starke "Doppel-Lektion" in glancing blow by M7 / X3

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Herwig, Rostock

starke "Doppel-Lektion" in glancing blow by M7 / X3

Beitrag von Herwig, Rostock » 31. Dez 2001, 03:33

Hallo,

wenn ich versuche, mir den Vorbeimarsch der beiden CME's an der Erde vorzustellen, möchte ich glauben, dass wir beim M 7 noch knapp "drin" waren im "Kegel" >> kurzzeitig sehr hohe Dichte.

Beim X 3 staune ich, dass es überhaupt zu einer Schockfront reicht - wo sich der Ursprung nun wirklich am Sonnenrand, wenn nicht sogar ganz knapp dahinter befand. Mir scheint sogar fast eine Öffnung des CME von leicht über 180° vorzuliegen - die Animationen vom CME sehen m.E. im Ansatz nach schwach backside gerichtet aus >>> und es reicht noch für eine Art Druckwelle in Erdumgebung.
Wesentlicher Unterschied des X 3 bisher zum M 7: Dichte kaum der Rede wert, fast nur Speed. Damit bin ich allerdings auch wieder an dem Punkt, wo ich gerne wüsste, was uns die anderen Werte (hohe Temperatur etc.) noch sagen !? Interessant ist auch der Kurvenverlauf Bz/Bt der letzten Stunden >> so eine Art Kegel für sich:

http://www.sec.noaa.gov/ace/MAG_SWEPAM_3d.html

Schon mit nur wenig Phantasie kann man sich ausmalen, wie dieser X 3 bei frontaler Ankunft in der Silvesternacht für Betrieb gesorgt hätte.
Hypothetischer Zwischenruf: "Lass doch mal deine scheiß Raketen, sieh dir lieber dass ...an!" Oder: Unglaubliche Bilder aus der Konkurrenz zwischen Mond, Feuerwerk und Hammer-Polarlicht.
Leider nur "the same procedure as every year" zu erwarten.

Gruß Herwig und guten Rutsch ohne abgerissene Ohren


Stefan

Temperatur

Beitrag von Stefan » 31. Dez 2001, 09:35

Hallo Herwig,
die Temperatur liefert absolut keine neue Information.Ist nichts anderes als die umskalierte Geschwindigkeitdskurve. Temperatur ist ja nichts anderes als die mittlere kinetische Energie,die eben von v abhängt.

Grüsse
Stefan

P.s.: Gudden Rutsch!

Ulrich Rieth

Treffer trotz schlechter Abschussposition weil...

Beitrag von Ulrich Rieth » 31. Dez 2001, 11:05

Hallo Herwig!
Wenn Du Dir vorstellst, dass sich bei einem solchen Flare riesige Magnetfeldlinien, die vorher extrem komplex und verworren waren, wieder ordnen und dabei wie eine Art Peitsche auseinanderschnellen, dann kann man sich doch sehr gut vorstellen, dass bei den Größenverhältnissen auch etwas quasi "um die Ecke" fliegt.
Nimm Dir einfach mal eine Spiralfeder und bringe beide Enden zusammen. Jetzt lass eines der beiden Enden los und schau mal, wie weit das Teil ausschlägt. Pass aber auf Deine Finger auf, je nach Federkonstante kann das ganz schön weh tun.
Oder such Dir bei SOHO mal ein paar EIT304 Aufnahmen von randnahen Filamentausbrüchen raus. Da siehst Du auch, dass diese Magnet-Schlaufen sich wie bei einem Peitschenhieb öffnen und ihre Materie fast nie geradeaus, sondern eher nach Hinten wegschleudern.
Ich hoffe, dass ist einigermaßen klar.
Gruß

Ulrich

PS.: DM Restbestand: 1,29

Ulrich Rieth

Nicht ganz richtig...

Beitrag von Ulrich Rieth » 31. Dez 2001, 11:11

Hallo Stefan!
Im Prinzip hättest Du recht, wenn die Geschwindigkeit als mittlere Geschwindigkeit gemessen werden könnte.
Da SOHO und ACE in ihren Geschwindigkeitsplots aber lediglich die Komponente in Richtung Sonne-Erde anzeigen, stimmt das so nicht.
Der Temp-Sensor dagegen zeigt die "echte" Temperatur des Plasmas an.
Und dieses Plasma ist eben bei CME-Teilchen heißer als beim "normalen" Sonnenwind. Außerdem ist sie innerhalb von magnetischen Blasen eines CME's wiederum etwas kälter als außerhalb.
Soviel dazu.
Gruß

Ulrich

Herwig, Rostock

Danke für ein kleines Aha zum Jahresende ...

Beitrag von Herwig, Rostock » 31. Dez 2001, 18:43

und guten Rutsch nochmal, bei EPAM fiel mir eben noch auf, dass alle "Kurven" seit ca. 13 eben und gerade laufen - auch selten.

http://www.sec.noaa.gov/ace/EPAMp_24h.html

Gruß Herwig

Herwig, Rostock

KORR.: inzwischen 14 h *o.T.*

Beitrag von Herwig, Rostock » 31. Dez 2001, 18:45

KORR.: inzwischen 14 h *o.T.*

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