Hi,
ich hab mir mal die Yohkoh-Bilder vom Frühjahr 1994 näher angeschaut, damals gab es ja eine Vielzahl teilweise sehr heftiger geomagnetischer Stürme durch CHs. Die Aufnahmen sind recht interessant, denn die CHs waren in der Ekliptikebene gar nicht mal sooo ausgeprägt wie man es vielleicht im ersten Moment erwarten würde. Man betrachte sich z.B. nur mal die Yohkoh-Aufnahme vom 1. April 1994. Von einem wohldefinierten erdgerichteten CH kann da nicht gerade die Rede sein, sieht eher nach einem Mischgebiet aus offenen und geschlossenen Feldlinien aus...
...und anschließend die geomagnetischen Auswirkungen auf der Erde an den Folgetagen: http://www.peterkuklok.de/pic/Kp-1994.gif
Die Mischung machst wohl. Sie sorgt zum einen dafür, dass der Teilchennachschub nicht ausgeht und zum anderen, dass eben diese Teilchen vom nachfolgenden coronal stream vor sich hergeschoben und verdichetet werden...immer wieder abwechselnd. Anders kann ich mir nicht erklären, dass der Kp-Index über 2 Wochen hinweg nicht unter 4 fällt. Oder was meint ihr?
Auch interessant, ein CH mit relativ kurzen, aber heftigen Folgen auf der Erde:
Am 21./22.02.94 gab es einen schweren 24stündigen geomagnetischen Sturm mit Kp-Indizes von 8
Das gleiche CH rund einen Monat später bewirkte nur kurzzeitig einen kleinen Sturm
Wieder etwa einen Monat später: Für 12 Stunden tobt ein schwerer Geosturm mit Kp-werten bis 8+
Abschließend hier noch das aktuelle CH von heute.
Kleine Chancen für uns sehe ich nur, wenn das Timing ideal passen sollte. Also wenn der gleichzeitige Abfall der Dichte- und der Anstieg der Speed-Kurve am (frühen) Abend stattfinden, morgen oder übermorgen...und natürlich das interplanetare Murphy-Feld abtaucht.
Grüße
Peter
Coronal Hole
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