Hallo Claudia,
Aber ist schon genial, wenn man von Landesgrenze zu Landesgrenze kucken kann ;o)
ja, das mit der Winterfernsicht ist einach klasse. Vor ein paar Tagen war ich auf dem Feldberg im Schwarzwald bei unter 10% Luftfeuchtigkeit, so gab es z.B. Mt. Blanc zum greifen nah, obwohl er über 240 Km!!! entfernt ist.
Mt. Blanc in der aufgehenden roten Morgensonne:
Am richtigen Standpunkt ist eine gute Fernsicht das Nonplusultra - Auf dem Feldberg sieht man beispielsweise die komplette Alpenkette vom Wettersteingebirge mit Zugspitze über die Allgäuer Alpen, die Lechtaler Alpen, Alpsteingebirge, Glarner Alpen, Berner Alpen und einen Teil der Französischen Alpen. Im Westen liegen dann die Vogesen, im Norden der Schwarzwald und im Osten die Schwäbische Alb und der Hegau -
und die höchsten Gipfel des Schwarzwaldes (250 km) erkennbar, wobei ich mir bei letzterem nicht sicher bin, ob nicht leichte Luftspiegelungen das Ganze "nach oben" befördert haben.
Genau diese Luftspiegelungen sind es denn auch, die ab und zu auch das relativ niedrige Ammergebirge vom 200 Km entfernten Feldberg erscheinen lassen (hier am 16.02.2007):
Das Ammergebirge (links) als Fata Morgana, schräg rechts davor die beiden Vulkankegel des Hegauer Hohenstoffeln (ca. 60km), hinten rechts vermutlich das Karwendelgebirge:
Den Blauen/Grünen Blitz zu sehen ist immer wieder fantastisch - nicht weniger schön ist aber auch der Aufgang der Sonne mit dem blaugrünen Segment, welches in kristallklarer Luft blendend hell sein kann und dann auch wie aus dem nichts auftaucht, weil es durch die extrem trockene Luft keinerlei Anzeichen für den Sonnenaufgang gibt. Hier ein Bild des grünblauen Segmentes (am gleichen Tag aufgenommen wie die Fata Morgana von oben, der mächtige Berg in der Bildmitte ist der Hochvogel, Allgäuer Alpen, ca. 190 km entfernt):
Leider kommt die Stimmung und die Farbe des Segments auf dem Bild nicht ganz so rüber wie in Wirklichkeit. Das Blaugrüne Segment war strahlend hell - die Schönheit und Faszination dieses Anblicks stelle ich über mein erstes Polarlicht!
Im nachfolgenden Bild kann man die Entwicklung des Aufgangs etwas nachvollziehen. Die Farben konnte ich fotografisch leider nicht festhalten, aber schaut ab dem zweiten Bild auf die Sonnenstrahlen. Rechts ist die Sonne bereits etwas höher gestiegen und der gelbe Sonnenrand ist über der Bergkette erschienen. Am linken Sonnenrand hat es erst das Segment über die Bergkuppe geschafft - die Strahlen der Sonne sind noch grünblau:
