Northern lights.no starke Sachen dabei

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Dieter Raith

Northern lights.no starke Sachen dabei

Beitrag von Dieter Raith » 7. Apr 2002, 19:20

Hallo Leute,
mal wieder einen Blick auf northern lights.no werfen es hat fantastische Sachen dabei und Dennis Mammana macht sich selbst Konkurenz. Hauptsache der Wähler weiß für welches seiner beiden starken Bilder er stimmt :-) Sonst ist Schluß mit Lustig.
Gruß Dieter

Peter Wloch

Re: Northern lights.no starke Sachen dabei

Beitrag von Peter Wloch » 7. Apr 2002, 21:11

Schoene Bilder, aber...

Manche Bilder sind dermassen bunt, das ich mich frage, ob das wirklich echte Aufnahmen sind oder ob sie in Photoshop "angereichert wurden...
Wer will das auch beweisen und wie..?

EIn nachdenklicher
Peter


Dieter Raith

Re: Northern lights.no starke Sachen dabei

Beitrag von Dieter Raith » 7. Apr 2002, 21:34

Hallo Peter,
sicherlich magst du damit etwas recht haben. Zumindest bei den Negativfilmen da liegt es doch schwer an der Qualität was eine gute Laborantin/Laborant "bringt" Dann spielt auch die persönlichen Eigenschaften, die Filme nun mal mit sich bringen, doch eine ganz erhebliche Rolle. Wenn ich die Bilder von Hofmann sehe rücke ich wieder etwas ab vom Fuji 400F, weil der es bei diesen Ergebnissen ja nicht "brachte". Deshalb bleibe ich wohl doch bei 200 ASA und Kodak Diafilm, da muß ich nicht experimentieren. Allerdings kann PL schon die irresten Farben hervorbringen. Hab ich selbst schon oft erlebt!
Gruß Dieter

http://www.northern-lights.no/zope/Cont ... &d=2000_10

Bernt aus Flensburg

DANKE für DIESEN Link !!! *o.T.*

Beitrag von Bernt aus Flensburg » 7. Apr 2002, 21:59

DANKE für DIESEN Link !!! *o.T.*

Bernd

weiß nicht...

Beitrag von Bernd » 7. Apr 2002, 22:28

ob mich die Mammana Bilder so begeistern. Zumindest das rechte ist mir zu bunt, hat einen schiefen Horizont und eine Straße im Vordegrund. Außerdem gebe ich Peter absolut recht, dass viele Farben unecht wirken.

"Manipulieren" kann man Bilder natürlich nicht (auch nicht mit Photoshop), denn eine ontologische Bildsubstanz gibt es schließlich nicht. Bei der Bearbeitung meiner eigenen PL Bilder achte ich immer darauf, dass sie der Wahrnehmung des menschlichen Auges entsprechen: Blasse Farben, heller Hintergrund.

Das muss man natürlich nicht unbedingt so machen, schließlich sieht man ja mit dem Gehirn und nicht mit dem Auge, weshalb die menschliche Wahrnehmung ebenso subjektiv ist wie die des Films. Für satte Farben auf schwarzem Hintergrund spricht, dass sich in Science Fiction, Werbung und auch inzwischen unter Amateurastronomen diese Darstellung von Astrofotos als Kulturmuster etabliert hat.

Jetzt habe ich was ganz anderes geschrieben als ich eigentlich wollte,
vielleicht bin ich ein wenig zerstreut und gehe lieber mal schlafen.

Gruß,

Bernd

Torsten Kallweit

Theme Bildmanipulation *PIC*

Beitrag von Torsten Kallweit » 8. Apr 2002, 09:25

Hallo Bernd,
ich denke schon, daß man mit Photoshop Bilder manipulieren kann. Sicher, Farben lassen sich erstmal nur da verstärken oder im Kontrast erhöhen, wo wirklich welche sind, aber wer es darauf anlegt, kann selbstverständlich auch da welche hinzaubern, wo im Original gar keine waren (das unterstelle ich übrigens niemand bei Northern-Lights). Auch ist es problemlos möglich, störende Dinge (Pfähle, Masten) wegzuretuchieren. Ich selbst habe das schon gemacht und zwar mit störenden, mitbelichteten Fuseln auf dem Abzug. Originale Gegenstände auf einem Foto wegzuretuchieren würde mir aber im Traum nicht einfallen. Aber wie gesagt, möglich ist das, und zwar sehr leicht...
Ich finde es völlig legitim, ein Foto so anzupassen, daß es dem subjektiven Eindruck entspricht, zumal Filme ja auch die Wirklichkeit völlig unterschiedlich wiedergeben. Die Grenze von "Anpassen" zum "Manipulieren" ist dabei meines Erachtens fließend.
Witzig ist: Ich bin gerade am Einscanen und Bearbeiten meiner Schwedenbilder. Da gibt es doch tatsächlich 3-4 Pics, da muß ich das Grün etwas r a u s nehmen, da ein heller Bogen auf den Abzügen so reinsemmelt, daß es wie unnatürlich wirkt.
Nichts desto trotz habe ich bei manchen Bildern im Netz den Eindruck, daß da der ein oder andere ganz doll Spaß daran hat, Kontrast und Farbe mal so richtig anzupeppen.
Liebe Grüße
Torsten

P.S: Das folgende Bild wirkt fast so, als wäre es deutlich angehoben von den Farben her, aber ich versichere, der (sehr gelungene) Abzug vom Dia sieht wirklich so aus. Ein schönes Beispiel für die Farbigkeit von Polarlichtern, wobei das Rot genauso wie auf dem Bild visuell sichtbar war (das war so richtig super intensiv), das zarte violett-blau im Hintergrund dagegen nur auf dem Foto erschienen ist, visuell also so nicht sichtbar war.

Torsten Kallweit

Bildversuch2 *o.T.* *PIC*

Beitrag von Torsten Kallweit » 8. Apr 2002, 09:27

Bildversuch2 *o.T.* *PIC*

Ulrich Rieth

schönes Pic...

Beitrag von Ulrich Rieth » 8. Apr 2002, 11:11

...aber die Vignettierung ist ja auch höllisch.
War es wieder das tolle 35/1.4er?
Übrigens habe ich auch auf allen meinen Dias rotes PL drauf, das definitiv nicht oder nur als extrem schwache Andeutung zu sehen war.
Wenn ich also den visuellen Eindruck auf den Bildern wiedergeben wollte, müsste ich den kompletten roten Kanal rausschneiden.
Was die Intensität des grüns angeht, so variiert diese wirklich extrem stark. Gleichzeitig ändert sich damit aber auch der visuelle Gesamteindruck, denn einen "normalen" Bogen nimmt man eher als weiss wahr, wohingegen ein kräftiger Bogen wirklich sattes Grün zeigt. Letztere haben dann auch die schon berühmt gewordene rosa Unterkante.
Zur Bildbearbeitung und ausdrücklich nicht Manipulation möchte ich nur meine vorgehensweise kurz andeuten. Sie ist eigentlich sehr einfach, denn ich setzte lediglich den Tonwert eines Objektes in der Ferne, dass definitiv schwarz sein muss, auf schwarz. Mit diesem Schritt verschwindet dann auch die Grunaufhellung des Bildes, die meist von scannen herrührt. Abschließend lasse ich noch eine leichte Unschärfemaske drüberlaufen und das wars. An der Farbsättigung oder anderen Parametern drehe ich nicht, denn dadurch würde der Gesamteindruck sicherlich verfälscht.
Soviel von mir zu diesem Thema.
Viele Grüße

Ulrich

Torsten Kallweit

Re: schönes Pic... *PIC*

Beitrag von Torsten Kallweit » 8. Apr 2002, 11:46

Hallo Ulrich,
ja, ich fotografiere Polarlichter z.Zt. nur mit dem 35mm, 1,4er bei voller Öffnung (sag, Vignettierung ist Eckenabdunklung oder liege ich da falsch?). Ich habe teilweise sehr stark das Rot sehen können bei den Bildern, die ich gemacht habe. Manchmal war es auch nur erahnbar oder nicht visuell, aber dann trotzdem auf dem Bild, wie ja so häufig.
Bei manchen Bildern (die bald zu sehen seien werden :-) konnte ich auch deutlich unterschiedliche Rottöne visuell sehen, also von orange über rot bis zu rotweinviolett. Das war schon geil, da brauche ich wirklich keine Farben reinzumanipulieren. Was für ein Photoshop hast Du, wo stellst Du da so ein Tonwert ein? Ich habe jetzt recht neu die Funkton "Unschärfe maskieren" entdeckt. Die lasse ich jetzt hin und wieder über den Horizont laufen (also nur über den Boden, nicht über das PL). Damit habe ich sehr positive Überraschungen erlebt; nämlich z.B. daß bei ganz leicht unscharfen Untergründen diese auf einmal völlig scharf erschienen.
Aber was erzählen wir hier von Fotos! Kein noch so geiles Pic kann die Faszination eines Polarlichtes wirklich wiedergeben. Und was heißt das? Na, ab ins Internet und die nächste Hütte gesucht auf einen baldigen Trip nach Norden!
Grüße
Torsten


Bernd

Re: Bildmanipulation

Beitrag von Bernd » 8. Apr 2002, 12:30

Hi Torsten,

Dein Bild finde ich sehr schön und auch die Farben wirken wesentlich natürlicher als bei einigen Nordlys Bildern.

Wenn ich sage, dass man mit Photoshop nicht manipulieren kann, möchte ich nichts über die Möglichkeiten des Programms aussagen (zwei Mausklicks und vom ursprünglichen Bild ist nichts mehr zu erkennen), sondern darüber, dass Farben und Helligkeiten auf Netzhaut, Film und Bildschirm niemals "objetiv richtig" sein können. Ich gebe zu, dass meine Argumentation etwas schwierig wird, wenn ich sage, das Rausschneiden von Masten sei keine Manipulation. Allerdings übersieht auch das Auge ne Menge: Es liefert immer nur subjektive Interpretationen elektromagnetischer Wellen in einem verdammt engen Spektralbereich zwischen 400 und 700 Nanometern.

Autoscheinwerfer habe ich selber schon rausgeschnitten und wenn ich geschrieben habe, meine Bilder seien immer hell und blass, habe ich wohl ein wenig übertrieben. Ich meinte wohl eher, was Du auch schreibst, dass man manchmal sogar etwas Farbe rausnehmen sollte. Aber wie gesagt: Alles Geschmackssache.

Gruß,

Bernd

Torsten Kallweit

Re: Bildmanipulation

Beitrag von Torsten Kallweit » 8. Apr 2002, 12:51

Hallo Bernd,
da gebe ich Dir völlig recht, irgendwo ist es alles subjektiv und natürlich auch Geschmacksache. Ich persönlich unterscheide auch ein bischen, ob ich ein schönes Bild erzeugen möchte (für eine Gruß-Karte, Hintergrund für Homepage, Visitenkarte, ect.), wo ich selber vielleicht zwei tote Bäume (siehe das Pic) oder Autoscheinwerfer rausschneiden würde, oder ob ich das Bild dokumentarisch verwenden möchte (hier habe ich den Anspruch, Bilder den Leuten so naturgetreu (will heißen: so habe ich es subjektiv wahrgenommen) zeigen zu wollen wie es geht, also ohne reingeschnittenen Osterhasen). Hier im Forum entscheide ich mich eher für Variante 2, also möglichst gekauft, äh dokumentiert wie gesehen.
nette, subjektive Grüße von
Torsten

Peter Wloch

Re: Thema Bildmanipulation...

Beitrag von Peter Wloch » 8. Apr 2002, 12:52

Bildmanipulation mit Photoshop:

Natuerlich kann man ein eingescanntes Bild auf beliebigste Weise manipulieren.
Das kann so weit gehen, das jedes Pixel wunschgemaess beeinflusst werden kann.
Zu den Standardoperationen gehoeren im Allgemeinen das Veraendern von Kontrast,
Helligkeit, Bildschaerfe, Bildgroesse.

Mit Photoshop koennen aber auch andere Bildteile aus anderen Bildern eingesetzt werden.
Dies ist durchaus von einem Koenner so raffiniert zu machen, das es keinem auffaellt.
So kann man durchaus eine Aurora "malen", mit einem transparenten Hintergrund versehen
und dann in ein Landschaftsphoto einsetzen.
Das ist kein grosses Problem und niemand wuerde es merken.
Es liegt nur am Koennen des Desktopgrafikers...

Heute wird fast jedes Bild in den Medien "getunt".
So bekommen die Stars ihre weissen Augaepfel, wunderschoene gruene Augen,
Pikel werden wegretuschiert. Stoerender Hintergrund wird entfernt und ersetzt.

Es soll sich keiner Illusionen machen. Das "echte" Bild gibt es fast nicht mehr...

Und wer sich die Bilder der schoenen Auroras ansieht, sollte sie ruhig mal auf diesen
Aspekt hin betrachten.
Es ist nun mal so mit uns Menschen:
Es ist erlaubt, was gefaellt. Da gibt es Moden.
Und dann hat jeder seine eigenen Geschmack...

Gruesse
Peter

Bernd

Einspruch!

Beitrag von Bernd » 8. Apr 2002, 12:54

> [Meine Vorgehensweise] ist eigentlich
> sehr einfach, denn ich setzte lediglich den Tonwert eines
> Objektes in der Ferne, dass definitiv schwarz sein muss, auf
> schwarz.

Hi Ulrich,

das sehe ich etwas anders: Einen schwarzen Nachthimmel gibt es auf der Erde nicht (auch nicht, wenn auf der Erde alle Lichter ausgeschaltet würden). Das Natrium und Sauerstoffleuchten in 80km Höhe und die integrierte Sternenstrahlung nicht mehr sichtbarer Sterne sorgen immer für einen hellen Nachthimmel.

Ich erinnere mich an eine Nacht im Gebirge, in der eine fast schwarze niedrige Wolkendecke plötzlich aufriss und meinem adaptierten Auge einen sehr hellen Himmelshintergrund eröffnete.

Gruß,

Bernd

Ulrich Rieth

Akzeptiert, aber...

Beitrag von Ulrich Rieth » 8. Apr 2002, 13:07

...bei den schwarzen Objekten am Horizont sprach ich nicht vom Himmel, sondern von Bäumen oder Hügeln in der Ferne. Und die sind für den menschlichen Beobachter 100%ig schwarz, wenn nicht gerade der Mond scheint oder das PL so hell ist, dass eh alles grün leuchtet.
Gruß

Ulrich

Torsten Kallweit

Danke! :-) *o.T.*

Beitrag von Torsten Kallweit » 8. Apr 2002, 13:16

Danke! :-) *o.T.*

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