Hier nun Bericht und Bilder.
Am Vormittag zogen immer wieder vereinzelte Cirrenfelder und auch abgelöste virgae aus Südwesten heran. Ich war gerade damit beschäftigt, eine Luftspiegelung am 280km entfernten Schwarzwald zu beobachten und fotografieren, als sich 12.23 Uhr (SH: 23°) in solch einem Cirrenfeld ein heller Zirkumzenitalbogen mit Supralateralbogen bildete. Eine Minute später war auch der obere Berührungsbogen und visuell ein scheinbarer Wechsel zwischen dem oberen Teil des Lowitz und dem Parrybogen beobachtbar.
2 Minuten später war erst einmal wieder alles vorbei und ich konnte mich erneut dem gespiegeltem Feldberg widmen. Ab 12.43 Uhr (SH: 22°) waren in verschiedenen Cirrenfeldern immer wieder Teile des Horizontalkreises und teilweise eine 120°-Nebensonne zu sehen.
Ab 12.54 Uhr (SH: 22°) bekamen die Nebensonnen deutliche Lowitzansätze.
Gleichzeitig bildete sich auf dem teilweise wieder schwach vorhandenem Supralateralbogen ein heller Fleck, was vielleicht Tape's Bogen sein könnte.
Ab 13.05 Uhr (SH: 21°) zeigte sich links ein schwacher Infralateralbogen und komplettierte das Phänomen, was insgesamt aus 22°-Ring, beiden Nebensonnen, oberen Berührungsbogen, Zirkumzenitalbogen, Supra- und Infralateralbogen, Horizontalkreis, 120°-Nebensonne, Parrybogen, Lowitzbogen und evtl. Tape's Bogen bestand.
Bis zum Abend waren immerwieder schöne Nebensonnen in unterschiedlicher Intensität zu sehen.
Der Tag und mein wahrscheinlich letzter Zugspitzdienst endete mit einer wunderschönen Lichtsäule.
Das war für mich seit dem Eisnebelhalo am 30.01. das größte und schönste Halo-Phänomen.
LG Claudia