Nochmal dpa-Link bezüglich Columbia und Rettungsmöglichkeite

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Sven Lüke

Nochmal dpa-Link bezüglich Columbia und Rettungsmöglichkeite

Beitrag von Sven Lüke » 4. Feb 2003, 11:14

Dieser Link erklärt nochmal recht anschaulich, wieso man nicht einfach nach Hollywood-Manier mal "eben so" an die ISS andocken kann oder ein zweites Shuttle hochschickt:

http://de.news.yahoo.com/030204/3/39nms.html

Grüße, Sven

Mark

Re: Nochmal dpa-Link bezüglich Columbia und Rettungsmöglichk

Beitrag von Mark » 4. Feb 2003, 14:31

Hallo,
ich hatte eigentlich immer gedacht, dass es eine Rettungsmöglichkeit durch die Hilfe eines zweiten Shuttles gegeben würde. Aber wenn dort wirklich nur bis Mittwoch Sauerstoff an Bord ist, dann ist das natürlich nicht möglich. 1-2 Wochen wird man mindestens brauchen, um ein Shuttle startbereit zu machen. Was wäre wohl gewesen, wenn man den Defekt durch irgendeine Außenkamera entdeckt hätte. Dann wäre klar gewesen, dass die Astronauten verglühen und die ganze Welt hätte dabei zugesehen!?

Grüße,
Mark

> Dieser Link erklärt nochmal recht anschaulich, wieso man nicht
> einfach nach Hollywood-Manier mal "eben so" an die ISS
> andocken kann oder ein zweites Shuttle hochschickt:

> http://de.news.yahoo.com/030204/3/39nms.html Grüße, Sven

Ulrich Rieth

Re: Nochmal dpa-Link bezüglich Columbia und Rettungsmöglichk

Beitrag von Ulrich Rieth » 4. Feb 2003, 14:54

Hi Mark!

> ich hatte eigentlich immer gedacht, dass es eine
> Rettungsmöglichkeit durch die Hilfe eines zweiten Shuttles
> gegeben würde. Aber wenn dort wirklich nur bis Mittwoch
> Sauerstoff an Bord ist, dann ist das natürlich nicht möglich.
> 1-2 Wochen wird man mindestens brauchen, um ein Shuttle
> startbereit zu machen. Was wäre wohl gewesen, wenn man den
> Defekt durch irgendeine Außenkamera entdeckt hätte. Dann wäre
> klar gewesen, dass die Astronauten verglühen und die ganze Welt
> hätte dabei zugesehen!?

Ich denke mal, dann wäre Plan B in Kraft getreten. Rationen verringern usw.
Das mit dem Sauerstoff wage ich allerdings zu bezweifeln. Davon ist immer mehr als genug an Bord, schon alleine wegen eines möglichen Brnad-Szenarios.
Bei einem offensichtlichen Defekt hätte man sicherlich etwas mit der Atlantis versucht. Aber, wie schon mehrfach gesagt, gab es eben keinen Anlass dazu.
Gruß

Ulrich

Gunnar Glitscher

Re: Nochmal dpa-Link bezüglich Columbia und Rettungsmöglichk

Beitrag von Gunnar Glitscher » 4. Feb 2003, 17:42

Hallo Mark und Ulrich,

der Sauerstoff hätte in der Tat noch etwas länger gereicht. Aber das man im Orbit keine Möglichkeit für eine Inspektion der Shuttle-Unterseite vorgesehen hat ist schlicht ein Unding. Alles was man dafür braucht ist eine Minikamera an einer Art Teleskopstange mit Gelenk, eine Sicherungsleine und eine einfache Manövriereinheit - voila. Wenn aber die paar Dinge nicht mitgeführt werden wird's dann schwieriger. Einfach mal auf den Flügeln herumkraxeln ist wegen der Gefahr von Beschädigungen nicht drin und ohne Leine frei schwebend geht's auch nicht. Also konnte man wenig machen, obwohl gewiss Anlass gesen wäre mal nachzuschauen. Wie die Nasa-Leute auf die Idee kommen konnten, den Volltreffer als harmlos einzustufen ist mir schleierhaft. Wenn man realistische Parameter bei den Simulationen eingesetzt hat mussten eigentlich im Grenzbereich auch bedenkliche Ergebnisse resultieren. Ich kann mir vorstellen, dass man z.B. die Effekte von Wirbelbildungen und die sich daraus ergebenden höheren Aufprallgeschwindigkeiten nicht ausreichend berücksichtigt hat. Im Film sieht man ja, wie das Teil erst nach oben fliegt und erst dann Richtung Tragfläche - ein Zeichen für komplexe Strömungsverhältnisse.

Die Chance für die STS-107 Crew hieß Atlantis und sie wurde nicht genutzt, weil sich man sich verschätzt hatte, bzw. seitens der Planer dafür gesorgt hatte, dass die für eine gezielte Rettungsaktion notwendigen Informationen vor Ort nicht beschaffbar waren. Dies damit zu entschuldigen, dass die Raumfahrt halt ein riskantes Geschäft ist genügt mir nicht.

Gruß,
Gunnar

> Hi Mark!

> Ich denke mal, dann wäre Plan B in Kraft getreten. Rationen
> verringern usw.
> Das mit dem Sauerstoff wage ich allerdings zu bezweifeln. Davon
> ist immer mehr als genug an Bord, schon alleine wegen eines
> möglichen Brnad-Szenarios.
> Bei einem offensichtlichen Defekt hätte man sicherlich etwas mit
> der Atlantis versucht. Aber, wie schon mehrfach gesagt, gab es
> eben keinen Anlass dazu.
> Gruß

> Ulrich

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