nachdem SEC und STD die kommende Schockfront bereits abschrieben haben, bin ich mal in diverse Archive abgetaucht, um zu schauen worauf sich dieser Pessimimus gründen könnte... ich bin (leider) fündig geworden:
Da war doch mal so ein Megaflop...ja, genau, der M1-Flare vom 12. Sept. 2000
Vergleicht man das damalige Event mit dem vom Freitagabend, so stößt man auf große Ähnlichkeiten.
Nicht nur, dass sich die Verlaufe der Röntgenflusskurven sehr stark ähneln,
auch die Stärke bzw. in dem Fall die Schwäche der Radio Bursts sind im Vergleich zu den massiven Full-Halos die folgten überraschend gering. Hier das C3-Filmchen von damals http://star.mpae.gwdg.de/daily_mpg/2000 ... 912_c3.mpg ( CME-Geschwindigkeiten ca. 1000km/s)
Das Event damals war ein Hyderflare ( http://www.spacescience.com/headlines/y ... 3sep_1.htm ) und nach den H-alpha Bildern, dem X-ray-Flux Verlauf und dem Aussehen in den LASCO-Korongraphen könnte es sich bei dem Flare vom Freitag ebenfalls um einen solchen Kandidaten handeln.
Die Auswirkungen des CMEs vom 12. Sept. 2000 waren für sehr viele überraschend gering, trotz Warnungen (z.B. STD Middle Latitude WARNING) setzte kein richtiger geomagnetischer Sturm ein. Nach dem Eintreffen der Störungen gab es gerade mal kurzfristig einen Kp-Index von 5, sonst nix.
Es bleibt also abzuwarten, wie sich diese Sache tatsächlich entwickelt, jedenfalls kann ich mich auch an Filamenteruptionen erinnern, die Polarlicht brachten. Die Hoffnung stirbt zuletzt...trotz der o.g. Infos bleibe ich weiterhin optimistisch
Schönen Sonntag,
Peter