da wir gerade so schön am theoretischen Diskutieren sind, möchte ich die beim Halotreffen ebenfalls begonnene Diskussion zu den elliptischen Ringen fortsetzen.
Die gängige Theorie sind ja dendritische Kristalle (Sagt man des so?), welche die noch von Lynch, Gedzelmann und Fraser publizierte Theorie, daß es sich um schwingende Plättchen handelt, abgelöst hat (siehe Beispiel auf Les' Seite: http://www.atoptics.co.uk/fz409.htm)
Als ich damals "meine" elliptischen Halos in vom Inntalnebel hochwehenden Eiskristallen gesehen habe, konnte ich auf meiner schwarzen Jacke ausschließlich lange dünne Eisnadeln entdecken (siehe auch http://www.meteoros.de/download/meteoro ... 006_05.pdf , S. 11ff)-
Nun habe ich heute auf der Suche nach was anderem ein paar Anhandlungen von Lenggenhager gelesen und bin dabei auf folgendes gestossen:

Es geht zwar um ein anderes Thema, aber letztendlich beschreibt er die Lichtsäule genauso, wie ich sie unterhalb gesehen habe, elliptisches Erscheinungsbild, aber nur als helle Fläche und nicht als abgegrenzte Ringe wie oben.

Bisher haben alle abgewunken, als ich von den dünnen Eisnadeln erzählt habe, aber vielleicht ist es ja doch der Schlüssel zu den elliptischen Eisnebelhalos. Ich denke nämlich, daß es sich vielleicht um zwei verschiedene Erscheinungen handeln könnte, denn die beiden bisher beobachteten elliptischen Eisnebelhalos sehen ziemlich gleich aus, während bei den normalen elliptischen Halos jedes einen anderen Durchmesser und Größenverhältnis hat.
Werde mir in absehbarer Zeit mal alle Berichte von Lenggenhager besorgen, denn dies war ein Kollege von der Wetterwarte Säntis und hat sicher auch öfter so seltsames Zeugs beobachtet hat, wie ich ;o) Vielleicht finden sich in seinen Abhandlungen noch mehr Hinweise oder ähnliche Beobachtungen.
LG Claudia





