normalerweise ist es auf dem Wendelstein zu trocken für Eisnebelhalos. Ab und zu mal eine Untersonne, mehr ist nicht zu erwarten. Aber gestern war die Obergrenze der Hochnebeldecke nur wenig unter mir und es zogen immer wieder ausfallende Nebelfetzen hoch.
Neben einer 8-stündigen Untersonne und ein paar normalen Erscheinungen, die man nur schwer dem Cirrus oder gleichzeitig vorhandenen Eisnebel zuordnen konnte, faszinierte mich vor allem die z.T. extrem helle untere Lichtsäule, die zum Teil den Anschein hatte heller zu sein, als die Sonne selbst.
Leider sind nicht alle Fotos geworden. Zum wiederholten Male kamen bei Frost (-22°C) und Wind (15 m/s) nahezu weiße Bilder aus der Kamera, ich habe keine Ahnung, was da geschieht.
Hier mal eine kleine Bildauswahl:
Untersonne und 22°-Ringsegment

22°-Ring und Nebensonnen in Cirrus und/oder Eisnebel


22°-Ring und Untersonne
Untersonnenflimmern


Kranz und Untersonne

Und zu guter Letzt die untere Lichtsäule mit z.T. eingelagerter Untersonne:



22°-Ring-Glitzern nach unten

uLS mit Eiszapfen und Untersonne + reNS + Wolkenschatten

Wolkenfall

Und noch ein paar Nebensonnen:



Auch der Mond bildete kurz nach Aufgang Lichtsäule, Untermond und kurzzeitig Nebenmonde (links ganz schwach erkennbar)

Früher hatte man bei solchen leuchtenden Lichtsäulen immer angenommen, daß es sich um glänzende Schwerter handelt und auch gestern war ich bei dieser Beobachtung davon überzeugt, daß es sich um das berühmte Damoklesschwert handelt, welches unaufhaltsam über der Wetterwarte Wendelstein schwingt ...
LG Claudia