34 TAU wieder an seiner Stelle!
Es gibt einen Stern, der nur sehr selten an seinem Ort anzutreffen ist: das ist 34 Tau – und zwar alle 84 Jahre! Denn der 1781 von Herschel entdeckte Planet wurde von John Flamsteed bereits im Jahr 1690 als 34 Tau katalogisiert. Darauf wurde ich im Astrotreff aufmerksam (s. auch WAA; Wikipedia; vgl auch mondlexikon).
Ausschnitt aus der Karte des Atlas Coelestis von John Flamsteed (1729) mit Hinzufügung der Sternbezeichnungen (nicht alle bezeichneten Sterne sind auch eingetragen). 34 Tau ist hier bereits als "Herschel" gekennzeichnet.
Uranus erreicht in der Opposition 2026/27 die annähernde Position von 34 Tau dreimal:
Am 12. Juni 2026 noch recht ungünstig am Morgenhimmel,
am 19. Dezember nahe der Opposition (Opposition in der Nacht 25./26.Dez. 2026; Ort praktisch identisch mit der Flamsteed-Beobachtung am 24. Dezember 1690 = 13. Dez. julianisch!) und
am 29. März 2027 am Abendhimmel. Die oppositionsnahe Stellung im Dezember sollte unbedingt einen Blick wert sein – 4 Uranusjahre nach seiner ersten dokumentierten Beobachtung.
Hier habe ich die Positionen aus stellarium vom 24. Dez. 1690 und vom 19. Dezember 2026 sowie die Uranus-Schleife 2026/2027 mit der entsprechenden Position:
Nebenbei: Uranus lässt sich jetzt (auch mit bloßem Auge!) sehr leicht ohne Karte auffinden: man gehe von den beiden Sternen zwischen Plejaden (27 Eta) und Hyaden (74 Epsilon) aus (A1 und omega), bilde das Dreieck (nach rechts) mit 43 Tau (omega 2) – und Uranus befindet sich z.Z. im nörlichen Bereich dieses Dreiecks und ist etwa so hell wie 43 (+5.6 mag).
Gruß aus HD,
Christoph
34 Tau wieder an seiner Stelle
Moderator: StefanK
- Christoph Gerber
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Re: 34 Tau wieder an seiner Stelle
Hallo Christoph,
ich hatte heute so einen anderen Gedanken...
Bei 84 Jahren Umlaufzeit dürften - abgesehen während der Opositionsschleife - die meisten Menschen Uranus nicht noch einmal an der gleichen Stelle unter den Sternen zu sehen bekommen.
Das brachte mich dann zur Konjunktion Saturn-Uranus, die man bei günstiger Lage zweimal im Leben sehen kann.
Sie wiederholen sich im Mittel im Abstand von 45,3 Jahren. [1/(1/29,4475a-1/84,0205a)]
Beim letzen Mal im Schützen gab es 1988 eine dreifache Konjunktion fast zentral zur Opposition. Saturn befand sich im Februar 1,29°, in Juni 1,34° und im Oktober 1,06° nördlich von Uranus.
Davor gab es 1942 im Mai eine einfache Konjuktion im Stier, bei der Saturn 1,6° südlich vorbeizog.
Die nächste 2032 im Juni wird wieder eine einfache (gerade noch) im Stier, bei der Saturn 1,2° südlich vorbeizieht.
Die darauf folgende 2079 wird wieder dreifach, aber nicht so zentral wie 1988. Dafür aber enger: im Februar 0,43°, im August 0,22°, im Oktober 0,16°.
Die Entfernungen hatte ich mir in Stellarium anzeigen lassen.
Viele Grüße
Mario
ich hatte heute so einen anderen Gedanken...
Bei 84 Jahren Umlaufzeit dürften - abgesehen während der Opositionsschleife - die meisten Menschen Uranus nicht noch einmal an der gleichen Stelle unter den Sternen zu sehen bekommen.
Das brachte mich dann zur Konjunktion Saturn-Uranus, die man bei günstiger Lage zweimal im Leben sehen kann.
Sie wiederholen sich im Mittel im Abstand von 45,3 Jahren. [1/(1/29,4475a-1/84,0205a)]
Beim letzen Mal im Schützen gab es 1988 eine dreifache Konjunktion fast zentral zur Opposition. Saturn befand sich im Februar 1,29°, in Juni 1,34° und im Oktober 1,06° nördlich von Uranus.
Davor gab es 1942 im Mai eine einfache Konjuktion im Stier, bei der Saturn 1,6° südlich vorbeizog.
Die nächste 2032 im Juni wird wieder eine einfache (gerade noch) im Stier, bei der Saturn 1,2° südlich vorbeizieht.
Die darauf folgende 2079 wird wieder dreifach, aber nicht so zentral wie 1988. Dafür aber enger: im Februar 0,43°, im August 0,22°, im Oktober 0,16°.
Die Entfernungen hatte ich mir in Stellarium anzeigen lassen.
Viele Grüße
Mario