Liebe LeserInnen!
Ich greife noch einmal die Möglichkeit der Ausbreitung von Staub in der Luft auf - insbesondere die in den unteren Schichten.
Saharastaub kann über 1000e km verfrachtet werden. Es ist ja bekannt, dass riesige Mengen davon bis ins Amazonasbecken verfrachtet werden und dort zur "Düngung" des Regenwaldes beitragen. In Europa wird immer wieder ein Transport bis in den hohen Norden festgestellt. Natürlich wird er relativ rasch ausgewaschen, da er sich im Gegensatz zur Vulkanasche nur in der Troposphäre findet.
Es sollte also durchaus auch möglich (möglich!) sein, dass Asche der Waldbrände in Kalifornien bis zu uns kommt. Ob dem so ist (war), müsste anhand der Windströmungen analysiert werden. Im Vergleich zu den Staubmengen, die bei Wüstenstürmen wegtransportiert werden, dürfte die Aschemenge aber eher gering sein.
Wie weit z. B. Wüstenstaub verfrachtet werden kann, ist in folgendem Bericht der Süddeutschen Zeitung nachzulesen:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/702/177165/
"Im Jahr 2003 machten französische Forscher in den Alpen eine besondere Entdeckung. Staub hatte den Schnee verfärbt - Saharasand, folgerten die Experten. Doch eine Analyse ergab, dass es sich um chinesischen Löss handelte, jene fruchtbare Erde also, die in China dem Gelben Fluss seine Farbe verleiht. Die Rekonstruktion der Wetterverhältnisse ergab, dass der Löss rund 20.000 Kilometer weit geflogen war. In nur zwei Wochen wehte er über Nordamerika und den Atlantik nach Europa - ein Rekord."
Ich wünsche euch allen einen schönen guten Morgen und schicke herzliche Grüße aus Schlägl!
Karl