Es ist immmer spannend, die "Zündung" der Halos hier bei aufgehender Sonne zu sehen. Kurz vorher denkt man noch "Mist, alles nur Tröpfchen, nix Eisiges", und sogar etwas später, wenn man schon stark von der Teilsonne geblendet wird: nichts. Fotoapparat einstecken, und dann im Augenwinkel: da war doch was?
Die Erklärung ist möglicherweise, dass sich heute die Eiskristalle nur in der untersten Nebelschicht bildeten (Auto-Thermometer: -7°), und dass darüber tatsächlich (unterkühlte?) Tröpfchen waren.
Die beiden Bilder im Abstand von einer Minute:
(alle Bilder: grosses Format durch anklicken)

Beachtet auf den folgenden Bildern (gleich im Anschluss aufgenommen), dass keine untere Lichtsäule zu sehen ist:


Dann bildete sich langsam eine Untere Lichtsäule (auf obigem Bild bereits ansatzweise zu erkennen), die acht Minuten später schön schlank und voll ausgewachsen war.
Der Standort ist etwa 40m weiter links als bei den vorherigen Bildern oben, aber das ist bedeutungslos: Der Eisnebel ist mindestens doppelt so viel weiter gewandert, und befindet sich inzwischen um mich herum, wie man an den vielen weissen Reflexionsflecken erkennen kann.




Über die Lichtsäule muss ich jetzt meditieren. (Ich glaube immer noch nicht, dass es wobbelnde Plättchen sind - von Plättchen ist hier übrigens nichts zu sehen -, sondern eine Art waagerechter sehr flacher Kegel, ggf. Plättchen-artig mit treppenartigem Aufbau)
So, ich erkläre die Wintersaison (zumindest in Davos) hiermit für offiziell eröffnet...
LG Bertram
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Nachtrag: noch ein Stitch aus einer stark unterbelichteten Serie. Da die Sonne so nicht so stark überstrahlt, kann das Gebiet zwischen MB und Sonne (auf früheren Aufnahmen: potentieller gespiegelter Parrybogen) und die Untere Lichtsäule besser betrachtet werden:

B.

