Hallo!
Wie kalibriere ich z.B. ein Fluxgate? Also welcher Ausschlag gehört zu welcher Feldstärkeänderung?
Eine Kalibration mit Hilfe stromdurchflossener Spulen dürfte ausscheiden, da dann die Felder gewiss nicht mehr im nT-Bereich liegen (bei "normalen" Abständen zu der Spule.)
Grüsse
Stefan
MM-Kalibration
-
Karsten Hansky
Re: MM-Kalibration *PIC*
Hallo Stefan,
eine Kalibrierung mit einer Spule ist möglich. Ich habe für unser MM-Projekt eine Spule gebaut, hatte aber noch nicht die Zeit einen Sensor zu kalibrieren. (Spule siehe Foto)
Der Sensor wird in die Spule gesteckt. Das Feld errechnet sich durch Stromstärke x Anzahl der Windungen/m (in meinem Fall 1780). Das Ergebnis liegt in A/m vor und wird entsprechend in nT umgerechnet. Diese Umrechnung ist nicht ganz zulässig, da nicht im Vakuum gemessen wird, aber für die praktische Anwendung reicht es.
Bei dem von uns verwendeten Sensor reichen 20-25mA um den Sensor in die Sättigung zu fahren (ca. +/- 15000nT). So kann man eine Sensorkennlinie ableiten und da der Sensor recht linear ist auch auf Änderungen im niedrigen nT-Bereich übertragen.
Problematischer bei der Kalibrierung ist das umgebende Magnetfeld. Man müsste den gesamten Aufbau in ein Mu-Metall-Gehäuse bringen um ein wirkliches Nullfeld zu haben, was nicht ganz billig ist. Da wir mit unserem MM keine Absolutwerte sondern nur Änderungen messen wollen reicht es aus, den Sensor möglichst exakt Ost-West auszurichten um ins Feldstärkeminimum zu kommen.
Falls du noch mehr Fragen hast kann ich dir die entsprechende Anleitung per e-mail schicken.
Viele Grüße
Karsten
> Hallo!
> Wie kalibriere ich z.B. ein Fluxgate? Also welcher Ausschlag
> gehört zu welcher Feldstärkeänderung?
> Eine Kalibration mit Hilfe stromdurchflossener Spulen dürfte
> ausscheiden, da dann die Felder gewiss nicht mehr im nT-Bereich
> liegen (bei "normalen" Abständen zu der Spule.)
> Grüsse
> Stefan
eine Kalibrierung mit einer Spule ist möglich. Ich habe für unser MM-Projekt eine Spule gebaut, hatte aber noch nicht die Zeit einen Sensor zu kalibrieren. (Spule siehe Foto)
Der Sensor wird in die Spule gesteckt. Das Feld errechnet sich durch Stromstärke x Anzahl der Windungen/m (in meinem Fall 1780). Das Ergebnis liegt in A/m vor und wird entsprechend in nT umgerechnet. Diese Umrechnung ist nicht ganz zulässig, da nicht im Vakuum gemessen wird, aber für die praktische Anwendung reicht es.
Bei dem von uns verwendeten Sensor reichen 20-25mA um den Sensor in die Sättigung zu fahren (ca. +/- 15000nT). So kann man eine Sensorkennlinie ableiten und da der Sensor recht linear ist auch auf Änderungen im niedrigen nT-Bereich übertragen.
Problematischer bei der Kalibrierung ist das umgebende Magnetfeld. Man müsste den gesamten Aufbau in ein Mu-Metall-Gehäuse bringen um ein wirkliches Nullfeld zu haben, was nicht ganz billig ist. Da wir mit unserem MM keine Absolutwerte sondern nur Änderungen messen wollen reicht es aus, den Sensor möglichst exakt Ost-West auszurichten um ins Feldstärkeminimum zu kommen.
Falls du noch mehr Fragen hast kann ich dir die entsprechende Anleitung per e-mail schicken.
Viele Grüße
Karsten
> Hallo!
> Wie kalibriere ich z.B. ein Fluxgate? Also welcher Ausschlag
> gehört zu welcher Feldstärkeänderung?
> Eine Kalibration mit Hilfe stromdurchflossener Spulen dürfte
> ausscheiden, da dann die Felder gewiss nicht mehr im nT-Bereich
> liegen (bei "normalen" Abständen zu der Spule.)
> Grüsse
> Stefan
-
Stefan
Re: MM-Kalibration
Hallo Karsten,
vielen Dank für Deine Hinweise!
Bei meinen Überlegungen ging ich halt davon aus, dass ich mit einer Spule kein Feld von 1nT erzeugen kann. Dass ich für diesen Feldtärkebeeich extrapolieren kann, ist klar...wobei mir die LINEARE Extrapolation etwas Unbehagen bereitet, da ich je nach Sensor im Grenzbereich messe und evtl den Proportionalitätsbereich schon verlasse.
> Der Sensor wird in die Spule gesteckt. Das Feld errechnet sich
> durch Stromstärke x Anzahl der Windungen/m (in meinem Fall
> 1780). Das Ergebnis liegt in A/m vor und wird entsprechend in nT
> umgerechnet. Diese Umrechnung ist nicht ganz zulässig, da nicht
> im Vakuum gemessen wird, aber für die praktische Anwendung
> reicht es.
Stimmt. Da müsste man noch die Permeabilität von Luft berücksichtigemn, die aber nahe bei 1 liegt.
> Bei dem von uns verwendeten Sensor reichen 20-25mA um den Sensor
> in die Sättigung zu fahren (ca. +/- 15000nT). So kann man eine
> Sensorkennlinie ableiten und da der Sensor recht linear ist auch
> auf Änderungen im niedrigen nT-Bereich übertragen.
Ihr arbeitet mit einem Fluxgate, oder?
> Problematischer bei der Kalibrierung ist das umgebende
> Magnetfeld. Man müsste den gesamten Aufbau in ein
> Mu-Metall-Gehäuse bringen um ein wirkliches Nullfeld zu haben,
> was nicht ganz billig ist.
und sehr schwer zu bearbeiten und handzuhaben wie ein rohes Ei!Fällt der Abschirmzylinder auf den Boden, funktioniert die Abschirmung nicht mehr.
> Falls du noch mehr Fragen hast kann ich dir die entsprechende
> Anleitung per e-mail schicken.
Gerne!:))
Dann hab ich am Dienstag ein paar schriftliche Grundlagen in der Hand!:)
Viele Grüsse
Stefan
vielen Dank für Deine Hinweise!
Bei meinen Überlegungen ging ich halt davon aus, dass ich mit einer Spule kein Feld von 1nT erzeugen kann. Dass ich für diesen Feldtärkebeeich extrapolieren kann, ist klar...wobei mir die LINEARE Extrapolation etwas Unbehagen bereitet, da ich je nach Sensor im Grenzbereich messe und evtl den Proportionalitätsbereich schon verlasse.
> Der Sensor wird in die Spule gesteckt. Das Feld errechnet sich
> durch Stromstärke x Anzahl der Windungen/m (in meinem Fall
> 1780). Das Ergebnis liegt in A/m vor und wird entsprechend in nT
> umgerechnet. Diese Umrechnung ist nicht ganz zulässig, da nicht
> im Vakuum gemessen wird, aber für die praktische Anwendung
> reicht es.
Stimmt. Da müsste man noch die Permeabilität von Luft berücksichtigemn, die aber nahe bei 1 liegt.
> Bei dem von uns verwendeten Sensor reichen 20-25mA um den Sensor
> in die Sättigung zu fahren (ca. +/- 15000nT). So kann man eine
> Sensorkennlinie ableiten und da der Sensor recht linear ist auch
> auf Änderungen im niedrigen nT-Bereich übertragen.
Ihr arbeitet mit einem Fluxgate, oder?
> Problematischer bei der Kalibrierung ist das umgebende
> Magnetfeld. Man müsste den gesamten Aufbau in ein
> Mu-Metall-Gehäuse bringen um ein wirkliches Nullfeld zu haben,
> was nicht ganz billig ist.
und sehr schwer zu bearbeiten und handzuhaben wie ein rohes Ei!Fällt der Abschirmzylinder auf den Boden, funktioniert die Abschirmung nicht mehr.
> Falls du noch mehr Fragen hast kann ich dir die entsprechende
> Anleitung per e-mail schicken.
Gerne!:))
Dann hab ich am Dienstag ein paar schriftliche Grundlagen in der Hand!:)
Viele Grüsse
Stefan
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