Meteore der Nacht

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Mark

Meteore der Nacht

Beitrag von Mark » 5. Mär 2002, 06:31

Guten Morgen,
hier zwei taufrische Bilder aus der Nacht. Insgesamt hat die Meteorkamera in 330 Minuten 6 Meteore aufgezeichnet. Pro Bild habe ich eine Minute belichtet, das heißt, ich mußte mir eben 330 Bilder ansehen und auf Meteore untersuchen. Das geht aber relativ flott. Bei dem einen Meteor war es so, daß er gerade dann aufgetreten ist, als die Belichtungszeit zuende war. Dadurch war der Meteor auf zwei Bilder verteilt. Ich habe dann die beiden Teile zusammengefügt. Einige Sekundenbruchteile fehlen aber, da der Rechner in der Zeit mit dem Speichern des Bildes beschäftigt war. Man sieht auch gut, daß die Meteorspuren in Stücke zerhackt sind. Das liegt an der Shutter-Geschwindigkeit von der Videokamera. Jedes Fragmet steht für 1/25s Belichtung. Dadurch kann man die Geschwindigkeit des Meteors messen.





Da ich derzeit nur ein 1.2/4mm Objektiv verwende, könnte ich die Rate mit einem 0.75/4.5mm Objektiv noch etwas steigern. Außerdem überlege ich, gleich mehrere Kameras gleichzeitig einzusetzen. Die Software käme damit klar, wenn man die s/w Signale auf Farbkanäle verteilen würde. So könnte man bis zu drei Kameras gleichzeitig verwenden. Bin mir aber nicht sicher, ob es ein Gerät gibt, das drei s/w Signale zu einem RGB-Signal macht und wie es dann mit der Bildqualität aussieht.

Grüße,
Mark

Hartwig Luethen

Re: Meteore der Nacht

Beitrag von Hartwig Luethen » 5. Mär 2002, 08:48

>
> Da ich derzeit nur ein 1.2/4mm Objektiv verwende, könnte ich
> die Rate mit einem 0.75/4.5mm Objektiv noch etwas steigern.

Ich bin sehr sicher, dass Du die Rate erheblich mit
einem sehr lichtstarken Objektiv (z.B. 0.75 16mm Fujinon)
steiger koenntest. Zwar hast Du dann ein kleineres Feld,
aber eine um ca. 2 Groessenklassen bessere Grenzgroesse.

Hartwig

Mark

Re: Meteore der Nacht

Beitrag von Mark » 5. Mär 2002, 16:09

Hallo Hartwig,
denke auch, daß 0.75/16mm so ziemlich das Optimum ist, wenn man möglichst viele Meteore mit dem 1/3" Chip aufnehmen will. Interessant wäre es schon zu wissen, was man mit einem einfachen Videomodul erreichen kann. Allerdings ist so ein 0.75/16mm (oder war es 0.85?) Objektiv bestimmt nicht gerade billig. Werd die Augen nach einem günstigen offen halten (Ebay). Mir wurde jetzt ein 0.75/4.5mm für 60 EUR angeboten, das kostet normalerweise 150$. Da werd ich wahrscheinlich zuschlagen.

Die Frage ist natürlich auch, was ich überhaupt mit den Meteorspuren sinnvolles machen kann. Wenn ich jede Nacht 20-30 schwache Meteore aufzeichnen würde, dann müßte ich diese ganzen Spuren selber per Hand vermessen. Daher beschränke ich mich erstmal auf weniger, aber dafür helle Meteore. Falls ich eine Feuerkugel erwischen sollte, habe ich dann die genaue Uhrzeit und das wäre ganz hilfreich für die Bahnbestimmung, wenn das Objekt auch von einer der Feuerkugelkameras aufgenommen wurde, die ja die Uhrzeit nicht festhalten können. Am liebsten würde ich eine All-Sky Kamera betreiben, aber ich habe hier am Haus keine gute Sicht.

Vielleicht hat auch jemand in meiner Nähe Lust, mit mir eine Parallelbeobachtung durchzuführen. Software kann ich gerne zur Verfügung stellen. Man braucht eigentlich nur einen Rechner mit TV-Karte und ein hochempfindliches s/w Videomodul.

Grüße,
Mark

> Ich bin sehr sicher, dass Du die Rate erheblich mit
> einem sehr lichtstarken Objektiv (z.B. 0.75 16mm Fujinon)
> steiger koenntest. Zwar hast Du dann ein kleineres Feld,
> aber eine um ca. 2 Groessenklassen bessere Grenzgroesse.

> Hartwig

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