich,die sich über sachlichen austausch vom Informationen freuen,wie sonst soll man was Neues erfaren in diesen schweren "Geschaeft".

Kannst Du vielleicht den Link zum Daten vom Cluster Sateliten posten,das muss Ich mir genauer ansehen.

Noch kurz zum Bild.

http://wojtek.welnowski.bei.t-online.de/pause.jpg

Gabs hier schon fast ein Magnetopausedurchgang ?.Oder habe ich hier bereiche verwechselt und musste sich Geostationaere Orbit ausserhalb vom Roten bereich befinden ?

Grusse.

Wojtek

Ulrich Rieth

Re: ACE Magnetopause Modell

Beitrag von Ulrich Rieth » 2. Apr 2003, 16:34

Hallo Wojtek!

> Kannst Du vielleicht den Link zum Daten vom Cluster Sateliten
> posten, das muss Ich mir genauer ansehen.

Echtzeit-Daten von Cluster gibt es leider nicht, aber wenn Du mit Google mal nach ESA und Cluster suchst, findest Du sicher ein paar Artikel und darin stehen zumindest ein paar erste Ergebnisse.

> Noch kurz zum Bild.
> http://wojtek.welnowski.bei.t-online.de/pause.jpg Gabs hier
> schon fast ein Magnetopausedurchgang?

Ja, fast, wenn diese blaue Linie den gestrichelten Kreis des geostationären Orbits trifft oder sich sogar hinter diesen zurück zieht, kann es zu einem Magnetopausedurchgang kommen.
Um diesen dann auch an den GOES Satelliten sehen zu können, muss sich wenigstens einer der beiden Satelliten aber auch auf der Tagseite der Erde befinden, also irgendwo zwischen Erde und Sonne stehen.
Hinter der Erde ist die Magnetosphäre ja wie ein Schweif ausgedeht und wird dort auch nicht durch einen Sturm verkleinert, so dass dort auch keine Satelliten die Magnetopause durchkreuzen können.
Gruß

Ulrich

Bernhard Dorner

Wenns hilft: Cluster-HP: http://sci.esa.int/home/clusterii *

Beitrag von Bernhard Dorner » 2. Apr 2003, 17:01

Wenns hilft: Cluster-HP: http://sci.esa.int/home/clusterii *o.T.*

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste