Isolationsversuch SAM

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Heiko

Isolationsversuch SAM

Beitrag von Heiko » 22. Mai 2002, 07:19

Ich habe gestern versucht, um das SAM besser feldtauglich zu machen, es noch besser gegen Temperaturschwankungen zu isolieren. (Sensor) Dabei wurde das isolierte "Sensorrohr" in einen billig-Eiskuehl-behaelter gesteckt. Der Zwischenraum wurde noch mit einer Isomatte ausgefuellt. Das Ganze wurde wiederum in eine 50x30x30 grosse Postbox gesetzt. Diese wurde vorher jeweils 2-fach mit einer Isomatte ausgekleidet. Die Zwischenraeume wurden mit Isomatten-Resten ausgestopft, um etwas Gewicht in die Kiste zu bekommen wurden die Minizwischenraeume mit Sand aufgefuellt. Doppelter Isomattendeckel als Abschluss. Mehr kann man fast nicht isolieren ...
Ergebnis heute morgen nachdem sich das Magnetfeld nur ca. 20 nT in Braunschweig geaendert hat: -90 nT bei mir !!! (lineare Steigung oder Fall ab 0.00 UTC bis 4.00 UTC.)
Es kann fast nur noch eine Waermeuebertragung durch das Sensorkabel in Frage kommen, oder ????

Gruss Heiko

lutz schenk

Re: Isolationsversuch SAM

Beitrag von lutz schenk » 22. Mai 2002, 07:29

Hallo Heiko,

können es vielleicht auch noch Bewegengen der Kiste sein?
Setzungen, Ausdehnungen der Iso-Matten die ja nach der Bearbeitung jetzt wieder eine stabile Position herstellen.

Ich hab bei mir auch die Erfahrung gemacht, das ich nach Änderungen an der Sensor-Kiste, erst nach ca. 24h wieder eine stabile Situation hab.
wohl auch gferade, wenn man mit relativ weichen Isolier-Materialien arbeitet.

Auch ist mir aufgefallen, das der Sensor selbst ja auch wärme erzeugt. D.h. es muss sich erst wieder ein gleichgewicht in der isolierten Umgebung einstellen. Das dauert halt ein bissel.

Gruß Lutz

wolfgang hamburg

Re: Isolationsversuch SAM

Beitrag von wolfgang hamburg » 22. Mai 2002, 08:02

Hallo,

> können es vielleicht auch noch Bewegengen der Kiste sein?
> Setzungen, Ausdehnungen der Iso-Matten die ja nach der
> Bearbeitung jetzt wieder eine stabile Position herstellen.

> Ich hab bei mir auch die Erfahrung gemacht, das ich nach
> Änderungen an der Sensor-Kiste, erst nach ca. 24h wieder eine
> stabile Situation hab.
> wohl auch gferade, wenn man mit relativ weichen
> Isolier-Materialien arbeitet.

Das mit den Bewegen hab ich auch schon festgestellt. Bei mir sind die Iso-materialien eher hart, Bauschaum und Styropur. Im Sensor sollte Ruhe sein. Gestern hab ich den Sensor umgedreht, Anschlüsse jetzt nach West.

> Auch ist mir aufgefallen, das der Sensor selbst ja auch wärme
> erzeugt. D.h. es muss sich erst wieder ein gleichgewicht in der
> isolierten Umgebung einstellen. Das dauert halt ein bissel.

Das Temperaturproblem scheint mir das entscheidente zu sein. Gibt es nicht auch Tempertursensoren, die die Temperatur als Frequenz liefern und die gleiche Versorgungsspannung wie der SAM-Sensor benötigen.
Dann könnte man für Reiseanwendungen den 2.Sensoreingang zur Temperaturmessung "mißbrauchen", dazu ist dann aber eine Firmwareanpassung fällig.

Hier mein Diagramm der letzten Nacht(reale Werte), wieder mit dieser Drift, hier im Spitzboden(mein Arbeitszimmer ist da, Tempgang von 25,5°C(0Uhr CEST) auf 21,6°C(9Uhr CEST)).



Grüße wolfgang


Heiko

Re: Isolationsversuch SAM

Beitrag von Heiko » 22. Mai 2002, 08:09

Hallo Lutz und die anderen SAM‘is,

mit den Ausdehn-Bewegungen der Isolation koenntest Du Recht haben. In der Praxis wuerde das aber bedeuten, dass der Sand besser in die Isozwischenraeume geruettelt werden muss. Weißt Du um wieviel Grad sich der Sensor ab dem Einschaltpunkt erwaermt? Denn so wie z.B. die Waerme nicht an den Sensor gelangen sollte, gelangt auch ev. Sensorabwaerme nicht „heraus“ und wuerde sich um den Sensor herum anstauen. !!!???

Gruss Heiko

lutz schenk

Re: Isolationsversuch SAM

Beitrag von lutz schenk » 22. Mai 2002, 08:18

Der Temp.-Stau um den Sensor herum ist nicht das problem. Hauptsache die Temp. bleibt konstant. Also, gute Iso um den Sensor, und dann geht das schon.

Habe derzeit noch Abweichungen zu Magentsrode um die 20 nT. Das geht schon mal. Allerdings auch Abweichungen, die ich mnir nicht erklären kann. Da iczh den sensor in einem abgelegenen Raum habe, wo sich auch niemand drin bewegt... (ausser mir)

Gruß Lutz

Heiko

Re: Isolationsversuch SAM

Beitrag von Heiko » 22. Mai 2002, 08:54

Der Sensor ist im Moment allseitig mit ca. 10 cm isoliert !
Mal sehn, wie es heute Nacht aussieht. (nach der Isodehnung)

Gibt es ein empfehlenswertes Sensorkabel auf dem Markt, welches die Waerme sehr schlecht weiterleitet ? Ich vermute nun auch sehr starkt (wie Karsten auch), dass via Kabel die Waerme (Temperaturaenderung) bis zum Sensor vor kriecht !?
Bzw. welche Kabelmaterialien leiten Waerme schlecht ?

Gruss Heiko


Karsten Hansky

Temperatursensor

Beitrag von Karsten Hansky » 22. Mai 2002, 14:32

Hallo Wolfgang,

> Das Temperaturproblem scheint mir das entscheidente zu sein.
Da hast du unbestritten recht.

> Gibt es nicht auch Tempertursensoren, die die Temperatur als
> Frequenz liefern und die gleiche Versorgungsspannung wie der
> SAM-Sensor benötigen.

Ich habe Sensoren rausgesucht, die über eine Digitalschnittstelle angesprochen werden. Im Magnetometer muss ein Widerstand eingelötet und ein Draht gezogen werden. Im Sensorkabel wird eine zusätzliche Ader benötigt. Mehr Aufwand hat man nicht.

Ich habe gestern Vormittag 10 Sensoren bestellt. Am Nachmittag bekam ich einen Anruf, dass nur noch 5 Stück am Lager sind. Heute war ein Brief mit 2 Sensoren im Briefkasten :-)
Der Rest soll in etwa 2-3 Wochen geliefert werden.

Die Temperatursensoren habe eine Absolutgenauigkeit von +/-0.5° und eine Auflösung von 0.0625°.

Die Softwareanpassung zum Auslesen der Temperatur habe ich bereits vor einigen Tagen erledigt. Jetzt will ich den Lötkolben anwerfen und schauen, ob alles funktioniert. Ich werde heute noch im Forum darüber berichten.

Es ist geplant, dass Lutz Schenk einen Sensor zum Testen bekommt. Er wird die Messwerte mitloggen und wir werden versuchen, eine Gleichung zur Temperaturkompensation abzuleiten. Eine gute Basis ist der Artikel von Darrel Emerson.

Bis später und drück' mir die Daumen

Karsten


lutz schenk

Oki, weiss ich schon mal Bescheid :-) *oT*

Beitrag von lutz schenk » 22. Mai 2002, 15:01

Oki, weiss ich schon mal Bescheid :-) *oT*

Karsten Hansky

Temperatursensor - ich muss noch etwas probieren...

Beitrag von Karsten Hansky » 22. Mai 2002, 16:48

Hallo,

es dauert wohl doch noch etwas länger, das Timing in Griff zu bekommen. Ich werde morgen berichten.

Gruß

Karsten

wolfgang hamburg

Re: Temperatursensor

Beitrag von wolfgang hamburg » 22. Mai 2002, 18:46

> Hallo Karsten,

> Ich habe Sensoren rausgesucht, die über eine
> Digitalschnittstelle angesprochen werden. Im Magnetometer muss
> ein Widerstand eingelötet und ein Draht gezogen werden. Im
> Sensorkabel wird eine zusätzliche Ader benötigt. Mehr Aufwand
> hat man nicht.

Gut.

> Die Temperatursensoren habe eine Absolutgenauigkeit von +/-0.5°
> und eine Auflösung von 0.0625°.

Sollte reichen, IMHO.

> Die Softwareanpassung zum Auslesen der Temperatur habe ich
> bereits vor einigen Tagen erledigt. Jetzt will ich den Lötkolben
> anwerfen und schauen, ob alles funktioniert. Ich werde heute
> noch im Forum darüber berichten.

> Es ist geplant, dass Lutz Schenk einen Sensor zum Testen
> bekommt. Er wird die Messwerte mitloggen und wir werden
> versuchen, eine Gleichung zur Temperaturkompensation abzuleiten.

Heist das, daß über die serielle uch die Temperatur am Sensor gemeldet wird?

> Bis später und drück' mir die Daumen

Mach ich!

wolfgang

lutz schenk

Re: Temperatursensor

Beitrag von lutz schenk » 22. Mai 2002, 19:42

> Heist das, daß über die serielle uch die Temperatur am Sensor
> gemeldet wird?

Jau Wolfgang, wird den daten hinten dran gestellt.

in der Form : 21.05.02 19:32:38 -12 21,5C oder so ähnlich.

Gruß Lutz

Karsten Hansky

Temperatursensor

Beitrag von Karsten Hansky » 23. Mai 2002, 14:38

Hallo,

in der Firma hat der Sensor heute funktioniert. Ich muss wahrscheinlich mit der Größe des Widerstandes bei SAM variieren und auch ausprobieren, wie sich große Kabellängen auswirken.

Ein Vergleich mit einem Laborthermometer hat heute eine Abweichung von +0.3°C ergeben, liegt also im zugesicherten Intervall. Die Absolutgenauigkeit ist für unsere Zwecke ohnehin nicht so wichtig.

Ich werde mich am Wochenende um die Sache kümmern, da ist nicht so viel Hektik.

Gruß

Karsten

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