Hallo,
nun sind auch wir zurück aus dem Norden, vollgepackt mit Eindrücken, verzaubert von der Landschaft, dem Polarlicht und den freundlichen Menschen. Unser Flug gestern Nacht: Start um 22.00 in Ivalo, Aufstieg durch dichtes Schneetreiben, dann ein verschleierter Mond und kurze Zeit später die Durchsage des Piloten: "You can see the Aurora Borealis on both sides of the aircraft." - ein Traum wird war. Eine strahlende Aurora ohne jegliche Sichtstörung durch Dunst. Am liebsten hätte ich das Flugzeug entführt und den Piloten gezwungen, bis zur Dämmerung über Nordfinnland zu kreisen, unser Anschlußflug war eh erst heute Morgen. Ich hätte auch jedem Passagier zur Entschädigung für die Verspätung einen drink nach Wahl ausgegeben. Doch so, als "braver Bürger", bekam ich eine gute Lektion, nämlich aus verschiedenen Perspektiven eine Aktivität zu verfolgen - was über Ivalo brilliant war, erschien in Höhe Rovaniemi nur noch als heller schmaler Bogen. Dort war dann ein zweiter Bogen, unter dem wir hindurch flogen. Dessen Intensität war geringer, direkt über uns erschien er als relativ diffuser Fächer (klassisches Postkartenmotiv), später, beinahe bis Helsinki auch diese Aktivitätszone nur noch als typischer "ruhiger Bogen" am Horizont. Nun hatte ich auch fast Genickstarre, vom Rückwärtsgucken.
Ein besonderer Höhepunkt unserer Tour war unser Aufenthalt am geophysikalischen Observatorium Sodankylä, wo wir mit Esa Turunen, unter fachmännischer Anleitung sozusagen, eine Beobachtungsnacht erleben durften. Leider haben wir Claudia, Wolfgang und Ulrich nicht getroffen, wo habt ihr gesteckt? Hoffentlich haben wir uns nicht verfehlt!
Nun müssen wir erstmal wieder richtig heimkommen, die Gedanken "stecken noch tief im Schnee", und morgen gehen die Filme ins Labor, hoffentlich wird das Diarahmen eine aufregende Nachreise, ich bin jedenfalls gespannt.
Jens
"Bremen zurück aus Lappland"...
-
Herwig, Rostock
Den Inari mit PL-Spiegelung aus der Luft gesehen ...
...kann man sich nach Deiner Schilderung auch ausmalen. Fein, Fein.
Die Maschine müsste man vielleicht nicht gleich kapern - auf den Lofoten hab ich 98 mal hinter freundlichen Piloten gesessen, die auch bereit gewesen wären, mal kurz anzuhalten
Hier noch einige parallele Eindrücke und leckere Bilder von André Breutel (ca.16.-22.3.) von Norwegens Küste zwischen Tromsø und Lofoten.
http://www.breutel.de/tour2002w/index.htm
Gruß Herwig
> Hallo,
> nun sind auch wir zurück aus dem Norden, vollgepackt mit
> Eindrücken, verzaubert von der Landschaft, dem Polarlicht und
> den freundlichen Menschen. Unser Flug gestern Nacht: Start um
> 22.00 in Ivalo, Aufstieg durch dichtes Schneetreiben, dann ein
> verschleierter Mond und kurze Zeit später die Durchsage des
> Piloten: "You can see the Aurora Borealis on both sides of
> the aircraft." - ein Traum wird war. Eine strahlende Aurora
> ohne jegliche Sichtstörung durch Dunst. Am liebsten hätte ich
> das Flugzeug entführt und den Piloten gezwungen, bis zur
> Dämmerung über Nordfinnland zu kreisen, unser Anschlußflug war
> eh erst heute Morgen. Ich hätte auch jedem Passagier zur
> Entschädigung für die Verspätung einen drink nach Wahl
> ausgegeben. Doch so, als "braver Bürger", bekam ich
> eine gute Lektion, nämlich aus verschiedenen Perspektiven eine
> Aktivität zu verfolgen - was über Ivalo brilliant war, erschien
> in Höhe Rovaniemi nur noch als heller schmaler Bogen. Dort war
> dann ein zweiter Bogen, unter dem wir hindurch flogen. Dessen
> Intensität war geringer, direkt über uns erschien er als relativ
> diffuser Fächer (klassisches Postkartenmotiv), später, beinahe
> bis Helsinki auch diese Aktivitätszone nur noch als typischer
> "ruhiger Bogen" am Horizont. Nun hatte ich auch fast
> Genickstarre, vom Rückwärtsgucken.
> Ein besonderer Höhepunkt unserer Tour war unser Aufenthalt am
> geophysikalischen Observatorium Sodankylä, wo wir mit Esa
> Turunen, unter fachmännischer Anleitung sozusagen, eine
> Beobachtungsnacht erleben durften. Leider haben wir Claudia,
> Wolfgang und Ulrich nicht getroffen, wo habt ihr gesteckt?
> Hoffentlich haben wir uns nicht verfehlt!
> Nun müssen wir erstmal wieder richtig heimkommen, die Gedanken
> "stecken noch tief im Schnee", und morgen gehen die
> Filme ins Labor, hoffentlich wird das Diarahmen eine aufregende
> Nachreise, ich bin jedenfalls gespannt.
> Jens
Die Maschine müsste man vielleicht nicht gleich kapern - auf den Lofoten hab ich 98 mal hinter freundlichen Piloten gesessen, die auch bereit gewesen wären, mal kurz anzuhalten
Hier noch einige parallele Eindrücke und leckere Bilder von André Breutel (ca.16.-22.3.) von Norwegens Küste zwischen Tromsø und Lofoten.
http://www.breutel.de/tour2002w/index.htm
Gruß Herwig
> Hallo,
> nun sind auch wir zurück aus dem Norden, vollgepackt mit
> Eindrücken, verzaubert von der Landschaft, dem Polarlicht und
> den freundlichen Menschen. Unser Flug gestern Nacht: Start um
> 22.00 in Ivalo, Aufstieg durch dichtes Schneetreiben, dann ein
> verschleierter Mond und kurze Zeit später die Durchsage des
> Piloten: "You can see the Aurora Borealis on both sides of
> the aircraft." - ein Traum wird war. Eine strahlende Aurora
> ohne jegliche Sichtstörung durch Dunst. Am liebsten hätte ich
> das Flugzeug entführt und den Piloten gezwungen, bis zur
> Dämmerung über Nordfinnland zu kreisen, unser Anschlußflug war
> eh erst heute Morgen. Ich hätte auch jedem Passagier zur
> Entschädigung für die Verspätung einen drink nach Wahl
> ausgegeben. Doch so, als "braver Bürger", bekam ich
> eine gute Lektion, nämlich aus verschiedenen Perspektiven eine
> Aktivität zu verfolgen - was über Ivalo brilliant war, erschien
> in Höhe Rovaniemi nur noch als heller schmaler Bogen. Dort war
> dann ein zweiter Bogen, unter dem wir hindurch flogen. Dessen
> Intensität war geringer, direkt über uns erschien er als relativ
> diffuser Fächer (klassisches Postkartenmotiv), später, beinahe
> bis Helsinki auch diese Aktivitätszone nur noch als typischer
> "ruhiger Bogen" am Horizont. Nun hatte ich auch fast
> Genickstarre, vom Rückwärtsgucken.
> Ein besonderer Höhepunkt unserer Tour war unser Aufenthalt am
> geophysikalischen Observatorium Sodankylä, wo wir mit Esa
> Turunen, unter fachmännischer Anleitung sozusagen, eine
> Beobachtungsnacht erleben durften. Leider haben wir Claudia,
> Wolfgang und Ulrich nicht getroffen, wo habt ihr gesteckt?
> Hoffentlich haben wir uns nicht verfehlt!
> Nun müssen wir erstmal wieder richtig heimkommen, die Gedanken
> "stecken noch tief im Schnee", und morgen gehen die
> Filme ins Labor, hoffentlich wird das Diarahmen eine aufregende
> Nachreise, ich bin jedenfalls gespannt.
> Jens
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