Zwischen 3.30 und 5.15 Uhr habe ich die Geminiden in der lausigen Kälte von minus 8 Grad (plus Wind) beobachtet. Zwischendruch immer wieder ins warme Auto gekrochen, aber irgendwann hatte die Kälte dann die Oberhand, ich spürte meine B-B-B-Beine nicht mehr...
Über den Daumen gepeilt konnte ich jede Minute eine Schnuppe sehen, manchmal waren es einige mehr, manchmal war auch etwas Pause. Die meisten waren relativ schwach und dauerten auch nicht lange, aber hin und wieder tauchten auch einige helle Exemplare auf.
So zum Beispiel gegen 4.14 Uhr MEZ, als ein heller Brocken genau durch den Perseus flog und eine für wenige Sekunden sichtbare leuchtende Spur hinterließ. Etwas kurioses pasierte bei Jupiter, der strahlend am Himmel stand: direkt neben Jupi tauchte ein heller Geminid auf, der im langsamen Tempo fast senkrecht zum Horizont fiel und hinter einem kleinen Wald verschwand - im ersten Moment sah es schon so als, als hätte sich Jupiter selbstständig gemacht...
Da ich leider alleine war, habe ich bestimmt einiges verpaßt, was hinter mir so alles über den Himmel huschte, außerdem hatte ich in der ganzen Zeit mehr als 10 Sternschnuppen, die nicht den Geminiden zuzuordnen waren.
Fotos habe ich auch nach dem Verfahren "Kamera umpositionieren - NEIN, jetzt war da einer, wo vorher die Kamera war" gemacht, mit etwas Glück habe ich aber vieleicht zwei oder drei auf Bild gebannt, könnten aber vielleicht etwas lichtschwach gewesen sein.
Alles in allem war es eine schöne Nacht, die Luft war schön klar aber halt auch lausig kalt, gelohnt hat es sich aber trotzdem. Wenngleich die Leoniden wohl wesentlich spekaktulärer waren...
Grüße, ein etwas müder Sven