...heute Abend gibt es schon die letzte Chance auf eine ringförmige Verfinsterung eines Jupitermondes.
Von 23:06:58 bis 23:10:07 verfinstert der Mond Europa den Mond Io zu 41%. Dabei ist die Finsternis für 63 Sekunden ringförmig.
Die weiteren Daten bis zum Ende der diesjährigen Reihe sind:
12.05. / 01:21:45 - 01:24:32 / Europa verfinstert Io / 38%
14.05. / 21:33:51 - 21:34:23 / Europa bedeckt Ganymed / 1%
14.05. / 23:53:29 - 00:13:17 / Callisto bedeckt Io / 55%
21.05. / 21:32:43 - 21:34:50 / Io verfinstert Ganymed / 10%
22.05. / 00:55:54 - 00:58:11 / Europa bedeckt Ganymed / 5%
23.05. / 21:39:37 - 21:44:12 / Europa bedeckt Io / 99%
24.05. / 22:48:16 - 22:54:01 / Ganymed verfinstert Io / 43%
31.05. / 00:00:13 - 00:04:51 / Io bedeckt Europa / 83%
01.06. / 23:55:31 - 00:08:15 / Io verfinstert Ganymed / 54%
08.06. / 22:51:02 - 22:56:58 / Io bedeckt Ganymed / 1%
Das Datum gehört immer zur ersten Uhrzeit, auch bei Datumswechsel. Die Zeiten sind in MESZ.
Viel Spaß beim beobachten.
Gruß
Ulrich
Ende der Jupitermondbedeckungen /-verfinsterungen in Sicht..
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Wolfgang Dzieran
Beobachtungsbericht
Die Verfinsterung heute abend war mit meinem C8 Teleskop gut zu bobachten. Mond I wurde zur angegebenen Zeit deutlich dunkler, um dann eine Weile im "Dämmerungszustand" zu verharren und anschließend wieder heller zu werden. Von einer "Ringförmigkeit" habe ich aber - wie schon bei vorausgegangenen Verfinsterungen - nichts feststellen können.
Wahrscheinlich gibt es dafür mehrere Gründe: Zum einen ist die Auflösung meines Teleskops wahrscheinlich noch zu gering (200mm Spiegeldurchmesser, 2000mm Brennweite), andererseits war heute das Seeing auch ausgesprochen schlecht. Gamma Leonis oder Castor waren so etwa die unterste Grenze, um Doppelsterne aufzulösen (ca. 4 Bogensekunden), mit 17° Celsius war es einfach noch zu warm. Ich habe es auch an den immer wieder mal auftauchenden Luftböen gemerkt, ein typisches Zeichen für Sommertage, dann dauert es meist lange, bis es zu einem lokalen Temperaturausgleich kommt. Gestern nacht waren die Bedingungen eindeutig besser, aber da waren es auch nur so 6°.
Wie sah Deine Beobachtung aus? Konntest Du mehr erkennen?
Schöne Grüße
Wolfgang
aus Bad Lippspringe
Wahrscheinlich gibt es dafür mehrere Gründe: Zum einen ist die Auflösung meines Teleskops wahrscheinlich noch zu gering (200mm Spiegeldurchmesser, 2000mm Brennweite), andererseits war heute das Seeing auch ausgesprochen schlecht. Gamma Leonis oder Castor waren so etwa die unterste Grenze, um Doppelsterne aufzulösen (ca. 4 Bogensekunden), mit 17° Celsius war es einfach noch zu warm. Ich habe es auch an den immer wieder mal auftauchenden Luftböen gemerkt, ein typisches Zeichen für Sommertage, dann dauert es meist lange, bis es zu einem lokalen Temperaturausgleich kommt. Gestern nacht waren die Bedingungen eindeutig besser, aber da waren es auch nur so 6°.
Wie sah Deine Beobachtung aus? Konntest Du mehr erkennen?
Schöne Grüße
Wolfgang
aus Bad Lippspringe
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Ulrich Rieth
Re: Beobachtungsbericht
Hi Wolfgang!
Ich habe mich mehr auf die Fotos konzentriert und während des Zeitraums jeweils alle 30sec ein Bild gemacht, plus ein Bild 1min vorher und nachher.
Aber selbst im Sucher wurde Io klar dunkler.
Was das Seeing angeht, war es heute Abend echt grausam. Heute Mittag beim Sonnenflecken beobachten war es wesentlich besser, aber da ging noch mehr Wind.
Dafür war aber die Transparenz an der oberen Grenze. Ich hatte eine lockere Grenzgröße im Zenit von +6.35mag (die vordere Dreiergruppe im Kasten von UMi war schön zu sehen).
Sowas forderte natürlich ein paar Galaxienfotos und so habe ich je 20min mit dem 400F auf M100, M84/86 und NGC4216 draufgehalten.
Danach ging es dann zur Galaxien-Jagd mit dem 35er Panoptik.
War mal wieder schön, die vielen verschiedenen Formen, Spiralarme, Staubbänder zu sehen.
Leider ist der Himmel hier in Rhein-Main aber immer nur mittelgrau, wenn er so gut wie heute ist. Ich denke im Hunsrück wäre es heute gigantisch gewesen.
Für diese Saison, war es wohl erstmal der letzte Blick auf Jupiter. Saturn ging hinter den Bäumen schon nicht mehr und leider war ich auch für ein spitzen Mondfoto etwas zu spät.
Ab jetzt heißt es dann erstmal...Finsternisse und Mars, Mars, Mars...
Klaren Himmel!
Ulrich
Ich habe mich mehr auf die Fotos konzentriert und während des Zeitraums jeweils alle 30sec ein Bild gemacht, plus ein Bild 1min vorher und nachher.
Aber selbst im Sucher wurde Io klar dunkler.
Was das Seeing angeht, war es heute Abend echt grausam. Heute Mittag beim Sonnenflecken beobachten war es wesentlich besser, aber da ging noch mehr Wind.
Dafür war aber die Transparenz an der oberen Grenze. Ich hatte eine lockere Grenzgröße im Zenit von +6.35mag (die vordere Dreiergruppe im Kasten von UMi war schön zu sehen).
Sowas forderte natürlich ein paar Galaxienfotos und so habe ich je 20min mit dem 400F auf M100, M84/86 und NGC4216 draufgehalten.
Danach ging es dann zur Galaxien-Jagd mit dem 35er Panoptik.
War mal wieder schön, die vielen verschiedenen Formen, Spiralarme, Staubbänder zu sehen.
Leider ist der Himmel hier in Rhein-Main aber immer nur mittelgrau, wenn er so gut wie heute ist. Ich denke im Hunsrück wäre es heute gigantisch gewesen.
Für diese Saison, war es wohl erstmal der letzte Blick auf Jupiter. Saturn ging hinter den Bäumen schon nicht mehr und leider war ich auch für ein spitzen Mondfoto etwas zu spät.
Ab jetzt heißt es dann erstmal...Finsternisse und Mars, Mars, Mars...
Klaren Himmel!
Ulrich
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Gunnar Glitscher
Re: Beobachtungsbericht
Hallo Ulrich und Wolfgang,
der rasche Helligkeitswechsel von Io inerhalb von ein paar Minuten war trotz starker Luftunruhe im 80-mm-Refraktor bei V=36x wirklich sehr eindrucksvoll; dazu noch die malerische Mondsichel inkl. Erdschein und kurz vorher ein -8 mag Flare von Iridium 42 - da kommt kein Fernsehprogramm mehr mit...
Gruß,
Gunnar
> Hi Wolfgang!
> Ich habe mich mehr auf die Fotos konzentriert und während des
> Zeitraums jeweils alle 30sec ein Bild gemacht, plus ein Bild
> 1min vorher und nachher.
> Aber selbst im Sucher wurde Io klar dunkler.
> Was das Seeing angeht, war es heute Abend echt grausam. Heute
> Mittag beim Sonnenflecken beobachten war es wesentlich besser,
> aber da ging noch mehr Wind.
> Dafür war aber die Transparenz an der oberen Grenze. Ich hatte
> eine lockere Grenzgröße im Zenit von +6.35mag (die vordere
> Dreiergruppe im Kasten von UMi war schön zu sehen).
> Sowas forderte natürlich ein paar Galaxienfotos und so habe ich
> je 20min mit dem 400F auf M100, M84/86 und NGC4216
> draufgehalten.
> Danach ging es dann zur Galaxien-Jagd mit dem 35er Panoptik.
> War mal wieder schön, die vielen verschiedenen Formen,
> Spiralarme, Staubbänder zu sehen.
> Leider ist der Himmel hier in Rhein-Main aber immer nur
> mittelgrau, wenn er so gut wie heute ist. Ich denke im Hunsrück
> wäre es heute gigantisch gewesen.
> Für diese Saison, war es wohl erstmal der letzte Blick auf
> Jupiter. Saturn ging hinter den Bäumen schon nicht mehr und
> leider war ich auch für ein spitzen Mondfoto etwas zu spät.
> Ab jetzt heißt es dann erstmal...Finsternisse und Mars, Mars,
> Mars...
> Klaren Himmel!
> Ulrich
der rasche Helligkeitswechsel von Io inerhalb von ein paar Minuten war trotz starker Luftunruhe im 80-mm-Refraktor bei V=36x wirklich sehr eindrucksvoll; dazu noch die malerische Mondsichel inkl. Erdschein und kurz vorher ein -8 mag Flare von Iridium 42 - da kommt kein Fernsehprogramm mehr mit...
Gruß,
Gunnar
> Hi Wolfgang!
> Ich habe mich mehr auf die Fotos konzentriert und während des
> Zeitraums jeweils alle 30sec ein Bild gemacht, plus ein Bild
> 1min vorher und nachher.
> Aber selbst im Sucher wurde Io klar dunkler.
> Was das Seeing angeht, war es heute Abend echt grausam. Heute
> Mittag beim Sonnenflecken beobachten war es wesentlich besser,
> aber da ging noch mehr Wind.
> Dafür war aber die Transparenz an der oberen Grenze. Ich hatte
> eine lockere Grenzgröße im Zenit von +6.35mag (die vordere
> Dreiergruppe im Kasten von UMi war schön zu sehen).
> Sowas forderte natürlich ein paar Galaxienfotos und so habe ich
> je 20min mit dem 400F auf M100, M84/86 und NGC4216
> draufgehalten.
> Danach ging es dann zur Galaxien-Jagd mit dem 35er Panoptik.
> War mal wieder schön, die vielen verschiedenen Formen,
> Spiralarme, Staubbänder zu sehen.
> Leider ist der Himmel hier in Rhein-Main aber immer nur
> mittelgrau, wenn er so gut wie heute ist. Ich denke im Hunsrück
> wäre es heute gigantisch gewesen.
> Für diese Saison, war es wohl erstmal der letzte Blick auf
> Jupiter. Saturn ging hinter den Bäumen schon nicht mehr und
> leider war ich auch für ein spitzen Mondfoto etwas zu spät.
> Ab jetzt heißt es dann erstmal...Finsternisse und Mars, Mars,
> Mars...
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