Full Halo?

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Gunnar Glitscher

Full Halo?

Beitrag von Gunnar Glitscher » 21. Apr 2002, 22:14

Hallo,

wenn ich mir die C3-Animation vom X1 CME anschaue, halte ich einen Full Halo für wahrscheinlich - trotz der Randlage. Dass sich das Zeug weiter östlich viel langsamer bewegt, ist als Folge der Perspektive (große Radialkomponente) erklärbar. Ich bin für morgen Abend recht optimistisch und denke, dass wir mehr bekommen als einen laschen Streifschuß. Mal in die Runde gefragt: Wie war das noch mal mit der besseren Verknüpfung der Feldlinien auf der Westseite, die CME's am Westrand effektiver macht als solche auf der Ostseite... ?

Gruß,
Gunnar


Jan Gensler

Re: Full Halo?

Beitrag von Jan Gensler » 21. Apr 2002, 22:34

Hallo,

durch die Rotation der Sonne gehen die Feldlinien nicht senkrecht von der Sonne weg, sondern werden um die Rotationsachse der Sonne aufgedrillt. Dadurch zeigen die Magnetfeldlinien, die von der Westseite der Sonne abgehen tendenziell mehr Richtung Erde als die der Ostseite (die zeigen umso weiter weg von der Erde).

Jan

Gunnar Glitscher

Danke! Also eine Art Rasensprenger-Effekt...

Beitrag von Gunnar Glitscher » 21. Apr 2002, 22:45

Danke! Also eine Art Rasensprenger-Effekt...

Ulrich Rieth

...der sich aber nur bei den relativistischen Protonen auswi

Beitrag von Ulrich Rieth » 21. Apr 2002, 23:01

...der sich aber nur bei den relativistischen Protonen auswirkt *o.T.*

Gunnar Glitscher

Was ist mit den langsameren Teilchen...

Beitrag von Gunnar Glitscher » 21. Apr 2002, 23:18

... die wir im Laufe des Nachmittags erwarten können? Die These war doch vor einiger Zeit, dass auch diese uns infolge der Richtung Erde gekrümmten Feldlinien besser erreichen können als solche von einem Ostseiten-Event... ?!?

Nachdem ja das Apr.6/7 2000 PL durch einen nicht-zentralen Westhemisphären C9 ausgelöst wurde, denke ich auch, dass - Rand hin, Rand her - heute Abend die Post abgehen könnte - der Adrenalinspiegel steigt... :-)

Gruß,
Gunnar


Ulrich Rieth

...gilt wohl auch da, aber etwas schwächer...

Beitrag von Ulrich Rieth » 21. Apr 2002, 23:33

...die "normalen" oder "langsamen" CME Teilchen (Proton-Elektron-Plasma" haben wohl eine bessere Möglichkeit von einer Feldlinie zur nächsten zu driften.
Leider habe ich keinen blassen Schimmer von "reletivistischer Teilchenbewegung" (hochenergetische Protonen) und "Magnetohydrodynamik" sowie "Plasmaphysik" (normales CME Plasma + IMF). Daher kann ich hier keine nähere Auskunft geben.
Gute N8 (ob das bei dem Adrenalinspiegel noch klappt mit dem schlafen?)

Ulrich

Gunnar Glitscher

Re: ...gilt wohl auch da, aber etwas schwächer...

Beitrag von Gunnar Glitscher » 22. Apr 2002, 00:26

Wird wieder wohl kaum was mit schlafen - in gut zwei Stunden steht schon wieder I-Z auf dem Programm... Und der Adrenalinspiegel ist nach der genaueren Betrachtung der C3-Animation jetzt nochmal angestiegen. Man kann nämlich schön erkennen, dass die rel. Protonen nicht nach dem Davonfliegen der westlichen Komponente ihr Maximum erreichen, sondern erst Stunden später (ab ca.8.48UT), also kurz nach dem Wegschnellen der Magnetfeldpeitschen nach Osten - offenbar tatsächlich ein 'multiple event'. Das heißt aber, dass uns nachher evtl. erst einmal die Ausläufer der schnellsten (östlichen)Komponente erreichen und dann nochmal ein Anstieg der Protonendichte erfolgt, wenn uns die langsameren und stärker erdgerichteten Anteile erfassen. Jedenfalls scheint mir das Szenario 'Schockfront und rascher Abfall der Dichte' für heute Abend nicht wahrscheinlich zu sein. Einiges spricht eher für ein längeres Verbleiben der Dichte bei guten Werten. Bin sehr gespannt, wie das Ganze abläuft!

Gute Nacht u. Guten Morgen,
Gunnar

> ...die "normalen" oder "langsamen" CME
> Teilchen (Proton-Elektron-Plasma" haben wohl eine bessere
> Möglichkeit von einer Feldlinie zur nächsten zu driften.
> Leider habe ich keinen blassen Schimmer von
> "reletivistischer Teilchenbewegung" (hochenergetische
> Protonen) und "Magnetohydrodynamik" sowie
> "Plasmaphysik" (normales CME Plasma + IMF). Daher kann
> ich hier keine nähere Auskunft geben.
> Gute N8 (ob das bei dem Adrenalinspiegel noch klappt mit dem
> schlafen?)

> Ulrich

Gunnar Glitscher

Teilchendichte nachher o.k.?

Beitrag von Gunnar Glitscher » 22. Apr 2002, 00:29

Wird wieder wohl kaum was mit schlafen - in gut zwei Stunden steht schon wieder I-Z auf dem Programm... Und der Adrenalinspiegel ist nach der genaueren Betrachtung der C3-Animation jetzt nochmal angestiegen. Man kann nämlich schön erkennen, dass die rel. Protonen nicht nach dem Davonfliegen der westlichen Komponente ihr Maximum erreichen, sondern erst Stunden später (ab ca.8.48UT), also kurz nach dem Wegschnellen der Magnetfeldpeitschen nach Osten - offenbar tatsächlich ein 'multiple event'. Das heißt aber, dass uns nachher evtl. erst einmal die Ausläufer der schnellsten (östlichen)Komponente erreichen und dann nochmal ein Anstieg der Protonendichte erfolgt, wenn uns die langsameren und stärker erdgerichteten Anteile erfassen. Jedenfalls scheint mir das Szenario 'Schockfront und rascher Abfall der Dichte' für heute Abend nicht wahrscheinlich zu sein. Einiges spricht eher für ein längeres Verbleiben der Dichte bei guten Werten. Bin sehr gespannt, wie das Ganze abläuft!

Gute Nacht u. Guten Morgen,
Gunnar

> ...die "normalen" oder "langsamen" CME
> Teilchen (Proton-Elektron-Plasma" haben wohl eine bessere
> Möglichkeit von einer Feldlinie zur nächsten zu driften.
> Leider habe ich keinen blassen Schimmer von
> "reletivistischer Teilchenbewegung" (hochenergetische
> Protonen) und "Magnetohydrodynamik" sowie
> "Plasmaphysik" (normales CME Plasma + IMF). Daher kann
> ich hier keine nähere Auskunft geben.
> Gute N8 (ob das bei dem Adrenalinspiegel noch klappt mit dem
> schlafen?)

> Ulrich

Gunnar Glitscher

Re: Teilchendichte nachher o.k.?

Beitrag von Gunnar Glitscher » 22. Apr 2002, 00:35

muss heißen:

'....der schnellsten (WESTL.)Komponente erreichen....'

Gunnar

> Das heißt aber, dass uns nachher evtl. erst
> einmal die Ausläufer der schnellsten (östlichen)Komponente
> erreichen und dann nochmal ein Anstieg der Protonendichte
> erfolgt, wenn uns die langsameren und stärker erdgerichteten
> Anteile erfassen

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