Simultane Polarlichter (Spiegel-Artikel)

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Michael aus Hannover

Simultane Polarlichter (Spiegel-Artikel)

Beitrag von Michael aus Hannover » 29. Okt 2001, 13:23

Hallo,

ich habe gerade einen interessanten Artikel bei Spiegel-Online gelesen. Es geht um das simultane Auftreten von Polarlichtern an beiden Polen. Diese wurden vom NASA-Satelliten 'Polar' aufgenommen.
Eine Animation ist auch dabei.

Hier ist der Link:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/0,15 ... 17,00.html

Gruß
Michael

Wolfgang Mz

Re: Simultane Polarlichter (Spiegel-Artikel)

Beitrag von Wolfgang Mz » 29. Okt 2001, 16:01

> Hallo,

> ich habe gerade einen interessanten Artikel bei Spiegel-Online
> gelesen. Es geht um das simultane Auftreten von Polarlichtern an
> beiden Polen. Diese wurden vom NASA-Satelliten 'Polar'
> aufgenommen.
> Eine Animation ist auch dabei.

> Hier ist der Link:
> http://www.spiegel.de/wissenschaft/0,15 ... 17,00.html Gruß
> Michael

Hm.

Ich behaupte mal, daß diesem Synchroneffekt die Stellung der Erde (ungefähre Äquinoktien) zugute kam. Im Sommer und im Winter dürften sich die Ströme in den beiden Hemisphären deutlicher unterscheiden.

Wenn ich recht verstanden habe, dann sind am Südpol eher die Protonen beteiligt, am Nordpol die Elektronen. Wenn das so ist, dann müßten die Bilder von der Ani zum Zeitpunkt eines schwächeren Sturms geknipst worden sein.

Warum vermute ich das? Nun, weil mit erhöhter Geschwindigkeit die Teilchen tiefer in die Magnetosphäre "eindringen" und somit früher Kontakt mit der Atmosphäre haben dürften, vermute ich mal so einfach. Das bedeutet, die Protonen durchqueren einen längeren Weg durch die Atmosphäre und dürften eher an Dichte verlieren. Ergo: Müßte der Protonenstrom im Süden sehr viel geschwächter in der polahen Region ankommen, will heißen: sehr viel schwächeres Leuchten, zudem vielleicht noch zeitlich versetzt (seeeeehr spekulativ letzteres, nunja, vielleicht alles).

Also ich vermute, daß das eher ein kleiner Zwischensturm war, der da am 22. Okt. abgelichtet wurde.

Wenn ich recht erkenne, dann liegt das Horn von Afrika noch im Tageslicht. Verglichen mit dem Plot von Kiruna (und unter Einsatz meiner ungenügenden Kenntnisse) käme da ein Stürmchen von ca. 16.15 UT in die engere Auswahl.

Hm. Harte Knochen, die ich da Euch gebe ... oder soll ich sagen ... Nußschalen? Nun, was meint Ihr dazu (ja, gebt mir´s!)...?

Gruß,
Wolfgang Speckert, Mainz

Ulrich Rieth

...ne ne...da gibt es schon andere Sat Bilder

Beitrag von Ulrich Rieth » 29. Okt 2001, 16:23

...und auch welche vom Flugzeug aus.
Die sind wohl aus den 60ern und 70ern.
Damals ist man zur gleichen Zeit an die exakt gegenüberliegenden magnetischen Positionen geflogen und hat Aufnahmen geschossen.
Die sind besonders schön im Buch von Davis zu sehen.
Die Aurora borealis und australis sind völlig spiegelsymmetrisch und das ist nicht erst seit dem 22.10.2001 bekannt.
Gruß

Ulrich

Klaus Bagschik

Danke, Ulrich ...

Beitrag von Klaus Bagschik » 29. Okt 2001, 16:38

... meinte auch mich an sowas zu erinnern. Bei den `pmap' Bildern wird ja auch die Symmetrie der Aurorae [Auroren ??] ausgenutzt -- auch wenn's nur die `mittlere' ist.

Grüssels

Klaus

Thomas Sävert

Re: Die Symmetrie ist schon lange bekannt

Beitrag von Thomas Sävert » 29. Okt 2001, 17:05

Hallo Ihr,

im bereits von Ulrich genannten Buch von Neil Davis kann man das wirklich sehr schön sehen. Unter anderem ist ein Beispiel mit Farbfotos vom 26. März 1968 aufgeführt. Bis auf winzige Details stimmen die Bilder - spiegelverkehrt antürlich - total überein.

Gruß, Thomas Sävert

Mark (Rottal/Niederbayern)

Jemand von den Kerguelen hier? :-)

Beitrag von Mark (Rottal/Niederbayern) » 29. Okt 2001, 18:54

Dort dürfte nämlich irgendwo unser magnetisches Spiegelbild liegen. Ist eine Insel im Indischen Ozean. Hab es nur grob auf dem Globus abgeschätzt, vielleicht kann man das auch genauer herausfinden.

Grüße,
Mark

> ...und auch welche vom Flugzeug aus.
> Die sind wohl aus den 60ern und 70ern.
> Damals ist man zur gleichen Zeit an die exakt gegenüberliegenden
> magnetischen Positionen geflogen und hat Aufnahmen geschossen.
> Die sind besonders schön im Buch von Davis zu sehen.
> Die Aurora borealis und australis sind völlig spiegelsymmetrisch
> und das ist nicht erst seit dem 22.10.2001 bekannt.
> Gruß

> Ulrich

Wolfgang Mz

Re: Die Symmetrie ist schon lange bekannt

Beitrag von Wolfgang Mz » 29. Okt 2001, 20:40

> Unter anderem ist ein Beispiel mit
> Farbfotos vom 26. März 1968 aufgeführt.

Ah, danke Euch allen,

nun, das Dattm, das Du nennst, liegt ja auch im Bereich der Äquinoktien (Tag-Nacht-Gleiche).

Sollte es das meine Theorie über die Äquinoktien untermauern. Ich meinte, in diesen Wochen (großzügig betrachtet) dürfte naturgegeben die größte Synchronität der beiden PL an den Polen hervorrufen. Wärend im Sommer bzw Winter sich die "eingefangenen" Teilchen nicht gleichmäßig nach Nord und nach Süd verteilen.

...ist ja nur so ne Überlegung von mir. Vielleicht ist ja der einzige Effekt nur der, daß auf der Sommerhalbkugel das Oval sich in tiefere Breiten statistisch gesehen erstreckt...

Gruß,
Wolfgang

Herwig, Rostock

Unsere Antipoden müssen einigermaßen ...

Beitrag von Herwig, Rostock » 29. Okt 2001, 20:45

> Dort dürfte nämlich irgendwo unser magnetisches Spiegelbild
> liegen. Ist eine Insel im Indischen Ozean. Hab es nur grob auf
> dem Globus abgeschätzt, vielleicht kann man das auch genauer
> herausfinden.

> Grüße,
> Mark

...gute Schwimmer sein. Mark, kann jetzt ein Denkfehler von mir sein,
dass ich es erst mal nur geografisch sehe, aber danach würden wir ca.
1000 Meilen südöstlich Neuseeland landen - immer nur Wasser und ganz viele Fische.
In der Nähe liegen wohl nur die Bounty- und Chatham-Islands - chatten
mit ham und Bounty, also etwas einseitiger Ernährung.

http://www.btinternet.com/%7Esa_sa/

Gruß Herwig

Herwig, Rostock

Kartenlink hier - die Nr. 7 von oben

Beitrag von Herwig, Rostock » 29. Okt 2001, 20:52

http://www.kerguelen.de/KerguelenFrames ... guelen.htm

...gute Schwimmer sein. Mark, kann jetzt ein Denkfehler von mir
> sein,
> dass ich es erst mal nur geografisch sehe, aber danach würden
> wir ca.
> 1000 Meilen südöstlich Neuseeland landen - immer nur Wasser und
> ganz viele Fische.
> In der Nähe liegen wohl nur die Bounty- und Chatham-Islands -
> chatten
> mit ham und Bounty, also etwas einseitiger Ernährung.

> http://www.btinternet.com/ %7Esa_sa/

> Gruß Herwig


Mark (Rottal/Niederbayern)

Re: Unsere Antipoden müssen einigermaßen ...

Beitrag von Mark (Rottal/Niederbayern) » 29. Okt 2001, 21:21

Hi Herwig,
ich denke man muß das magnetisch sehen. Nach dieser Karte gibt es etwa auf der Insel Pr. Edward (gehört politisch zu Südafrika) unsere "gespiegelten" Polarlichter:


Mehr Karten:
http://geomag.usgs.gov/chartsdo.html

Grüße,
Mark

> ...gute Schwimmer sein. Mark, kann jetzt ein Denkfehler von mir
> sein,
> dass ich es erst mal nur geografisch sehe, aber danach würden
> wir ca.
> 1000 Meilen südöstlich Neuseeland landen - immer nur Wasser und
> ganz viele Fische.
> In der Nähe liegen wohl nur die Bounty- und Chatham-Islands -
> chatten
> mit ham und Bounty, also etwas einseitiger Ernährung.

> http://www.btinternet.com/ %7Esa_sa/

> Gruß Herwig

Herwig, Rostock

eine etwas andere Karte noch

Beitrag von Herwig, Rostock » 29. Okt 2001, 23:40

> Hi Herwig,
> ich denke man muß das magnetisch sehen. Nach dieser Karte gibt
> es etwa auf der Insel Pr. Edward (gehört politisch zu Südafrika)
> unsere "gespiegelten" Polarlichter:
> Mehr Karten:
> http://geomag.usgs.gov/chartsdo.html Grüße,
> Mark

Hallo Mark,

abgesehen von den Polwanderungen scheinen sich die beiden Pole auch nicht ganz durch die Erdmitte gerechnet gegenüber zu stehen.
Hab hier noch 73N101W zu 65S138E gefunden.

http://www.qsl.net/df3kt/deklin/Dekli.htm

Etwas schwierig zu bestimmen, wenn 101W+138E schon 239° mit Rest 121
zu 360 ergeben. Die im Link enthaltene Karte ist auch etwas abweichend von Deiner usgs.

Gruß Herwig

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