Hi,
das Einsetzen der PL-Aktivität heute früh fand just zu einer Zeit statt in der ein leichter Anstieg der Protonendichte stattfand. Genau zum Zeitpunkt des Einsetzens gibt es sogar eine Kurzeitspitze, die bis fast 10/cm3 reichte. Sieht fast so aus als gäbe es einen 'Schalter' der unter bestimmten Bedingungen die Pl-Aktivität bei Erreichen einer bestimmten P-Dichte 'einschaltet'. Das würde erklären, dass bei uns trotz der guten anderen Werte nichts zu sehen war. Die jetzt aus Amerika gemeldeten PL werden durchweg als moderate bis faint eingestuft. Ich denke bei mehr Protonen hätten unsere Kollegen dort mehr gesehen. Also ich sehe in dem bisherigen Verlauf der Dinge eher einen Hinweis auf die hohe Bedeutung der Teilchendichte als eine Relativierung dieses Faktors. Das mit dem 'Schalter gibt's ja bei vielen physikalischen Systemen. Wasser z.B gefriert bei 0 Grad und nicht bei +0.3 (normalerweise, Unterkühlungseffekte u.ä. lassen wir mal weg). Alles nur wirre Versuche die Beobachtungen der letzten Stunden zu erklären. Vieleicht sind die Zusammenhänge ja auch ganz anders und wir müssen abwarten bis Cluster und Co. Licht in die Angelegenheit bringen.
Gruß,
Gunnar
Pl -Aktivität heute früh
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Ulrich Rieth
PL Stärke in Übersee....
Hallo Gunnar !
Ich habe gerade im IRC mit ein paar Leuten gesprochen, die die Show heute Nacht gesehen haben.
Sie war deutlich mehr als moderat.
Das Problem bei der Einschätzung war und ist der Mond, der doch verdammt hell ist.
Das konnten wir ja teilweise gestern Abend auch schon sehen (das er hell ist).
In Spokane gab es wohl Vorhänge bis in eine Höhe von mehr als 60 Grad und auch konvergierende Strahlen. Das könnte eine Corona sein, aber der Beobachter hat wohl erst sein erstes Polarlicht gesehen (trotz tollem Standort) und wusste eben noch nicht, was man so alles sehen kann.
In BC gab es wohl ähnliches zu sehen, wobei dort die Lichtverschmutzung etwas größer war.
Insgesamt dürfte die Stärke irgentwo zwischen 11.April und 25.September gelegen haben und damit kann man, glaube ich, von einem mittleren Sturm sprechen, der ohne Mond locker aus Innenstädten hätte gesehen werden können.
Gruß
Ulrich
Ich habe gerade im IRC mit ein paar Leuten gesprochen, die die Show heute Nacht gesehen haben.
Sie war deutlich mehr als moderat.
Das Problem bei der Einschätzung war und ist der Mond, der doch verdammt hell ist.
Das konnten wir ja teilweise gestern Abend auch schon sehen (das er hell ist).
In Spokane gab es wohl Vorhänge bis in eine Höhe von mehr als 60 Grad und auch konvergierende Strahlen. Das könnte eine Corona sein, aber der Beobachter hat wohl erst sein erstes Polarlicht gesehen (trotz tollem Standort) und wusste eben noch nicht, was man so alles sehen kann.
In BC gab es wohl ähnliches zu sehen, wobei dort die Lichtverschmutzung etwas größer war.
Insgesamt dürfte die Stärke irgentwo zwischen 11.April und 25.September gelegen haben und damit kann man, glaube ich, von einem mittleren Sturm sprechen, der ohne Mond locker aus Innenstädten hätte gesehen werden können.
Gruß
Ulrich
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Gunnar Glitscher
Hohe Aktivität auch Nordskandinavien zur zeit erhöhter Proto
...während gleichzeit (gegen 20, 21 UT) das IMF *sehr* ungünstig ausgerichtet war. Da gibt es wohl nichts zu deuteln, die Dichte hat gestern Abend und heute früh das ganze mit gesteuert.
Gruß,
Gunnar
> Hi,
> das Einsetzen der PL-Aktivität heute früh fand just zu einer
> Zeit statt in der ein leichter Anstieg der Protonendichte
> stattfand. Genau zum Zeitpunkt des Einsetzens gibt es sogar eine
> Kurzeitspitze, die bis fast 10/cm3 reichte. Sieht fast so aus
> als gäbe es einen 'Schalter' der unter bestimmten Bedingungen
> die Pl-Aktivität bei Erreichen einer bestimmten P-Dichte
> 'einschaltet'. Das würde erklären, dass bei uns trotz der guten
> anderen Werte nichts zu sehen war. Die jetzt aus Amerika
> gemeldeten PL werden durchweg als moderate bis faint eingestuft.
> Ich denke bei mehr Protonen hätten unsere Kollegen dort mehr
> gesehen. Also ich sehe in dem bisherigen Verlauf der Dinge eher
> einen Hinweis auf die hohe Bedeutung der Teilchendichte als eine
> Relativierung dieses Faktors. Das mit dem 'Schalter gibt's ja
> bei vielen physikalischen Systemen. Wasser z.B gefriert bei 0
> Grad und nicht bei +0.3 (normalerweise, Unterkühlungseffekte
> u.ä. lassen wir mal weg). Alles nur wirre Versuche die
> Beobachtungen der letzten Stunden zu erklären. Vieleicht sind
> die Zusammenhänge ja auch ganz anders und wir müssen abwarten
> bis Cluster und Co. Licht in die Angelegenheit bringen.
> Gruß,
> Gunnar
Gruß,
Gunnar
> Hi,
> das Einsetzen der PL-Aktivität heute früh fand just zu einer
> Zeit statt in der ein leichter Anstieg der Protonendichte
> stattfand. Genau zum Zeitpunkt des Einsetzens gibt es sogar eine
> Kurzeitspitze, die bis fast 10/cm3 reichte. Sieht fast so aus
> als gäbe es einen 'Schalter' der unter bestimmten Bedingungen
> die Pl-Aktivität bei Erreichen einer bestimmten P-Dichte
> 'einschaltet'. Das würde erklären, dass bei uns trotz der guten
> anderen Werte nichts zu sehen war. Die jetzt aus Amerika
> gemeldeten PL werden durchweg als moderate bis faint eingestuft.
> Ich denke bei mehr Protonen hätten unsere Kollegen dort mehr
> gesehen. Also ich sehe in dem bisherigen Verlauf der Dinge eher
> einen Hinweis auf die hohe Bedeutung der Teilchendichte als eine
> Relativierung dieses Faktors. Das mit dem 'Schalter gibt's ja
> bei vielen physikalischen Systemen. Wasser z.B gefriert bei 0
> Grad und nicht bei +0.3 (normalerweise, Unterkühlungseffekte
> u.ä. lassen wir mal weg). Alles nur wirre Versuche die
> Beobachtungen der letzten Stunden zu erklären. Vieleicht sind
> die Zusammenhänge ja auch ganz anders und wir müssen abwarten
> bis Cluster und Co. Licht in die Angelegenheit bringen.
> Gruß,
> Gunnar
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Ulrich Rieth
real-time Dichte am ACE
Hallo Gunnar !
Auch wenn ich keine absoluten Beweise vorlegen kann, möchte ich doch den Schluss mit der "Anschub-Dichte" etwas zurückweisen.
Die real-time Sonnenwind-Dichte Messungen mit dem SWEPAM Instrument an Bord von ACE sind doch sehr grob und sicherlich mit einem Fehler von wenigstens +/-3 counts behaftet. Ich würde soweit gehen, dass man diesen Wert nur als gröbste Orientierung nutzen sollte.
Etwa dergestallt, dass bei Werten unter Eins von geringer, bei Werten von 1 bis 10 von normaler und bei Werten über 10 von erhöhte Dichte gesprochen werden sollte.
Da wir uns aber während der gesamten Sturmphase (ausgenommen am Anfang) immer im "normalen" Bereich bewegt haben, kann ich keine Signifikanz feststellen, die mich zum Schluss veranlassen könnte, dass der Sprung von 3 nach 6 Teilchen das Polarlicht zündet.
Ok, die aktuelle und für alle sehr frustrierende Situation verleitet schnell zu solchen Gedanken, aber irgentwie kann ich daran keinen Gefallen finden.
Warten wir mal ab, was sich da noch so tut.
Gruß
Ulrich
Auch wenn ich keine absoluten Beweise vorlegen kann, möchte ich doch den Schluss mit der "Anschub-Dichte" etwas zurückweisen.
Die real-time Sonnenwind-Dichte Messungen mit dem SWEPAM Instrument an Bord von ACE sind doch sehr grob und sicherlich mit einem Fehler von wenigstens +/-3 counts behaftet. Ich würde soweit gehen, dass man diesen Wert nur als gröbste Orientierung nutzen sollte.
Etwa dergestallt, dass bei Werten unter Eins von geringer, bei Werten von 1 bis 10 von normaler und bei Werten über 10 von erhöhte Dichte gesprochen werden sollte.
Da wir uns aber während der gesamten Sturmphase (ausgenommen am Anfang) immer im "normalen" Bereich bewegt haben, kann ich keine Signifikanz feststellen, die mich zum Schluss veranlassen könnte, dass der Sprung von 3 nach 6 Teilchen das Polarlicht zündet.
Ok, die aktuelle und für alle sehr frustrierende Situation verleitet schnell zu solchen Gedanken, aber irgentwie kann ich daran keinen Gefallen finden.
Warten wir mal ab, was sich da noch so tut.
Gruß
Ulrich
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Bernd
Re: real-time Dichte am ACE
Hi,
ich glaube zwar nicht an die Theorie, daß die Teilchendichte analog zum Gefrieren von Wasser einen bestimmten Wert überschreiten muss, um PLs in unseren Breiten zu erzeugen, aber die Tatsache, daß ACE die Werte nicht exakt genug messen kann, heißt nicht, daß es einen solchen Signifikanzwert nicht gibt. Gruß,
Bernd
ich glaube zwar nicht an die Theorie, daß die Teilchendichte analog zum Gefrieren von Wasser einen bestimmten Wert überschreiten muss, um PLs in unseren Breiten zu erzeugen, aber die Tatsache, daß ACE die Werte nicht exakt genug messen kann, heißt nicht, daß es einen solchen Signifikanzwert nicht gibt. Gruß,
Bernd
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Gunnar Glitscher
'Röhreneffekt'?
Hallo Ulrich,
beweisen kann ich meine Vorstellungen zur Bedeutung der Teilchendichte ja auch nicht; die ACE Kurven deuten aber in diese Richtung. Alle Phasen des Geschehens der letzten Stunden (erst kurze kräftige PL im hohen Norden, dann die Pleite bei uns und schließlich das Wiedereinsetzen über Amerika sind recht gut mit der Teilchendichte getaktet. Sicher ist es viel zu einfach zu sagen, genau dieses und jenes ist verantwortlich für die PL-Aktivität. So fällt z.B. auf, dass phasenweise IMF-Ausrichtung und Dichte völlig gekoppelt erscheinen und zeitgleiche Sprünge aufweisen, ein andermal wieder läßt sich keinerlei Korrelation erkennen. Da läßt sich wohl erst mit viel mehr Datenmaterial was genaues sagen. Ich sehe die Dinge so: Es gibt allgemeine Basisparameter, die den Zustand des erdnahen Weltraums und des irdischen Magnetfeldes inkl. der dort gespeicherten Teilchen beschreiben und es gibt spezielle Faktoren und Schwellenwerte, die schon bei kleinen Änderungen großen Einfluß auf das Gesamtsystem haben, z. B. die Teilchendichte. Diese 'Schalterwirkungfunktion' muss aber nicht immer gegeben sein, sondern in dieser ausgeprägten Form wie gestern und heute evtl. nur unter bestimmten Bedingungen. Was z.B auch sehr auffällt, ist der sprunghafte Verlauf der Kp-Werte heute früh, mal bei 7, dann bei 4 und wieder hoch. Das Ganze bei niedriger Dichte, sodass man geneigt ist anzunehmen, hier spiegele sich der Steuereffekt der Teilchen in Form großer Kp-Schwankungen wieder, also eine Art Verstärkereffekt wie in einer Radioröhre (Die Bedingungen im Weltraum sind ja nebenbei denen in einer evakuierten Röhre nicht unähnlich). Warum sollte man nicht Erwägung ziehen, dass eben ähnlich wie in Röhre und Transistor kleine Schwankungen in große 'übersetzt' werden können? Lass und doch mal nachlesen was die Fachwelt dazu schon herausgefunden hat; evtl. gibt es hierzu ja schon eine Menge Material bzw. Theorien.
Gruß,
Gunnar
beweisen kann ich meine Vorstellungen zur Bedeutung der Teilchendichte ja auch nicht; die ACE Kurven deuten aber in diese Richtung. Alle Phasen des Geschehens der letzten Stunden (erst kurze kräftige PL im hohen Norden, dann die Pleite bei uns und schließlich das Wiedereinsetzen über Amerika sind recht gut mit der Teilchendichte getaktet. Sicher ist es viel zu einfach zu sagen, genau dieses und jenes ist verantwortlich für die PL-Aktivität. So fällt z.B. auf, dass phasenweise IMF-Ausrichtung und Dichte völlig gekoppelt erscheinen und zeitgleiche Sprünge aufweisen, ein andermal wieder läßt sich keinerlei Korrelation erkennen. Da läßt sich wohl erst mit viel mehr Datenmaterial was genaues sagen. Ich sehe die Dinge so: Es gibt allgemeine Basisparameter, die den Zustand des erdnahen Weltraums und des irdischen Magnetfeldes inkl. der dort gespeicherten Teilchen beschreiben und es gibt spezielle Faktoren und Schwellenwerte, die schon bei kleinen Änderungen großen Einfluß auf das Gesamtsystem haben, z. B. die Teilchendichte. Diese 'Schalterwirkungfunktion' muss aber nicht immer gegeben sein, sondern in dieser ausgeprägten Form wie gestern und heute evtl. nur unter bestimmten Bedingungen. Was z.B auch sehr auffällt, ist der sprunghafte Verlauf der Kp-Werte heute früh, mal bei 7, dann bei 4 und wieder hoch. Das Ganze bei niedriger Dichte, sodass man geneigt ist anzunehmen, hier spiegele sich der Steuereffekt der Teilchen in Form großer Kp-Schwankungen wieder, also eine Art Verstärkereffekt wie in einer Radioröhre (Die Bedingungen im Weltraum sind ja nebenbei denen in einer evakuierten Röhre nicht unähnlich). Warum sollte man nicht Erwägung ziehen, dass eben ähnlich wie in Röhre und Transistor kleine Schwankungen in große 'übersetzt' werden können? Lass und doch mal nachlesen was die Fachwelt dazu schon herausgefunden hat; evtl. gibt es hierzu ja schon eine Menge Material bzw. Theorien.
Gruß,
Gunnar
-
Ulrich Rieth
Ok, gehen wir mal in die Bücher und suchen Fakten...
...vielleicht kommt ja schon morgen eine weitere Situation, die wir zum Datensatz hinzufügen können.
Gruß
Ulrich
Gruß
Ulrich
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